Diabetes-Folgen trotz guter Werte: Entzündungsreaktion könnte Ursache für Schäden an Herz und Nieren sein

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Diabetes-Folgen trotz guter Werte: Entzündungsreaktion könnte Ursache für Schäden an Herz und Nieren sein | Foto: magicmine – stock.adobe.com
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Diabetes-Folgen trotz guter Werte: Entzündungsreaktion könnte Ursache für Schäden an Herz und Nieren sein

Eine neue Studie deckt einen potentiellen Hinweis darauf auf, warum Diabetes trotz guter Blutzuckerwerte oft zu Schäden an Herz und Nieren führt: Eine Entzündungsreaktion, getriggert durch ein Enzym, könnte der mögliche Auslöser für diese Folgen der Stoffwechsel-Erkrankung sein und neue therapeutische Perspektiven bieten.

Viele Menschen mit Diabetes entwickeln trotz gut eingestellter Blutzuckerwerte schwere Folge-Erkrankungen wie Schäden an Herz oder Nieren. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Universitätsklinikums Freiburg hat nun einen möglichen Auslöser gefunden: eine fehlgeleitete Immunreaktion, die durch das Enzym PAD4 ausgelöst wird.

Wie Studienleiter PD Dr. Lukas A. Heger erklärt, deuten die Ergebnisse erstmals darauf hin, „dass PAD4 ein zentrales Bindeglied zwischen Diabetes und Entzündungsprozessen in Herz und Niere ist“. Diese Reaktionen könnten erklären, warum Organschäden bei vielen Betroffenen auch dann auftreten, wenn der Blutzucker gut kontrolliert ist.

Dauerhafte Immunreaktion greift gesundes Gewebe an

Im Mittelpunkt der Untersuchung steht das Enzym Peptidylarginin-Deiminase 4 (PAD4), das Immunzellen aktiviert. Die Forschenden stellten fest, dass erhöhte Glukosewerte bestimmte Abwehrzellen – sogenannte neutrophile Granulozyten – direkt anregen. Diese setzen anschließend entzündungsfördernde Stoffe und sogenannte NETs frei, eine Art klebriges Netz, das eigentlich Krankheitserreger bekämpfen soll. Wird dieser Prozess jedoch dauerhaft aktiviert, kann er gesundes Gewebe angreifen.

In Gewebeproben von Patientinnen und Patienten mit Herzschwäche zeigten sich bei gleichzeitig bestehendem Diabetes deutlich mehr dieser NET-Ablagerungen. Je stärker diese ausgeprägt waren, desto schlechter war die Herz-Funktion. Tiermodelle bestätigten den Zusammenhang: Nur Mäuse mit aktivem PAD4 entwickelten typische diabetesbedingte Schäden wie Narben im Herzgewebe, verminderte Herz-Leistung und eingeschränkte Nieren-Funktion.

Für die medizinische Praxis könnten die Ergebnisse wegweisend sein. „PAD4 wirkt wie ein Schalter, der Neutrophile auf Entzündung programmiert“, erklärt Prof. Dr. Dirk Westermann. Eine gezielte Blockierung dieses Enzyms könnte daher zukünftig helfen, Herz- und Nierenschäden bei Diabetes zu verhindern – und somit ein völlig neuer Behandlungsansatz werden.

Die Studie, veröffentlicht im European Heart Journal, eröffnet damit Perspektiven, die über eine blutzuckerorientierte Therapie hinausgehen.


von Redaktion Diabetes-Anker

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mit Materialien des Universitätsklinikums Freiburg

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  • bloodychaos postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen

    Hat noch jemand Probleme mit dem Dexcom G7? Nachdem ich letztes Jahr im Sommer über drei Monate massive Probleme mit dem G7 hatte bin ich zum G6 zurückgewechselt. Jetzt zum Jahreswechsel bzw. jetzt Ende Februar wollte ich dem G7 mal wieder eine Change geben. Ich war davon ausgegangen, dass die Produktionsprobleme inzwischen behoben sind. Aber spätestens am dritten Tag habe ich massive Abweichungen von 50 – 70 mg/dL. Setzstellenunabhängig. Meine aktuellen G7 wurden im Dezember 2025 produziert. Also sollten die bekannten Probleme längst behoben worden sein. Zuerst lief es die ersten Monate von 2025 mit dem G7 super, aber im Frühjahr 2025 fingen dann die Probleme an und seitdem läuft der G7 nicht mehr bei mir, obwohl alle sagen, dass die Probleme längst behoben seien und der Sensor so toll funktioniert. Ich habe echt Angst. Mir schlägt das sehr auf die Psyche. Zumal ich die TSlim nutze, die nur mit Dexcom kompatibel ist und selbst wenn ich zur Ypsopump wechsel ist da der Druck, dass es mit dem Libre3 funktionieren MUSS. Ich verstehe nicht, warum der G7 bei allen so super läuft, nur ich bin die Komische, bei der er nicht funktioniert.

    • Kleine Ergänzung zum MeetUp von gestern.

      Wenn ein “klassischer” Pumpenbetrieb ohne AID/Loop eine Option ist, dann tut sich eine breite Auswahl an CGM auf, die momentan auf dem deutschen Markt verfügbar sind:

      Freestyle Libre 3 bzw. 3+
      Dexcom G7
      Dexcom G6 (noch)
      Medtronic Guardian 4 (nur mit Medtronic-Pumpe)
      Medtronic Simplera (nur mit Medtronic-Pumpe oder -Smartpen)
      Eversense (implantiert für 1/2 Jahr, wird oft bei Pflasterallergien genutzt)
      Accu-Chek Smartguide CGM
      Medtrum Touchcare Nano CGM

      Ich würde schätzen, dass die Reihenfolge ungefähr den Verbreitungsgrad widerspiegelt. Von Medtrum würde ich mir z.B. keinen grandiosen Kundenservice erhoffen. Aber wer weiß…?
      Mag sein, dass ich etwas vergessen habe, aber die wichtigesten müssten dabei sein.

  • thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen

    Hallo,
    ich habe zur Zeit die Medtronic Minimed 670G mit Libre als Sensor. Ich überlege, auf die 780G als AID mit dem Simplera umzusteigen. Hat jemand Erfahrung mit diesem Sensor? Wie sieht es mit der Verfügbarkeit aus? In der Vergangenheit wurden Neukunden der 780G nicht mit dem Simplera beliefert sondern nur Kunden, die die 780G schon länger nutzen. Das hat sich nach Aussagen von Medtronic-Mitarbeitern beim T1day heute genau umgekehrt. Mein Doc hat das vestätigt. Für mich als neuer Bezieher der 780G gut, für die Bestandskunden schlecht.
    Danke vorab und bleibt gesund (von unserem Typ 1 lassen wir uns das Leben dank Technik nicht vermiesen!)
    Thomas55

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