Fortbildung in Wolfenbüttel: Diabetes im Alter – Potenziale der Digitalisierung nutzen

3 Minuten

Fortbildung in Wolfenbüttel: Diabetes im Alter – Potenziale der Digitalisierung nutzen | Foto: Diabetiker Niedersachsen
Foto: Diabetiker Niedersachsen
Fortbildung in Wolfenbüttel: Diabetes im Alter – Potenziale der Digitalisierung nutzen

Das Leben mit einem Diabetes wird im Alter nicht leichter. Umso besser ist es dann, wenn rasante Veränderungen der technischen Möglichkeiten den Alltag erleichtern. Auf einer Fortbildung in unserem Wolfenbütteler Bildungszentrum informierten wir uns ausgiebig darüber, was schon alles dank Digitalisierung möglich ist.

Lebhaft, aber trotzdem sehr diszipliniert ging es zu bei unserer Fortbildung zum Themenkomplex „Potenziale der Digitalisierung bei Diabetes im Alter“ in unserem Wolfenbütteler Bildungszentrum. Ob Smart Home, moderne Glukosewert-Bestimmung und deren Protokollierung oder moderne Formen von Patientenberatung: Der Tag war vielfältig, bunt und vor allem informativ für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Die teilnehmenden Selbsthilfegruppenleiter feierten den Einstand des Diabetes-Ankers.

Smart Home

Am Samstag ging es gleich in die Vollen, als der Digitalisierungs- und Innovationsexperte Thomas Schatz mit einem kurzweiligen Vortrag informierte, wie Smart-Home-Technologien das Leben zu Hause im Alter erleichtern können und welche praktischen Lösungen sofort umsetzbar sind. Die vielen Fragen der Teilnehmer am Ende belegten eindrucksvoll das rege Interesse.

Unabhängige Beratung

Den zweiten Block übernahm Tim Holzapfel, seines Zeichens Berater bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD). Holzapfel stellte die Arbeit der neu als Stiftung formierten UPD ausführlich vor und stand im Anschluss vielen neugierigen Fragestellern Rede und Antwort.

Gut vernetzt in Sachen Werte

Zum Abschluss des ersten Tages stellte Christian Pabst von Abbott die umfangreichen Möglichkeiten des Cloud-basierten Diabetes-Managementsystems „LibreView“ vor, welches medizinischen Fachkräften und Patienten übersichtliche und leicht verständliche Berichte von kompatiblen FreeStyle-Glukosemessgeräten zur Verfügung stellt. Auch Pabst ging nicht unbefragt nach Hause.

Claudia Kümmel von Abbott gestaltete ihren Vortrag äußerst interaktiv.

DIA-AID-live-Veranstaltungen auch im Internet abrufbar

Das Fazit der Teilnehmer am ersten Tag: Wahnsinn, was es doch alles gibt und was man gar nicht weiß! Die teilnehmenden Selbsthilfegruppenleiter machten sich emsig Notizen und nahmen die ein oder andere Anregung für ihre Arbeit mit nach Hause. Die drei Vorträge des ersten Tages, inklusive Fragerunden, haben wir hybrid als DIA-AID-live-Veranstaltungen auch im Web durchgeführt. Die Aufzeichnungen finden sich über den Link im Kasten am Ende dieses Beitrags.

Fleißig wurden die Erkenntnisse aus den zahlreichen Vorträgen ausgewertet und aufgearbeitet.

Noch zu unbekannt: seniorengerechte Smartphones

Am zweiten Tag der Fortbildung informierte die Patientenbeauftragte des Unternehmens Abbott, Claudia Kümmel, über die Vorteile der Nutzung eines FreeStyle-Libre-3-Plus-Sensors in Verbindung mit den Apps LibreLinkUp, LibreView und der Libre-3-Auslese-App auf seniorengerechten Smartphones. Kümmel stellte in ihrem Vortrag anschaulich dar, wie auch ältere Menschen mit Einschränkungen der Seh- und/oder Hörkraft oder der Motorik mit einem angepassten Smartphone die Vorteile des Sensors in Verbindung mit den Apps nutzen können.

Stieß auf großes Interesse: ein seniorengerechtes Smartphone.

In interaktiven Arbeitsgruppen beschrieben die Teilnehmer, welche Probleme sie mit gängigen Smartphones hätten, und bekamen ein seniorengerechtes Smartphone demonstriert. Im Anschluss wurden die aufgeschriebenen Erfahrungen ausgewertet. Am Ende stellten alle Beteiligten zufrieden fest, dass die Verbindung des Sensors mit solch einem speziellen Smartphone eine echte Erleichterung fürs Leben sein kann und damit ein zusätzliches Auslesegerät für viele endgültig überflüssig werde. Insgesamt war es eine Veranstaltung, die aufzeigte, welche Potenziale smarte digitale Hilfen in den letzten Jahren für die Lebensqualität mit Diabetes im Alter geschaffen haben.

Veranstaltung im Netz

Die Aufzeichnungen der Vorträge und Diskussionen finden sich unter smart.dia-aid.de. Wir freuen uns, wenn Sie unseren YouTube-Kanal abonnieren.


Erschienen in: Diabetes-Anker, 2025; 73 (1/2) Seite 78

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Ähnliche Beiträge

„Studien wirken“: Beteiligung der DDF an bundesweiter Initiative

Die Deutsche Diabetes Föderation beteiligt sich als einzige große Patienten-Organisation der Selbsthilfe an einer bundesweiten Kampagne, die das Bewusstsein in der Öffentlichkeit für die Notwendigkeit klinischer Studien stärken, das Vertrauen in der Bevölkerung in die klinische Forschung verbessern und die Beteiligung an Studien fördern soll.
„Studien wirken“: Beteiligung der DDF an bundesweiter Initiative | Foto: Philip Nürnberger

2 Minuten

18. und 19. Oktober 2025: Gruppenleiter-Seminar und Delegierten-Versammlung des DBW e.V.

Das Wochenende mit dem Gruppenleiter-Seminar und Delegierten-Versammlung des DBW begann mit einer erweiterten Vorstandssitzung am Freitag. Am Samstagmorgen wurde das Seminar offiziell eröffnet. Unter anderem standen zwei spannende Vorträge auf dem Programm.
18. und 19. Oktober 2025: Gruppenleiter-Seminar und Delegierten-Versammlung der DBW | Foto: A. Kneiphoff, DBW

2 Minuten

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist das neue Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage

Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community

Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen

Community-Feed

  • Huhu, ich bin Marina und 23 Jahre alt, studiere in Marburg, habe schon etwas länger Typ 1 Diabetes und würde mich total über persönlichen Austausch mit anderen jungen Menschen/Studis… freuen, vielleicht auch mal ein Treffen organisieren oder so 🙂 Schreibt mir gerne, wenn ihr auch Lust habt!

  • Liebe Leute, ich habe zwei neue Erfahrungen mach dürfen, die Ursächliche nicht so schön, woraus die 2. Erfahrung (notwendig gut) resultiert!

    Ich bin kein Liebhaber von Zahnärzten und meine dort geführte Gesundheitsakte ist mit einem riesigen “A” für Angspatient gezeichnet. Ende letzten Jahres ist mir beim letzten verbleibenden Weisheitszahn (nie Schmerzen gemacht) größeres Teil abgebrochen, ZA meint, da geht er nicht bei, weil Zahn quer liegt, allso OP, und danach könnte man sich über Zahnersatz unterhalten … ich natürlich in Schockstarre gefallen, – gleich am selben Tag bei OP-Zahnarzt Termin gemacht, vor Weihnachten nix mehr möglich, gleich Anfang Januar Termin bekommen, Röntgenbild lag dem Chirugen bereits vor. Vieles wurde besprochen, auch der Zahnersatz, wobei der Chirug gleich meinte, dass ausser WZ wohl 3 weitere Zähne raus müssten. Schock nr. 2! Ich wollte mir aber noch 2Meinung einholen und fand Dank guten Rat von Bekannten, einen anderen Zahnarzt, dem ich mein Leid und Angst ausführlich schildern konnte und der auch zum erstenmal die Diabetes in Spiel brachte … kurz um ein bisher bestes aufklärendes Gespräch, wie weit Diabetes auch auf die Zahne und Zahnfleisch gehen kann. Bei mir Fazit Paradontites. (die 1. unschöne Erfahrung). Der Weisheits- und daneben liegende Zahn sind inzwischen raus, – war super gute und schmerzfreie OP, danach keinerlei Schmerzen, durfte allerdings auch Antibiotika nehmen. Die 2. Erfahrung: ich konnte meine Insulindosies halbieren, – bei 10 Tg. Antbiotika, und nun 15 ohne Medizin noch anhaltend niedrige Insulinmenge, mit steigender festen Nahrungsaufnahme.

    Heute bei Diabetologen bestätigt, das Diabetiker besonders auf Ihre Zähne und Zahlfleich achten sollten. Da frage ich mich warum der Zahnarzt da nicht im Vorsorgekatalog von DMP aufgenommen ist.

    LG Wolfgang

  • laila postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes Typ 3c vor 2 Tagen, 1 Stunde

    Hallo ihr Lieben….Mein Name ist Laila…Ich bin neu hier…Ich wurde seit 2017 mit Diabetes 2 diagnostiziert.Da bekam ich den Diabetes durch laufen ohne Medies in den Griff.Das ging so bis Januar 2025.Ich weiss heute nochicht warum…aber ich hatte 2024 den Diabetes total ignoriert und fröhlich darauf losgegessen.Mitte 2025 ging ich Sport machen und gehen nach dem Essen.Und nahm immer megr ab.Htte einen Hb1C Wert von 8…Da ich abnahm, dachte ich, das der Wert besser ist…Bis Januar 2025…Da hatte ich einen HbA1C Wert von 14,8…Also Krankenhaus und Humalog 100 zu den Malzeiten spritzen…Und Toujeo 6 EI am Morgen…Irgendwann merkte ich, das mich kein Krankenhaus einstellen konnte.Die Insulineinheiten wurden immer weniger.Konnte kein Korrekturspritzen megr vornehmen.Zum Schluss gin ich nach 5 Mon. mit 2 Insulineinheiten in den Hypo…Lange Rede …kurzer Sinn.Ich ging dann auf Metformin…Also Siofor 500…Ich war bei vielen Diabethologen….Die haben mich als Typ 1 behandelt.Mit Metformin ging es mir besser.Meine letzte Diaethologin möchte, das ich wieder spritze.Ich komme mit ihr garnicht zurecht.Mein HbA1C liegt jetztbei 6,5…Mein Problem ist mein Gewicht.Ich wiege ungefähr 48 Kilo bei 160 m…Ich bräuchte dringend Austausch…Habe so viele Fragen…Bin auch psychisch total am Ende. Achso…Ja ich habe seit 1991 eine chronisch kalfizierende Pankreatitis…Und eine exokrine Pankreasinsuffizienz…Also daurch den Diabetes 3c.Wer möchte sich gerne mit mir austauschen?An Michael Bender:” Ich habe Deine Geschichte gelesen . Würde mich auch gerne mit Dir austauschen, da Du ja auch eine längere Zeit Metformin eingenommen hast.” Ich bin für jeden, mit dem ich mich hier austauschen kann, sehr dankbar. dankbar..Bitte meldet Euch…!!!

    • Hallo Leila, ich bin Suzana und auch in dieser Gruppe. Meine Geschichte kannst du etwas weiter unten lesen.
      Es ist sicher schwer aus der Ferne Ratschläge zugeben, dennoch: ich habe mich lange gegen Insulinspritzen gewehrt aber dann eingesehen, dass es besser ist. Wenn die Pankreas nicht mehr genug produziert ist es mit Medikamenten nicht zu machen. Als ich nach langer Zeit Metformin abgesetzt habe, habe ich erst gemerkt, welche Nebenwirkungen ich damit hatte.
      Ja auch ich muss aufpassen nicht in den unterzucker zu kommen bei Sport und Bewegung aber damit habe ich mich inzwischen arrangiert. Traubensaft ist mein bester Freund.
      Ganz wichtig ist aber ein DiabetologIn wo du dich gut aufgehoben fühlst und die Fragen zwischendurch beantwortet.
      Weiterhin viel Kraft und gute Wegbegleiter!

    • @suzana: Ich danke Dir für die Nachricht.Könnten wir uns weiterhin austauschen?Es wäre so wichtig für mich.Vielleicht auch privat? Gebe mir bitte Bescheid…Ich kenne mich hier leider nicht so gut aus…Wäre echt super…😊

    • Hallo Leila, auch von mir ein herzliches willkommen. Auch meine Geschichte liest du im weiteren Verlauf.
      Zur “chronisch kalfizierende Pankreatitis” kann ich nix sagen, da ist immer das Gespräch mit dem Arzt/Diabetologen vorzuziehen, wie in allen Gesundheitsfragen. Was sagen Ärzte dazu, auch wg. der NICHTzunahme an Gewicht. Wenn ich mit einem Arzt nicht kann, oder dieser mir nicht ausreichende Infos gibt, schaue ich mich nach einem anderen Arzt/Diabetologen um, das ist Dein Recht, es geht um Deine Gesundheit!
      Sollte mit der Nichtzunahme noch mehr dahinter Stecken, vielleicht
      auch mal einen Psychologen in Deine Überlegung ziehen. Oder eine auf dich zugeschnittene Diabetes Schulung o.Ä., auch hier sollte Dich ein guter Diabetologe aufklären können.

      Soweit was mir im Moment einfällt. Lass es Dir gut gehen.

      Gruss Wolfgang

    • Hey Laila, du kannst mir gerne hier im Typ 3c Bereich oder via PN schreiben. Ich bin gerade zwar etwas gesundheitlich angeschlagen, versuche aber, so gut es geht zu antworten.

Verbände