- Aus der Community
Als Community-Redakteurin auf dem DDG-Kongress: Mittendrin statt nur dabei – denn unsere Perspektive zählt!
2 Minuten
Fachkongresse wie der „Diabetes Kongress“ der DDG richten sich an Behandelnde und Forschende. Nina war ebenfalls auf der Tagung in Berlin und zwar nicht nur als Zuhörerin und Community-Redakteurin – als Betroffene brachte sie genau die Perspektive ein, die manchmal etwas zu kurz kommt: die des gelebten Alltags mit Diabetes. Hier berichtet sie von ihren Eindrücken,
Als Community-Redakteurin auf dem diesjährigen Kongress der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in Berlin durfte ich in diesem Jahr nicht nur zuhören, sondern auch eine Perspektive einbringen, die auf solchen Veranstaltungen enorm wichtig ist: die der Menschen, die selbst mit Diabetes leben.
Erfahrungen, Bedürfnisse und Herausforderungen der Community
Fachkongresse wie der „Diabetes Kongress“ richten sich in erster Linie an medizinisches Fachpersonal, Forschende und die Industrie. Hier werden Studien vorgestellt, neue Technologien diskutiert und Versorgungskonzepte weiterentwickelt. Doch genau deshalb ist es entscheidend, dass auch Betroffene Teil dieser Räume sind. Denn sie sind es, die mit den Konsequenzen dieser Entwicklungen jeden Tag leben müssen.
Die Perspektiven innerhalb der Diabetes-Community sind dabei vielfältig: Menschen mit Typ 1-, Typ 2- oder anderen Diabetesformen, Eltern von betroffenen Kindern oder Schwangere mit Gestationsdiabetes bringen unterschiedliche Erfahrungen, Bedürfnisse und Herausforderungen mit. Diese Vielfalt kann keine Studie vollständig abbilden, aber sie kann gehört werden, wenn Betroffene aktiv einbezogen werden.
Austausch schafft Verständnis und sensibilisiert für die Betroffenen-Perspektive
Während des Kongresses wurde für mich besonders deutlich, wie wertvoll dieser Austausch ist. Gespräche zwischen Fachpersonal und Betroffenen schaffen nicht nur mehr Verständnis, sondern auch eine größere Sensibilität für die tatsächlichen Lebensrealitäten. Entscheidungen im Gesundheitswesen sollten nicht nur über Menschen hinweg getroffen werden, sondern gemeinsam mit ihnen.
Eine weitere wichtige Rolle spielen dabei sowohl Menschen, die ihre Erfahrungen online teilen und eine Community aufgebaut haben, als auch die klassische Selbsthilfe, die auf dem Kongress sichtbar und präsent ist. Während Diabetes Content Creator (oder wie ich uns gerne nenne: Insulencer) Einblicke aus Fachveranstaltungen zugänglich machen und in eine alltagsnahe Sprache übersetzen, schaffen Selbsthilfeorganisationen wichtige Anlaufstellen für Austausch, Unterstützung und Orientierung. Beide tragen dazu bei, Wissen weiterzugeben und Menschen zu erreichen, die selbst keinen Zugang zu solchen Kongressen haben.
Mehr über den diesjährigen „Diabetes Kongress“
Neben Nina war auch ein großes Team für den Diabetes-Anker Mitte Mai in Berlin auf der Veranstaltung. Einen ausführlichen Bericht dazu gibt es hier zu lesen:
➤ Austausch, Fortbildung und Innovationen:So verlief der 60. „Diabetes Kongress“ in Berlin
Der DDG-Kongress hat mir einmal mehr gezeigt: Fortschritt in der Diabetologie entsteht nicht nur im Labor oder in der Praxis, sondern auch im Dialog mit den Menschen, um die es letztlich geht.
von Nina Joachim
Nina ist Community-Autorin im Diabetes Anker. Sie liebt Konzerte, Festivals, Reisen, aber auch einfach mal alleine auf der Couch zu chillen. Ihre Lieblings-Künstlerinnen sind Ariana Grande, Miley Cyrus, Taylor Swift, Billie Eilish und Olivia Rodrigo. Ihre Lieblingsbands sind Papa Roach und Three days Grace. Nina hat 2018 eine Ausbildung zur Industriemechanikerin abgeschlossen und im März 2024 ihr Studium zur Architektin. Seit 2020 teilt sie ihre Erfahrungen und ihren Alltag mit Diabetes auf Instagram. Ein ästhetischer und kreativer Feed ist ihr dabei wichtig. 2021 hat sie außerdem mit TikTok angefangen. Nina ist in der Community nichtmehr weg zu denken und seit November 2023 auch Vorstandsmitglied der DDF.
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 1 Woche, 2 Tagen
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!-
calvin240 antwortete vor 1 Woche, 2 Tagen
Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
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uho1 antwortete vor 1 Woche, 2 Tagen
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
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calvin240 antwortete vor 1 Woche, 1 Tag
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße
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stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 1 Monat
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 1 Monat
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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