Gleiche Chancen? Sicher nicht!

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Gleiche Chancen? Sicher nicht!

Die durch die Corona-Pandemie ausgelöste gesellschaftliche Krise zeigt deutlich wie nie auf, dass der Föderalismus viele unterschiedliche Regelungen und Verordnungen mit sich bringt. Bei der medizinischen Versorgung zeigt sich das schon länger. Unsere Kolumnistin Jana Einser findet, dass dies zu Ungleichheit führt.

Neulich unterhielt ich mich mit meinen Nachbarn über die Wiederöffnung der Schulen in der Pandemie-Situation. Sie haben eine achtjährige Tochter und fürchten, dass durch ein zu frühes Öffnen in unserem Bundesland die Infektionszahlen wieder ansteigen. Auf der anderen Seite könnten Kinder, die sich schwerer tun mit dem Lernen als mein echt kluges Nachbarskind, endlich wieder die Unterstützung beim Lernen bekommen, die sie benötigen.

Jedes Bundesland entscheidet hier individuell. Genauso individuell wie mit den Schulöffnungen läuft es mit dem Impftempo: In machen Bundesländern ist die Höchstrisikogruppe durchgeimpft, in manchen warten die Menschen noch auf ihre erste Impfung. Chancengleichheit sieht anders aus …

Ein Blick ins Grundgesetz…

Angesichts dieser Situation habe ich mir mal wieder das Grundgesetz angesehen, ob ich mich falsch erinnere. Nein, meine Erinnerung stimmt: In Artikel 3, Absatz 1 heißt es: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“ Und weiter in Artikel 3, Absatz 3: „Niemand darf wegen (…) seiner Heimat und Herkunft (…) benachteiligt werden.“ Da stellt sich doch die Frage: Ist der Föderalismus verfassungskonform? Verträgt er sich mit den Grundrechten?

Diese Fragen stellen sich vor allem, weil bereits vorher in Artikel 1, Absatz 3 des Grundgesetzes steht: „Die nachfolgenden Grundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Recht.“ An manchen Stellen mag der Föderalismus ja sinnvoll sein, aber seine Sinnhaftigkeit hat meiner Meinung nach Grenzen.

Zergliederung führt zu Ungleichbehandlung

Diese Ungleichbehandlung zeigt sich nicht nur in der akuten Pandemie-Situation. In der Diabetologie erleben wir schon lange, dass die Zergliederung in Bundesländer und noch weitergehend auch die Zergliederung des Krankenversicherungswesens zu einer ziemlichen Ungleichbehandlung führen.

Bei den einen wird zum Beispiel ein Antrag auf Kostenübernahme für eine Insulinpumpe oder ein System zum kontinuierlichen Glukosemonitoring (CGM) einfach durchgewunken – andere müssen sich auf den langen Weg durch die juristischen Instanzen begeben, um die Versorgung zu bekommen, die sie benötigen. Vielleicht öffnet das kleine Virus dem einen oder anderen die Augen – und Artikel 3, Absatz 1 des Grundgesetzes wird endlich wahr!



von Jana Einser

Das Team für den guten Schluss: Dr. Hans Langer arbeitet als Arzt in einer Diabetesklinik, Jana Einser hat schon seit Kindertagen Typ-1-Diabetes und Alex Adabei hat viele Bekannte und Verwandte mit Typ-2-Diabetes. Sie schreiben abwechselnd für diese Kolumne.


Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (4) Seite 82

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  • olivers postete ein Update vor 5 Tagen, 1 Stunde

    Hallo Zusammen!
    Ich bin ein T3er und freue mich Gleichbetroffene zwecks Erfahrungsaustausch zu finden. Bin im Frankfurter Raum, aber auch im Heidelberger Raum unterwegs.
    Liebe Grüße
    Oliver

  • zojou96 postete ein Update vor 6 Tagen, 2 Stunden

    Hallo, ich bin DT1 und trage seit etwa 1 Jahr eine Omnipod-Pumpe. Letztere löst seit mehrere Monaten eine Hautallergie an der Platzierungsstelle aus. Ich habe es bereits mit dem Cavillon-Spray und Pflastern (derzeit Omnifix von Hartmann und Unterpatch von My Sweet Stitch) für empfindliche Haut unter dem Pod probiert. Es hilft aber leider nicht oder nur bedingt, da auch mit Spray die Allergie ausgelöst wird und die Schutzpflaster nicht lange haften. Hat jemand vielleicht eine ähnliche Erfahrung gemacht und eine gute Lösung gefunden? Ich würde gerne weiterhin eine Pumpe tragen, wäre aber auch bereit das Modell zu wechseln, wenn es das Problem mit der Allergie löst. Ich bin um jeden Rat dankbar. Vielen Dank im Voraus 🙂

  • Hallo,

    hat irgendwer der den Libre3 benutzt auch so massive Probleme ?
    Mein Kind hat ständig Ärger mit seinen Sensoren,selten wo mal einer durchhält. Entweder dauernd Sensorfehler oder ein neuer Sensor sitzt und nach kurzer Zeit kommt bitte neuen Sensor starten.
    Das kann ja nicht sein,ich hab selten mal einen Sensorfehler.
    Als ich das letzte mal bei denen angerufen hatte ,meinte dieser “sehr freundliche” Mitarbeiter nur es kann nicht sein das die so viele Fehler haben,es gab keinen Ersatz.
    Müßen wir jetzt ernsthaft selber Sensoren bezahlen?
    Weil bis der Nachschub kommt dauert es noch 🙁

    LG Sandra

    • olivers antwortete vor 5 Tagen

      Nun, ich weiß nicht, was ihr alles probiert habt. Aber Handyneustart, Bluetooth neu aktivieren, Akku muss genug Kapazität haben. Vielleicht ist der Sensor auch locker, Schweiss hat auch immer bei mir Schwierigkeiten gemacht (wird beim Kind nicht sein).
      Gruß Oliver

    • @olivers: Haben wir alles gemacht und hat dennoch nicht geholfen 🙁
      Wir haben auch spezielle Pflaster zum drauf kleben,aber die machen keine Probleme.
      Nun sollten bis mitte nächster Woche die neuen Sensoren kommen und ich hoffe es klappt dann mal ohne Probleme

      Gruß Sandra