- Aus der Community
Leere Batterien
2 Minuten
Der Titel dieser Kolumne könnte auch bedeuten, dass Tine darüber schreibt, wie viel Energie ihr das zurückliegende Jahr aus verschiedenen Gründen nahm, aber das würde den Rahmen hier sprengen, findet sie. In dieser Kolumne soll es daher wirklich um tatsächliche leere Batterien gehen – und zwar bei Diabetes-Hilfmitteln.
Ich bin letzten Sommer umgezogen, und die meisten meiner Diabetessachen passten damals in einen großen Umzugskarton: Kanülen, Ersatzpens, Messgeräte, Taschen, Sensoren, Tape und weiteres Zubehör der letzten Jahre wurden sorgfältig darin verstaut (hier lohnte sich das Tetris-Spielen …). Am Umzugstag selbst behielt ich den Karton ständig im Auge, schließlich befanden sich wichtige Utensilien darin. Aber halt: Wann habe ich eigentlich das letzte Mal ein Messgerät benutzt? Ist es heutzutage wirklich noch SO wichtig für mich?
Letzte Woche hatte mein kontinuierlicher Glukose-Sensor zum ersten Mal seit Monaten Werte angezeigt, die ich so schlichtweg nicht nachempfinden konnte. Normalerweise spüre ich dazu meine Unterzuckerungen deutlich, dieses Mal hatte ich keine Symptome gemerkt. Das stimmte mich nachdenklich, und ich musste meine eigenen Erfahrungen mit Diabetestechnik der letzten Jahre Revue passieren lassen. Meine Erinnerungen sind getrübt von Sensoren, die ausfallen, nicht funktionieren, nicht die korrekten Werte anzeigen, mir mit falschen Alarmen den Schlaf rauben und meine Haut reizen.
Die letzten Monate aber machten die meisten meiner Sensoren tatsächlich einfach nur mehr oder weniger ihren Job: kaum Aussetzer oder Werte, die mich misstrauisch zurückließen. Daher war auch keine Nachkontrolle mit dem Blutzuckermessgerät nötig. Dieser „Hypo“-Alarm letzte Woche aber, der hat mich irritiert. Die einzige Lösung: blutig nachmessen, na klar! Also griff ich zu meinem Messgerät: Batterie leer. Ich musste es wirklich sehr lange nicht benutzen.
Ich wandte mich meiner Diabeteskiste zu: Sie ist noch nicht ausgeräumt, weil mir aktuell das richtige Möbelstück fehlt. Ich öffnete die Kiste also und begann nach einem Messgerät zu suchen. Lange dauerte es nicht, da hatte ich zwei, drei, vier, fünf verschiedene Messgeräte aus meiner Kiste gefischt, aber keines ließ sich einschalten. Ich konnte mich die letzten Wochen und Monate wirklich so sehr auf meinen Sensor und mein Körpergefühl verlassen, dass ich einfach kein zusätzliches Messgerät benötigte.
Und jetzt, wo ich dringend eines gebraucht hätte, ließen sie mich alle genau so im Stich. Batterien und Akkus halten eben nicht ewig. Und die Moral von der Geschichte: Checkt regelmäßig die Batterien in Euren Messgeräten … und in 20 Jahren muss vielleicht gar niemand mehr blutig messen, wer weiß?
Eure Tine
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Martina „Tine“ Trommer lebt seit Jahren in der Hauptstadt, bloggt seit ihrer Diabetesdiagnose 2013 unter www.icaneateverything.com sowie auf der Blood Sugar Lounge und schreibt regelmäßig an dieser Stelle über ihr Leben mit Diabetes in Berlin. |
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (1) Seite 42
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stephanie-haack postete ein Update vor 2 Tagen, 14 Stunden
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 2 Tagen, 16 Stunden
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 2 Tagen, 14 Stunden
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

