Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #12 | Goodbye 2022, hello 2023!

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Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #12 | Goodbye 2022, hello 2023!

Jahresrückblick mit Diabetes: Caro schließt 2022 mit einem HbA1c-Wert von 6,4 Prozent ab und blickt zufrieden zurück. Was sie sich für 2023 vornimmt und warum realistische Ziele beim Diabetes-Management entscheidend sind, erzählt sie hier.

Die Festtage sind überstanden und der Hosenknopf lässt sich noch easy verschließen. Puh, noch mal Glück gehabt…! Jetzt wo die Feiertage vorbei sind, kehrt endlich etwas mehr Ruhe ein. Genau die Art von Ruhe, die ich brauche, um das Jahr Revue passieren zu lassen und meine Ziele für 2023 zu definieren.

Foto: privat

Ja, ich weiß, viele machen Neujahrsvorsätze, um diese binnen weniger Tage wieder zu verwerfen. Ich glaube mal gelesen zu haben, dass es wissenschaftlich bewiesen ist, dass Neujahrsvorsätze nur 3 Wochen durchgezogen werden, ehe man wieder in „alte Muster“ verfällt. Ist das auch bei Dir so? Ich jedenfalls finde Neujahrsvorsätze toll und definiere sie jedes Jahr wieder aufs Neue! Das Geheimnis der Zieldefinierung liegt darin, sie realistisch zu gestalten. Sprich, wenn Du aktuell Probleme hast, bspw. 1-mal die Woche einer sportlichen Aktivität nachzugehen, dann solltest Du Dir fürs kommende Jahr nicht vornehmen, 4- bis 5-mal die Woche das Innere eines Sportstudios sehen zu wollen. Stattdessen nehme Dir vor, 1- bis 2-mal die Woche einer sportlichen Aktivität nachzugehen. Denn das ist etwas, was Du in der Vergangenheit vielleicht hin und wieder geschafft hast und somit nicht weit hergeholt ist. Ein realistisches Ziel eben!

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Ich glaube, seit ich gefühlt 12 Jahre alt war, gehört „keinen Zucker mehr essen“ zu meinen jährlichen Vorsätzen. But the joke is on me! Ich bin schon manchmal eine kleine Naschkatze und ja, ich weiß, ich sollte aufgrund meines Typ-2-Diabetes weitgehendst auf Süßigkeiten verzichten. Doch sich mal was zu gönnen, sollte okay sein. Nur halt nicht regelmäßig! Daher habe ich in den vergangenen Jahren meinen Neujahrsvorsatz wie folgt umformuliert: Im nächsten Jahr möchte ich weniger Zucker essen. Und weißt Du was? Ich kann mit gutem Gewissen behaupten, dass mir das für 2022 gelungen ist!

Generell hat sich mein Essverhalten in den letzten 12 Monaten sehr verändert. Ich esse mittlerweile nur noch 2 bis 3 Mahlzeiten pro Tag und schaffe es, längere Pausen dazwischen einzuhalten (Intervall-Fasten). Dieser positive Wandel hat dazu geführt, dass mein Blutzucker weniger starke Schwankungen hat und stabil geworden ist. Das Jahr 2021 habe ich mit einem HbA1c-Wert von 7,5% abgeschlossen. Diese Prozentzahl war das Ergebnis eines harten Herbsts sowie Winters, wo ich in einer Art „Motivations-Loch” steckte. Doch dank meiner Diabetologin habe ich die Kurve wieder gekriegt und schließe dieses Jahr mit einem HbA1c-Wert von 6,4% ab. Somit ist ein weiterer Punkt auf meiner Neujahrsvorsatz-Liste von 2022 mit Bravour erledigt. Darauf bin ich schon ziemlich stolz!

➤ Erfahre in diesem Video mehr über Caro und ihr Leben mit Typ-2-Diabetes

Foto: Sylwia Forysińska – unsplash.com

Fürs kommende Jahr nehme ich mir vor, weiterhin am Ball zu bleiben, was eine gesunde und ausgewogene Ernährung betrifft. Und das mit noch weniger Zucker! 😉

Auch möchte ich weiterhin mir zum Ziel setzen, mehrfach die Woche Sport zu machen und mich täglich zu bewegen. Und auch das Snacken am Abend oder auf der Arbeit müsste ich mal wieder mehr einstellen… Und was meinen HbA1c-Wert anbelangt, wäre es cool, vielleicht unter 6% zu kommen!

Auch möchte ich im kommenden Jahr weiterhin meine Stimme nutzen, um auf das Thema „(Typ-2-)Diabetes“ aufmerksam zu machen sowie von meinen Erfahrungen zu berichten. An dieser Stelle bedanke ich mich ganz herzlich beim Team vom Diabetes-Anker, das mir die Plattform dafür gibt. Und natürlich auch einen riesen Dank an Dich, liebe:r Leser:in, dass Du mich auf meiner Reise begleitest!

HAPPY NEW YEAR!

Caros Kolumne

Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt

Caros Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“

Hallo, mein Name ist Caro! Ich wurde als 27-Jährige mit einem Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Erfahrt in meiner Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“ alles über meine außergewöhnliche Reise als junge Frau mit Diabetes. Viel Spaß beim Lesen!

➤ alle Kolumnen-Beiträge von Caro


von Caro

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    Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.

    • Hallo mr,

      Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.

      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?