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Ach du lieber Klaus …
2 Minuten
Auf der Weihnachtsfeier bietet der eigentlich eher distanzierte Chef auf einmal allen Mitarbeitern das Du an und sorgt damit am nächsten Tag für Verunsicherung unter der Belegschaft – Dr. Hans Langer beschreibt eine Situation aus seiner Klinik, die wohl viele Angestellte nachempfinden können.
Seit der Weihnachtsfeier in unserer Klinik darf ich zu meinem Chef “Klaus” sagen – das kam so: Wir saßen in gemütlicher Runde und hatten nach dem Glühwein zum Einstieg auch ein paar Gläser des guten Rotweins zum Essen getrunken.
Da erzählte mein Chef, der große Professor, dass der Vorstandsvorsitzende eines großen Konzerns einen besonderen Entschluss gefasst hatte. Dieser Konzernlenker fand es nämlich blöd, dass er manche Mitarbeiter auf dem Golfplatz duzt und am Arbeitsplatz wieder siezt. Und weil er all dies sooo befremdlich fand, bot er allen Mitarbeitern per Mail das “Du” an; wir alle lachten über die Geschichte und waren uns einig, dass man im modernen Management eines Konzerns manchmal auch unkonventionelle Wege gehen muss.
Und dann geschah das Unfassbare:
Am Folgetag wird nach Hilfe im Knigge gesucht…
Unser Chef, der immer so viel Wert darauf gelegt hatte, dass man ihn mit Herr Professor anredete (was ihm natürlich zustand und der sich immer maßlos darüber ärgerte, wenn Patienten ihn ohne Titel ansprachen), genau dieser Mann sagte plötzlich: “Ach meine Lieben, sagt doch ab sofort einfach Klaus zu mir.” Das mit dem Klaus und “du” ging an diesem Rotwein-Abend auch richtig gut. Am nächsten Tag in der Klinik sah alles ganz anders aus: Jeder vermied eine persönliche Anrede gegenüber dem Chef.
Eine jüngere Kollegin ging so weit, dass sie ein Knigge-Buch in der Buchhandlung erstand und nachschaute, wie denn nach Duz-Angeboten auf Weihnachtsfeiern am nächsten Tag zu verfahren sei. Und da stand wortwörtlich, dass man doch erst einmal abwarten soll, ob sich der Chef noch an das Duz-Angebot erinnern kann … – nun, so betrunken war er tags zuvor auch wieder nicht. Es kam, wie es kommen musste: Es blieb beim “Klaus” und beim “Du”.
In Gegenwart von Patienten bleibt Klaus der Herr Professor
Das war im Dezember. Kürzlich zogen wir unter uns Kollegen beim Morgenkaffee im Stationszimmer Bilanz: War es nun gut oder nicht so gut, dass wir unseren Chef duzen? Die meisten meinten, dass man nun mehr Nähe zu ihm habe und sich öfter auch mit simplen Fragen an ihn wendet, weil einfach die Barriere geringer ist. Und niemand habe den Eindruck, dass der Respekt vor dem Chef geringer sei oder dass seine Autorität gelitten habe.
Über eine Sache waren sich alle einig: “In Gegenwart von Patienten bleibt unser Klaus der Herr Professor.” Das hatte er sich gleich zu Anfang auch so gewünscht. Er erklärte das damit, dass es einfach nicht schön sei, wenn alle “Du” sagen und nur der Patient beim “Sie” bleiben müsse. Ich muss ganz ehrlich sagen: Da hat er recht, der Klaus.
von Dr. Hans Langer

Kirchheim-Verlag, Kaiserstraße 41, 55116 Mainz,
Tel.: (06131) 9 60 70 0, Fax: (06131) 9 60 70 90,
E-mail: redaktion@diabetes-journal.de
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2017; 66 (2) Seite 82
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stephanie-haack postete ein Update vor 6 Tagen, 3 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 6 Tagen, 5 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 6 Tagen, 3 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
