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Gute Vorsätze für 2022
2 Minuten

Ein neues Jahr beginnt – und viele fassen wahrscheinlich wie an jedem Jahreswechsel neue Vorsätze. Sich gesünder zu ernähren, sich mehr zu bewegen, nicht mehr zu rauchen und den Berufsalltag ruhiger anzugehen, sind dabei vermutlich die Klassiker.
Ein eigenartiger Brauch, diese Vorsätze am Jahresanfang, oder? Denn was bringt es einem, sich alles auf einmal vorzunehmen – und es dann doch nicht umsetzen zu können, weil es zu viel auf einmal ist?
Ich finde es schöner, immer wieder während des Jahres etwas neu zu beginnen. So verteilen sich die Starts von etwas Neuem und ich kann jeden einzelnen Start richtig genießen und konsequent angehen. Im vergangenen Jahr war es zum Beispiel eine neue berufliche Herausforderung mitten im Jahr. Neu entdeckt habe ich auch tolle neue Wege im nahegelegenen Wald, weil ich im Herbst Lust hatte, diesen mal in anderen Regionen zu durchstreifen als normalerweise – was dann bei mir zur Routine wurde.
Genauso ergeben sich auch in der Therapie meines Typ-1-Diabetes immer wieder Neuanfänge. Solche Neuanfänge in der Diabetologie sind gerade in der heutigen Zeit wirklich spannend, wenn ich überlege, was im vergangenen Jahr alles neu auf den Markt gekommen ist, um das Leben mit der chronischen Erkrankung noch leichter zu machen. Für dieses Jahr sind schon wieder neue Sensoren angekündigt, die – so meine Hoffnung und Erwartung – noch besser zu handhaben und in den Diabetesalltag zu integrieren sind. Vielleicht wird es mir auch möglich sein, eine noch fortschrittlichere Therapie einzusetzen.
Diese neuen Dinge ergeben sich definitiv nicht am Beginn des Jahres, sondern werden erst im Lauf des Jahres aktuell. Das macht sie aber nicht weniger reizvoll – denn ich kann mich bereits jetzt auf sie freuen. Vorsätze sind es eigentlich nicht, die ich damit fasse, weil es nicht nur von mir abhängt, ob ich das, was ich möchte, auch bekomme. Aber was ich mir vornehmen kann, ist, mich im Lauf des gerade beginnenden Jahres darum zu kümmern. Das ist dann doch ein Vorsatz …
So freue ich mich auf ein neues Jahr 2022 mit einigen kleineren und größeren Neuanfängen – wie ich es auch Ihnen, liebe Leser und Leserinnen, wünsche!
von Jana Einser

Das Team für den guten Schluss: Dr. Hans Langer arbeitet als Arzt in einer Diabetesklinik, Jana Einser hat schon seit Kindertagen Typ-1-Diabetes und Alex Adabei hat viele Bekannte und Verwandte mit Typ-2-Diabetes. Sie schreiben abwechselnd für diese Kolumne.
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2022; 71 (1) Seite 82
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lena-schmidt postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag
Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/
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thomas55 postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?





Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße