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Müde…
2 Minuten
Als wäre die ganz normale Frühjahrsmüdigkeit nicht schon kräftezehrend genug, gesellt sich in diesem Jahr bei Dr. Hans Langer auch noch eine Corona-Müdigkeit hinzu. Über ein Jahr Pandemie, Maßnahmen zur Eindämmung, daraus resultierender Extra-Aufwand und Stress in der Klinik haben auch bei ihm Spuren hinterlassen.
Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Frühjahrsmüdigkeit in diesem Jahr eine neue Dimension hat. Denn ich bin nicht nur müde, weil sich die Jahreszeiten ändern und sich der Körper auf warme Temperaturen und Sommer umstellt: Diesmal scheint es weitere Gründe zu geben, richtig müde zu sein. Ganz sicher bin ich dieses Jahr auch Corona-müde. Jede Nachrichtensendung fängt schon im zweiten Jahr mit Corona an, es folgen die neuen Infektionszahlen. Oder die Impfraten. Oder es gibt Informationen darüber, was jetzt im Rahmen des Lockdowns wieder einmal geändert wurde.
Zermürbender Corona-Alltag
Jeden Morgen schalte ich in unserer Diabetesklinik meinen Computer ein zum Checken der E-Mails. Dabei vergeht kein Tag, an dem nicht mindestens eine Mail von der Krankenhausgesellschaft dabei ist, in der die neuesten Verordnungen und die damit verbundenen Konsequenzen für die Kliniken in aller Ausführlichkeit beschrieben werden. Irgendwie zermürbt mich das. Ich habe wie viele andere Menschen einfach keine Lust mehr darauf.
Am schlimmsten finde ich die ständige Maskentragerei. Natürlich sind die FFP2-Masken der beste Schutz vor einer Infektion. Aber es nervt einfach, ständig meine Gegenüber darauf hinweisen zu müssen, dass die Maske über die Nase gehört und nicht am Kinn hängen sollte. Wenn die Maske dann korrekt getragen wird, kann ich die Hälfte des Gesichts nicht mehr sehen.
Manche Menschen können mit den Augen Emotionen ausdrücken – viele können das aber nicht, und mir fehlt dann die Rückmeldung durch die Mimik. Manche Kollegen in der Klinik habe ich schon seit Monaten nicht ohne Maske gesehen: Folgt womöglich irgendwann nach der Maskenpflicht die große Überraschung? Ich warte schon darauf, dass dann irgendjemand zu mir sagen wird: „Mein Gott, Dr. Langer, sind Sie aber alt geworden.“
Durchhalten auf der Zielgeraden!
Meiner Frau Gaby geht es in der Bank, in der sie arbeitet, auch nicht anders. Wenn früher jemand mit Maske in die Bank kam, dann waren das in der Regel Bankräuber. Heute würde ein Bankräuber zunächst gar nicht auffallen. „Bei uns sind alle irgendwie genervt“, klagte Gaby gestern Abend. „Sie sind sozusagen Masken-müde.“ „Na siehst du“, sagte ich, „da bin ich aber froh, dass ich nicht der Einzige bin, der müde ist. Hoffen wir mal, dass die Sommerwinde die Viren wegwehen und die Impfungen ihr Übriges tun.“
Und wenn tatsächlich die zahllosen Lockdowns Geschichte sein werden, dann ist sicher auch die Müdigkeit gemeinsam mit den Coronaviren verflogen. Und so lange halten wir einfach durch, ob müde oder nicht!
von Dr. Hans Langer

Das Team für den guten Schluss: Dr. Hans Langer arbeitet als Arzt in einer Diabetesklinik, Jana Einser hat schon seit Kindertagen Typ-1-Diabetes und Alex Adabei hat viele Bekannte und Verwandte mit Typ-2-Diabetes. Sie schreiben abwechselnd für diese Kolumne.
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (6) Seite 84
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stephanie-haack postete ein Update vor 3 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 3 Tagen, 2 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 3 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
