Menschen aus der Community: Bastian Hauck

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Community-Beitrag
Menschen aus der Community: Bastian Hauck

Ich freue mich sehr, wieder eine Person der Diabetes-Community in das #BSLounge-Rampenlicht rücken zu dürfen. Passend zum Weltdiabetestag am 14. November habe ich einige Fragen an Bastian Hauck gestellt, der mit #dedoc° das Event in diesem Jahr online mitgestaltet und umsetzt.

Das Interview mit Bastian Hauck

Katharina Weirauch (KW): Lieber Bastian, verrate der Blood-Sugar-Lounge-Community doch gerne ein paar Eckdaten von dir. Wo kommst du her, wie lange hast du Diabetes und wie bist du mit der #BSLounge verbunden?

Bastian Hauck (BH): Ursprünglich komme ich aus Norddeutschland, mittlerweile lebe ich aber in Berlin und Kopenhagen. Im Idealfall bin ich immer dort, wo der Wind weht, denn ich bin leidenschaftlicher Segler. Der Diabetes begleitet mich schon über 20 Jahre – und das natürlich auch an Bord.

Quelle: Bastian Hauck

Mit der Blood Sugar Lounge bin ich tatsächlich seit ihrer Gründung verbunden. Ich bin schon von Anfang an dabei und wirklich beeindruckt davon, was mittlerweile daraus geworden ist.

KW: Wann hast du zum ersten Mal daran gedacht, dich für eine Diabetes-Community starkzumachen?

BH: Begonnen hat alles mit meinen Segel-Abenteuern: Die Diagnose Typ-1-Diabetes kam im Alter von 20 Jahren. Auch wenn der ärztliche Rat eher „vorsichtig“ war, wollte ich natürlich nicht aufhören, auch allein auf hoher See zu segeln. Damals war die Diabetes-Online-Community noch extrem klein. Doch auch unter den wenigen Menschen, die sich damals schon online austauschten, fand ich tatsächlich auch Menschen, die mir Tipps (und damit Selbstbewusstsein) für meine großen Segeltörns geben konnten.

Aus meinen Segeltörns entstanden dann ein Twitter-Account, ein Blog und sogar das Buch „Raus ins Blaue! Unter Segeln nach St. Petersburg“. Unter dem Motto #PayItForward wollte ich damit anderen Menschen Mut machen und zeigen, dass Segelabenteuer auch mit Diabetes an Bord möglich sind.

Nach dem Vorbild der internationalen Diabetes-Online-Communitys wollte ich auch der wachsenden Gruppe der Menschen in Deutschland, die sich vernetzen und engagieren, eine Form und eine Plattform geben. Daraus wurde #dedoc°.

Der Weltdiabetestag steht vor der Tür – was erwartet uns?

KW: Nach den Anfängen mit Blutzucker-Bingo und Co. ist #dedoc° immer weiter gewachsen und steht inzwischen hinter vielen spannenden Projekten, wie der Umsetzung des virtuellen Weltdiabetestags. Magst du dazu etwas erzählen?

BH: Gerne! Was damals mit einem Hashtag und regelmäßigen Tweet-Chats begonnen hat, ist mittlerweile eine richtige Organisation mit einem kleinen Team geworden. Zusammen – und natürlich gemeinsam mit all den Menschen da draußen in der Community – stellen wir großartige Projekte auf die Beine. International organisieren wir spannende Online-Veranstaltungen und das #dedoc°-voices-Stipendienprogramm, das Menschen mit Diabetes die Teilnahme an den größten Diabetes-Kongressen ermöglicht.

Quelle: Bastian Hauck

Hier in Deutschland bin ich besonders stolz auf das #diaversary°-Projekt: Menschen, die sich dort anmelden, bekommen hier immer am Jahrestag ihrer Diagnose einen Brief und einen Blue-Circle-Pin per Post.

Außerdem steht der Weltdiabetestag vor der Tür: Gemeinsam mit diabetesDE und dem Kirchheim-Verlag veranstalten wir den Virtuellen Weltdiabetestag mit einem vielseitigen Programm. Ab 16:00 Uhr findet das Community-Event #docday° statt. Mit dabei sind viele inspirierende Persönlichkeiten, die aus ihrem Leben mit Diabetes erzählen. Alle Informationen zum Programm des Virtuellen Weltdiabetestages gibt es auf www.weltdiabetestag.de.

KW: Als Teil des Kirchheim-Verlags freuen wir uns natürlich auch schon ungemein auf das Programm am 14. November. Bezogen auf unser Monatsthema „Blue November: das (Er)Leben der Diabetes-Community“ habe ich noch eine Frage an dich: Welche Geschichten aus der Community bewegen dich am meisten bzw. was möchtest du am liebsten mit der Community teilen?

BH: Ich höre immer sehr aufmerksam hin, wenn es um das Thema „Mental Health“ – also psychische Gesundheit – geht. Trotz all der Mutmach-Kampagnen, der neuen Technologien und Fortschritte – viele Menschen mit Diabetes haben eben doch ganz schön an ihrem Leben mit Diabetes zu knabbern. Ich kenne das von mir selbst, es ist oft eher unbewusst – Diabetes ist ja nichts Sichtbares. Aber es beschäftigt einen durchgängig, und das kann richtig Kraft kosten – gerade in der heutigen Zeit, wo so viel anderes aus dem Ruder gelaufen ist. Hier müssen wir, und auch unsere Ärzte und Diabetes-Teams, noch viel besser zuhören und aufpassen und helfen. Und hier setzt auch das Diaversary-Projekt an: Es soll einen daran erinnern, sich mal einen Moment Zeit zu nehmen, durchzuatmen und über sein Leben mit Diabetes nachzudenken. Daher sammeln wir hier Geschichten aus der Community, die uns andere an ihrem Jahrestag zuschicken: Manche schicken uns richtige Romane, das ist immer wieder faszinierend! Zum Glück sind die nicht alle traurig – manche sind sogar richtig lustig!

KW: Danke für das Interview, lieber Bastian!


Hier kommt ihr zum Interview mit Kevin: Menschen aus der Community: Kevin Röhl

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  • Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 1 Tag, 4 Stunden

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 1 Tag

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    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

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