- Aus der Community
Unvorhersehbare Nachwirkungen?
2 Minuten

In der letzten Ausgabe des Diabetes-Journals hat Tine in ihrer Kolumne über ihre Covid-19-Impfung berichtet und welche Auswirkungen diese auf sie hatte. Nun ist ihr aufgefallen, dass wohl auch ihr Zyklus davon beeinflusst wurde – und damit auch ihre Stoffwechseleinstellung.
Meine COVID-19-Erstimpfung liegt nun schon einige Wochen zurück, und bald folgt auch schon Impfung Nummer zwei für mich. Und mittendrin sind wir, mein Körper mit Diabetes und ich. Nachdem die üblichen Impfreaktionen, über die ich im Vorfeld sehr gut informiert wurde und die ich auch von anderen Impfungen teilweise so kannte, abgeklungen waren, schien das Thema für mich zunächst gegessen.
Zyklus-Chaos durch die Covid-19-Impfung?
Aber halt – ihr wisst vielleicht, der hormonelle Zyklus und seine Auswirkungen auf den Blutzucker sind Hass- und gleichzeitig Lieblingsthemen von mir, wenn es um das Leben mit Diabetes geht. Von meiner Diabetologin werde ich regelmäßig zur Gynäkologin geschickt und umgekehrt, niemand fühlt sich so richtig verantwortlich oder zuständig oder weiß vom Thema „Diabetes und Zyklus“ genug, um mir hier unter die Arme zu greifen. Und viele Informationen oder Studien gibt es zu dem Thema leider nach wie vor nicht. Wir sind hier mehr oder weniger auf uns allein gestellt.
Deswegen beobachte ich meinen Zyklus seit Jahren genau und notiere jede Kleinigkeit in einer entsprechenden App, die es mir immerhin leicht macht. In meinem letzten Zyklus nach der Erstimpfung ist mir dann auch definitiv etwas aufgefallen: Er hat sich extrem in die Länge gezogen, und meine Menstruation hat deutlich länger auf sich warten lassen als sonst.
Wann auch immer die Zykluslänge sehr stark vom persönlichen Durchschnitt abweicht, kann das definitiv schon ein Indikator für irgendwas sein. Relativ zeitnah stieß ich im Internet (auf der Plattform Twitter) zufällig auf eine Person, die auch von Zyklus-Chaos nach Erstimpfung berichtet hat, und es hat „Klick!“ in meinem Kopf gemacht …
Niemand fühlt sich für das Thema wirklich zuständig
Klar, es muss hier natürlich nicht direkt die Impfung oder der Impfstoff allein schuld sein: Es kann auch mit meinem Alltagsstress oder der Erleichterung drumherum oder doch an was ganz anderem liegen. Wie das immer so ist bei dem Thema: alles kann, nichts muss. Trotzdem war ich dankbar, dass die Person sich des Themas ebenfalls annahm und darüber sprach.
Ich fühlte mich andererseits in meinen Thesen bestätigt: Niemand fühlt sich für das Thema wirklich zuständig, verantwortlich, niemanden scheint es groß zu interessieren – außer halt die, die es betrifft. Wichtig ist, dass wir diese Themen besprechen und unseren Ärzt_innen zeigen, welche Rolle sie für unseren Alltag spielen, und dass uns Informationsaustausch, Forschung und die Erfahrungen anderer hier helfen können: Impfreaktionen von Menschen mit Diabetes und hormonellem Zyklus, Diabetes und Menstruation, Menopause, diabetische Mastopathie, Sex mit Diabetes – und das ist nur ein kleiner Ausschnitt.
Eure Tine
Martina „Tine“ Trommer lebt seit Jahren in der Hauptstadt, bloggt seit ihrer Diabetesdiagnose 2013 unter icaneateverything.com sowie auf der Blood Sugar Lounge und schreibt regelmäßig in ihrer Diabetes-Journal-Kolumne „diabetes and the city“ über ihr Leben mit Diabetes in Berlin. |
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (7) Seite 48
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thomas55 postete ein Update vor 20 Stunden, 11 Minuten
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Tag, 13 Stunden
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 2 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
Martina „Tine“ Trommer lebt seit Jahren in der Hauptstadt, bloggt seit ihrer Diabetesdiagnose 2013 unter 



