Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #39 | 2024 steht für Achtsamkeit

4 Minuten

#39 - 2024 steht für Achtsamkeit – Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt
Foto: artbesouro – stock.adobe.com
Community-Beitrag
Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt: #39 | 2024 steht für Achtsamkeit

Silvester in London, 25.000 Schritte täglich, Stretching vor dem Schlafen: Caro startet mit Achtsamkeit ins neue Jahr – und nimmt Diabetes-Vorsorge, Stressmanagement und Selbstfürsorge 2024 fest in den Blick.

Liebe alle, ist es bereits zu spät, Euch ein frohes neues Jahr zu wünschen? Ich hoffe, Ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet. Von meiner Seite aus kann ich auf jeden Fall behaupten, dass ich wortwörtlich reingerutscht bin!

Foto: privat

Mein Jahr startete Schritte-technisch richtig gut, denn ich verbrachte Silvester in London. Und wie bei jedem Städtetrip, lege ich im Schnitt bis zu 25.000 Schritte pro Tag zurück. Krass, oder? Meine Bewegung sowie mein Diabetes Management sind in dieser Zeit wirklich on point. Klar, dass man sich dann im Urlaub auch mal etwas Leckeres zu Essen gönnt, oder?

Bereits in meinem letzten Beitrag habe ich davon erzählt, dass ich mir für 2024 vorgenommen habe, ohne Druck und Erwartungshaltung das Jahr zu bestreiten. Sprich, ohne Vorsätze! Doch ganz oben – quasi als mein Jahres-Mantra – gilt, dass ich weiterhin daran arbeiten möchte, eine gesunde Beziehung zu mir und meinem Körper zu führen. Für den ein oder anderen mag mein Mantra vielleicht wie etwas Selbstverständliches klingen. Doch sich ganz bewusst Zeit für sich selbst und seinen Körper zu nehmen, ist nicht für jeden selbstverständlich.

Caros Kolumne

Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt

Caros Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“

Hallo, mein Name ist Caro! Ich wurde als 27-Jährige mit einem Typ-2-Diabetes diagnostiziert. Erfahrt in meiner Kolumne „Hin und zurück – bis ans Ende der Dia-Welt“ alles über meine außergewöhnliche Reise als junge Frau mit Diabetes. Viel Spaß beim Lesen!

alle Kolumnen-Beiträge von Caro

Die letzten Wochen und Monate waren bei mir ziemlich wild und vor allem sehr stressig. Gerade in stressigen Phasen neige ich dazu, weniger bei mir selbst zu sein und einfach nur in den Überlebensmodus zu schalten und dann irgendwie zu funktionieren. Auch wenn dieses Verhalten für mich nicht immer direkt ersichtlich ist, so erinnert mich spätestens mein Diabetes daran. Nämlich dann, wenn ich mit über 150mg/dl (8,3 mmol/l) morgens aufstehe und auch über Nacht konstant höher bin als üblich.

Foto: privat

Ich kann mich wirklich nur wiederholen: Ein gutes Stress-Management ist für den Körper, Geist und Diabetes so wichtig. Das mit wirksamste Tool ist wirklich der Spaziergang in der Natur. Oder halt Yoga bzw. Meditation. Im letzten Jahr habe ich (anfangs gezwungenermaßen) das regelmäßige abendliche Stretching für mich entdeckt. Eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen rolle ich meine Yogamatte aus, mache meditative bzw. entspannende Musik an und stretche mich. Und zwar von oben bis unten. Mittlerweile weiß man Körper schon beim Klang der Musik, was kommt, weshalb das Gähnen und somit die Entspannung schon von ganz alleine einsetzen. Seitdem ich mein abendliches Ritual durchziehe, fühle ich mich nicht nur vitaler, sondern schlafe auch viel besser und tiefer. Ein weiterer Baustein, welcher innerhalb des Diabetes-Managements so wichtig ist.

Jetzt, wo die Pandemie vorbei ist, finde ich, merkt man, wie das Leben wieder so richtig Fahrt aufgenommen hat. Der Terminplaner platzt für die kommenden 4 Wochen aus allen Nähten und das „Gras“ mit all seinen luxuriösen Anschaffungen, Urlauben, perfekten Beziehungen oder stetig tollen Blutzuckerwerten wirkt bei anderen immer grüner als bei einem selbst. Da ist es einfach umso wichtiger, dass man bei sich bleibt und schaut, dass es einem gut geht.

➤ zu Caros Instagram-Profil

Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, dass ich alle Vorsorge-Untersuchungen in Q1 mache. Normalerweise verteile ich nämlich alle Termine aufs Jahr, sodass man nicht gefühlt jede Woche irgendeine Arztodyssee hat. Doch wenn ich eins im letzten Jahr gelernt habe, dann, dass man nie weiß, was kommt. Daher ändere ich für dieses Jahr meine Strategie. Ganz nach dem Motto: Was Du heute kannst besorgen, dass verschiebe nicht auf morgen.

Weißt Du, welche Vorsorgetermine für Dich relevant sind? Und bist Du jedes Jahr hinten dran?

Mögliche Vorsorgetermine bei Menschen mit Diabetes sind u. a. beim

  • Augenarzt
  • Zahnarzt
  • Kardiologen
  • Hautarzt
  • Neurologen
  • Frauenarzt

Die Liste mag vielleicht auf den ersten Blick etwas erschlagend wirken. Doch es ist für Menschen mit Diabetes sehr wichtig, die entsprechenden Vorsorgeuntersuchungen einzuhalten, da im Zusammenhang mit Diabetes immer Folgeerkrankungen entstehen können und man so frühzeitig versucht, entgegenzuwirken.

Welche Folgeerkrankungen das sein können und was genau untersucht wird, dazu werde ich Euch in den kommenden Wochen und Monaten abholen und von meinen Erfahrungen berichten. Denn wie gesagt, in diesem Jahr geht es bei mir darum, sich gut um sich selbst zu kümmern. Und eine gute Vorsorge gehört da einfach dazu!


von Caro

Avatar von sweet-caromell-type2
Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Kolumne „Fernweh“: Schokolade von Oma
In ihrer Kolumne „Fernweh“ erinnert sich Susanne an ihre verstorbene Oma, deren Fürsorge sich auch in Zartbitter-Schokolade zeigte. Eine persönliche Geschichte über Erinnerung, Diabetes, gut gemeinte Ratschläge und die kleinen Gesten, die bleiben.
Kolumne „Fernweh“: Schokolade von Oma | Foto: Daksina Capital – stock.adobe.com

2 Minuten

Community-Beitrag
Informationstag für Menschen mit Adipositas und/oder Diabetes: Gelebtes Empowerment bei der ADIBETIKA 2026
Beim Informationstag ADIBETIKA 2026 tauschten sich Menschen mit Adipositas, Diabetes oder beidem über Therapien, Digitalisierung und den Alltag mit den Erkrankungen aus. Susanne Thiemann vom DDH-M NRW e.V. berichtet über die Veranstaltung und die starke Allianz zweier Patientenverbände. Zusätzliche Impressionen und Stimmen gibt's im Video.
Informationstag für Menschen mit Adipositas und/oder Diabetes: Gelebtes Empowerment bei der ADIBETIKA 2026 | Foto: DDH-M NRW

2 Minuten

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 2 Wochen, 2 Tagen

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • ole-t1 antwortete vor 2 Wochen

      Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

    Wer ist am Start?

    ( 4 von 6 )
    66.67%
    ( 1 von 6 )
    16.67%
    ( 1 von 6 )
    16.67%