Insulin: nicht wegzudenken!

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© diabetesDE/Deckbar
Insulin: nicht wegzudenken!

Ende Juli 1921 gelang es zwei kanadischen Forschern erstmals Insulin zu isolieren. Aus diesem Anlass trafen sich Ende Juli 2021 auf Einladung von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe rund 60 Personen in Berlin zum Festakt „100 Jahre Insulin“ – und einige Tausend Menschen folgten dem Geschehen virtuell.

Danke schön für die Arbeit, die Sie jeden Tag leisten“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Richtung der Diabetes-Selbsthilfe und der Diabetes-Gesundheitsorganisation diabetesDE – Deutsche ­Diabetes-Hilfe. Es war eine sehr würdige Veranstaltung zu Ehren des grandiosen Jubiläums „100 Jahre ­Insulin“.

Festakt mit Minister Spahn in Berlin – und online

Am 24. Juli trafen sich auf Einladung von diabetesDE rund 60 Personen in Berlin sowie einige Tausend Menschen in der Online-Welt. Denn Ende Juli 1921 in Kanada schafften es Frederick G. Banting und Charles Best erstmals, in Versuchen mit Hunden Insulin zu isolieren.

Moderatorin Andrea Ballschuh präsentierte neben Minister Spahn weitere hochkarätige Redner: Prof. Andreas Neu (Tübingen), Präsident der Deutschen Dia­be­tes Gesellschaft (DDG), Insulinforscher Prof. Thomas Forst (Mannheim), Diabetes-Historiker Dr. Viktor Jörgens (Düsseldorf) und passend zu Olympia in Tokio Matthias Steiner: Er schrieb Geschichte als Olympia­sieger mit Typ-1-Diabetes (Gewichtheben, Superschwer­gewicht, Peking 2008).

Ohne Insulin? „Möchte ich nicht wissen!“

Führerschein zunächst nur für ein Jahr, Bombenalarm ausgelöst am Flughafen wegen Insulinpumpe: Steiner schilderte diese und „weitere Begegnungen, bei denen man sich freut, dass man Diabetes hat“. Er sprach das aus, was wohl alle Menschen mit Insulintherapie so sehen: „Eigentlich ist das alles nicht groß erwähnenswert … aber wenn ich darüber nachdenke, welche Schwierigkeiten wir trotz des Insulins haben, möchte ich nicht wissen, wie es ohne dieses Hormon wäre.“

DDG-Präsident und Kinder-Experte Prof. Neu forderte von der Politik, der Gesellschaft, von uns allen eine breite Aufklärung der Bevölkerung, damit ein Typ-1-Diabetes bei Kindern nicht erst durch schwere Entgleisungen entdeckt wird. Und er forderte multiprofessionelle Behandlungs-Teams, flächendeckende psychosoziale Versorgung und vor allem eine verbesserte Inklusion der Betroffenen in KiTa, Kindergarten und Schule.

Mehr zu Bantings Insulin-Vortrag im November 1921 und zur ersten erfolgreichen Insulin-Behandlung 1922 erscheint demnächst im Diabetes-Journal.


von Günter Nuber

Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (9) Seite 14

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  • thomas55 postete ein Update vor 2 Tagen, 2 Stunden

    Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 2 Tagen, 20 Stunden

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 3 Tagen

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