- Allgemein
Den Viren frühzeitig vorbeugen
2 Minuten
Koliumnistin Jana Einser findet, dass wir einen gesunden und nachhaltigen Lebensstil bereits früh fördern und Kindern bereits in der Grundschule erklären sollten, woraus unsere Nahrung besteht, was welche Nahrung Gutes oder nicht so Gutes tun kann; auch den Sinn und Nutzen von Bewegung sowie umweltrelevante Themen.
Die COVID-19-Pandemie wird uns so schnell nicht loslassen. Spannend dabei ist, dass das Ganze ja nicht nur ein kleines Virus ist, das uns beschäftigt. Nein, es zeigt uns vieles, was bei uns im Argen liegt – wobei wir bei alledem nicht vergessen dürfen, dass es uns hier in Deutschland im Vergleich zu vielen anderen Ländern noch sehr gut geht. Dennoch kann man über Verbesserungen nachdenken, finde ich.
Ein kleiner Gedankensprung: Wissen Sie noch, wie man eine mathematische Gleichung mit drei Unbekannten löst? Oder wie aus verschiedenen chemischen Elementen ein bestimmtes Molekül wird? Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Es ist schön, dass viele von uns das einmal lernen durften. Aber einen Teil dessen, was wir in der Schule lernen, brauchen die meisten später nicht mehr. Eine solide Grundbildung ist wichtig, unbenommen! Aber gehören dazu nicht noch andere Dinge? Dinge, die relevant sind für unser Leben und Überleben – nicht nur kurzfristig, sondern auch in ferner Zukunft?
Gesunden und nachhaltigen Lebensstil früh fördern!
Sie ahnen es: Ich meine einen gesunden Lebensstil, Umweltbewusstsein. Denn die bestehenden Umweltprobleme – z. B. dass wir den Tieren ihren Lebensraum immer mehr wegnehmen und sie so immer enger mit uns zusammenleben – und viele Erkrankungen durch einen weitverbreiteten ungesunden Lebensstil haben uns zum einen das Virus gebracht und machen zum anderen eine Infektion damit gefährlich.
Deshalb müssten wir in der Grundschule, in der Kinder noch sehr aufnahme- und entwicklungsfähig sind, bereits erklären, woraus unsere Nahrung besteht, was welche Nahrung Gutes oder nicht so Gutes tun kann. Auch Sinn und Nutzen von Bewegung gehören in diesen Unterricht, neben umweltrelevanten Themen.
Und auch, wenn ich nicht immer gut finde, dass alles benotet wird: Dieser Unterricht müsste benotet werden, damit sich die Kinder wirklich mit den Themen beschäftigen müssen und sie nicht mit einem Schulterzucken abtun können. In der weiterführenden Schule könnte dann das Fach Krankheitslehre hinzukommen, in dem wichtige Krankheiten wie Typ-2- und Typ-1-Diabetes und ihre Ursachen (soweit bekannt) erklärt würden. Das würde möglicherweise nicht nur zu einer Reduktion von Krankheiten führen, sondern im Krankheitsfall auch das Verständnis füreinander fördern.
von Jana Einser

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (10) Seite 86
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Begleit-Erkrankungen
- Aktuelles
3 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
-
stephanie-haack postete ein Update vor 2 Tagen, 4 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
-
tako111 postete ein Update vor 2 Tagen, 6 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
-
katrin-kraatz antwortete vor 2 Tagen, 4 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
-
-
moira postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
