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Rückruf bei Omnipod-Pods: Insulet warnt vor Kanülen-Rissen und möglicher Insulin-Unterdosierung
3 Minuten
Der Medizinprodukte-Hersteller „Insulet Corporation“ hat einen freiwilligen Sicherheitshinweis für bestimmte Chargen seiner Omnipod-Insulinpods herausgegeben. Vom Rückruf betroffen sind Pods der Systeme „Omnipod 5“, Omnipod DASH“ und „Omnipod (Eros)“. Bei diesen Produkten kann es zu Rissen an den Kanülen kommen, was eine mögliche-Unterdosierung von Insulin zur Folge haben kann.
Was ist das konkrete Problem?
Bei Pods aus bestimmten Produktionschargen kann ein kleiner Riss im Schlauch – der sogenannten Kanüle – auftreten. Die Kanüle ist das dünne Röhrchen, das Insulin vom Pod durch die Haut in das Unterhautgewebe leitet. Bricht die Kanüle direkt oberhalb der Haut, kann Insulin austreten, bevor es in den Körper gelangt.
Die Folge: Der Körper erhält weniger Insulin als vom System berechnet und abgegeben werden sollte und es kann zu einer Unterdosierung kommen. Das Unternehmen informierte Nutzerinnen und Nutzer am 27. Mai 2026 schriftlich über das Problem.
Wie erkenne ich ein Problem?
Mögliche Anzeichen für ein Leck sind Nässe auf der Haut oder am Pflaster des Pods sowie ein Insulingeruch. Allerdings weist Insulet ausdrücklich darauf hin, dass das Austreten von Insulin in manchen Fällen schwer zu erkennen ist und unbemerkt bleiben kann.
Beim Omnipod 5 im automatisierten Modus kann der Warnhinweis „Automatisierte Abgabebeschränkung” ausgelöst werden. Das Problem kann jedoch auch ohne jede Warnanzeige auftreten. Systeme zur kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) sind von dem Defekt nicht betroffen, die Messwerte bleiben korrekt.
Welche Risiken bestehen?
Eine anhaltende Insulinunterdosierung führt zu erhöhten Blutzuckerwerten. Im schlimmsten Fall kann dies eine diabetische Ketoazidose (DKA) auslösen. Dies ist ein schwerer Stoffwechselnotfall, der intensivmedizinische Behandlung erfordert und lebensbedrohlich verlaufen kann.
Insulet gibt an, dass weltweit 24 schwerwiegende unerwünschte Ereignisse im Zusammenhang mit erhöhten Glukosewerten gemeldet wurden, darunter Krankenhausaufenthalte und DKA-Fälle. Todesfälle wurden nicht gemeldet. Alle zuständigen Aufsichtsbehörden wurden über den Sicherheitshinweis informiert.
Welche Chargen sind betroffen?
Nutzerinnen und Nutzer sollten die Chargen-Nummer auf der Einzelverpackung, der 10er-Packung oder direkt auf dem Pod prüfen. Eine vollständige Liste der betroffenen Chargennummern ist zudem auf der Seite von Insulet abrufbar.
Die Nummern der betroffenen Chargen lauten:
- Omnipod (Eros): L71480, L72509, L72510, L72511, L72513, L72514 und L72515
- Omnipod DASH: PD1U04292521, PD1U09032421, PD1U11132421, PD1U11142421, PD1U11152411, PD1U11152421, PD1U11162421 und PD1U11182421
- Omnipod 5: PH1U01022521, PH1U01072521, PH1U01242521, PH1U01272513, PH1U03082521, PH1U04172521, PH1U10212421, PH1U12192411, PH1U12192421 und PH1U12202421
Wo finde ich die Chargen-Nummern?
Die Chargen-Nummer (rot eingekreist) befindet sich auf der einzelnen Pod‑Verpackung sowie auf der 10er-Pod-Packung:
Bei der 10er-Pod-Packung ist die Position der Pod-Chargennummer auf der Seite zu finden (Hinweis: Alle Pods in derselben Packung haben dieselbe Pod-Chargennummer). | Fotos: Insulet
Was sollten Betroffene jetzt tun?
Insulet empfiehlt folgende Schritte:
- Chargen-Nummer prüfen – auf der Verpackung oder dem Pod selbst.
- Betroffene Pods nicht verwenden – auch dann nicht, wenn nur einzelne Pods einer Packung noch unbenutzt sind. Alle Pods einer Packung tragen dieselbe Chargen-Nummer.
- Laufenden Pod sofort wechseln, wenn er aus einer betroffenen Charge stammt – dabei sicherstellen, dass der Ersatz-Pod aus einer nicht betroffenen Charge stammt.
- Kundenservice kontaktieren – unter der kostenlosen Rufnummer 0800 182 1629 (24/7 erreichbar). Dort erhalten Betroffene ein Rückgabe-Set für nicht verwendete Pods.
Wer vorübergehend keine unbeschädigten Ersatz-Pods zur Verfügung hat, sollte das medizinische Betreuungsteam kontaktieren, um alternative Möglichkeiten der Insulinverabreichung zu besprechen.
Reaktion des Herstellers
Insulet gibt an, das Herstellungsproblem identifiziert und behoben zu haben. Zusätzlich seien die Qualitätskontrollen im Produktionsprozess verstärkt worden, um Kanülenrisse dieser Art künftig frühzeitig zu erkennen. Das Unternehmen versichert, ausreichend Ersatzprodukte vorrätig zu haben, sodass keine Lieferengpässe zu erwarten seien.
Weitere Informationen sind unter www.omnipod.com/de-de/fsn-5-26 abrufbar.
von Gregor Hess
Gregor Hess ist Medizin-Redakteur und Chef vom Dienst der Website des Diabetes-Ankers. Er ist darüber hinaus verantwortlicher Redakteur für das Portal diabetologie-online.de und arbeite zudem mit an der diabetes zeitung, dem Diabetes-Anker-Magazin sowie weiteren digitalen MedTriX-Projekten.
mit Materialien von Insulet
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stephanie-haack postete ein Update vor 22 Stunden, 37 Minuten
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 22 Stunden, 25 Minuten
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?




