- Aus der Community
Insulin wechsel dich! – Teil eins
2 Minuten
Das erste superschnelle Insulin auf dem deutschen Markt konnte Tine nicht anwenden, da es bei ihr nicht richtig wirkte und die Einstichstellen schmerzten. Seit letztem Jahr ist ein neues Präparat auf dem Markt – und nach einigem Zögern will sie es nun ausprobieren.
Ich war immer etwas traurig darüber, dass das erste superschnelle Insulin, welches hier vor fast vier Jahren auf den Markt gekommen ist, für mich nicht funktioniert hat. Dabei war ich so neugierig und hoffnungsvoll. Kleinere Mengen des Insulins, wie ich sie normalerweise im Alltag benötige, wirkten bei mir aber leider genauso wie Wasser, also gar nicht. Entsprechend höhere Dosen waren immer zu viel, egal wie wenig und vorsichtig ich diese erhöhte. Und nach spätestens 30 Minuten fand ich mich bereits in einer Unterzuckerung.
Außerdem brannten die Einstichstellen immer – egal wo. Es wollte eben einfach nicht funktionieren mit uns, das musste ich schnell einsehen. Meine Ärztin berichtete mir damals, dass es vielen Patient:innen mit diesem neuen schnelleren Insulin so ginge und ich nicht traurig darüber sein solle.
Es liegt nicht an mir, aber wir sind einfach keine Maschinen und nicht jede Person verträgt jedes Insulin gleich gut. Also kehrte ich damals zügig wieder zurück zum alten Insulin. Ich komme damit klar und vertrage es. Wir arbeiten zusammen und sind ein Team, aber es ist eben nicht ultraschnell. Umso aufgeregter (und auch ein klein wenig hoffnungsvoll) bin ich aktuell, denn ein neues schnelles Insulin ist seit dem letzten Jahr auf dem Markt. Es liegt endlich hier bei mir zu Hause und ich kann es testen.
Zugegebenermaßen: Jetzt habe ich mich wirklich lange davor gedrückt, es auszuprobieren, weil ich mit dem anderen Insulin damals einfach keine guten Erfahrungen machte und der Frust darüber irgendwie noch tief sitzt. Was, wenn dieses auch nicht funktioniert? Naja, denke ich, dann geht’s halt erstmal wieder zurück zum alten Insulin.
Das neue Insulin ist ein „URLi“, sprich die Abkürzung für „ultra rapid lispro“, also „ultraschnelles Lispro“, und es soll insgesamt rascher ins Blut aufgenommen werden als bisheriges Insulin. Ich erhoffe mir dadurch weitere Senkungen meiner Blutzuckerspitzen, besonders nach dem (fettigen, kohlenhydratreichen) Essen und während meiner Arbeitszeit, wo es mir doch oft noch schwerfällt im ganzen Stress, den Blutzucker im Auge zu behalten.
Außerdem ist dieses Insulin eine Weiterentwicklung dessen, was ich aktuell nutze. Sie sind quasi verwandt. Also erhoffe ich mir, dass ich es allein deshalb schon besser vertrage.
Meine Ampulle im Pen ist fast leer, dann ist das neue Insulin an der Reihe. Wie gut ich das Insulin letztendlich vertrage, davon möchte ich euch gern in der nächsten Kolumne berichten. Habt Ihr bereits Erfahrungen mit dem neuen schnellen Insulin sammeln können? Ich würde mich über Berichte von Euch sehr freuen, vielleicht können sie mir die Aufgeregtheit nehmen.
Eure Tine
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Martina „Tine“ Trommer lebt seit Jahren in der Hauptstadt, bloggt seit ihrer Diabetesdiagnose 2013 unter icaneateverything.com sowie auf der Blood Sugar Lounge und schreibt regelmäßig an dieser Stelle über ihr Leben mit Diabetes in Berlin. |
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (3) Seite 44
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stephanie-haack postete ein Update vor 2 Tagen, 19 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 2 Tagen, 21 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 2 Tagen, 19 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 6 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

