- Aus der Community
Jahresrückblick: Die Top-Themen 2022 in der BSL
5 Minuten

Unsere Volontärin Verena Schweitzer hat recherchiert: Was waren die beliebtesten Beiträge in der Blood Sugar Lounge im Jahr 2022? In diesem Jahresrückblick gibt sie einen Überblick über die meistgeklickten Artikel.
Viele Menschen nehmen das Jahresende zum Anlass, um noch einmal innezuhalten und zu reflektieren: Was ist in den vergangenen zwölf Monaten eigentlich so passiert? Worauf bin ich stolz? Auf was weniger? Auch wir wagen einen Jahresrückblick: Was war 2022 in der Blood Sugar Lounge los?
Diabetes-Technik im Fokus
Wie Technik den Alltag mit Diabetes unterstützen kann, war auch in diesem Jahr das dominierende Thema in der Community. Fünf der zehn meistgelesenen Beiträge beschäftigen sich mit Fragen nach der Handhabung technischer Tools. Besonders spannend fandet ihr die Erfahrungs- und Testberichte zu AID-Systemen.
Kein Wunder, denn wie der Digitalisierungs- und Technologiereport Diabetes 2022 (D.U.T-Report) zeigt, werden diese von Ärztinnen und Ärzten zwar häufig als sinnvoll erachtet, aber in der Realität bisher immer noch selten eingesetzt. AID-Systeme sind komplex und nicht selbsterklärend. Umso wertvoller sind eure eigenen Erlebnisse und Erfahrungsberichte.
Persönlich auf die Probe gestellt: AID-Systeme
Sara beschrieb uns beispielsweise, wie sich während der ersten Monate mit der MiniMed 780G ein bis dato ungekanntes Gefühl der Freiheit in Bezug auf ihren Diabetes einstellte.
Auch Mirjam hat uns mitgenommen auf das Abenteuer Loop. Seit September hat sie das mylife-CamAPS-FX-System von Ypsomed im Einsatz. Den Algorithmus ans Steuer zu lassen und selbst auf dem Beifahrer-Sitz Platz zu nehmen, ist nicht immer einfach, resümierte sie in einem ersten Zwischenbericht.
Auch das Recap zum MeetUp mit Medtronic, bei dem Fragen rund um das MiniMed-780G-System beantwortet wurden, war dieses Jahr beliebt bei euch.
Nicht nur kommerzielle Systeme, sondern auch DIY-Loops wurden dieses Jahr ausführlich besprochen. Caro sprach in ihrem Beitrag „DIY-Loop – Fluch oder Segen“ über die Vor- und Nachteile von DIY- im Vergleich zu kommerziellen Systemen. Sie wies darauf hin, dass übertriebener Optimierungsdruck die Belastungen, die der Diabetes mit sich bringt, zusätzlich verstärke. Gewonnene Freiheiten würden durch den erhöhten Zeit-Aufwand schnell zunichte gemacht, sagte Caro.
Diabetes als Behinderung, Insulinresistenz oder Ketoazidose
Neben den technischen Aspekten des Diabetes-Managements ging es in den vergangenen zwölf Monaten aber auch um ganz Grundsätzliches. Der gefürchtete Fall einer Ketoazidose ist bei Heike eingetreten. In ihrem Bericht schilderte sie, wie sie mit dem Schock umgegangen ist.
„Ich bin behindert“, sagte Nathalie in einem Beitrag offen und warf damit die Frage auf, weshalb der Begriff Behinderung so schambehaftet ist. Bei einer Erkrankung, die man nicht sehen könne, sei der Behinderten-Ausweis für sie eine zusätzliche Stütze, sagte Nathalie.
Olli dagegen vermutete bei sich eine Insulinresistenz. Sie schilderte uns die Odyssee, die sie durchmachte, um zu dieser Vermutung zu gelangen. Ihre Blutzucker-Werte schossen über mehrere Wochen hinweg immer wieder und kaum kontrollierbar in die Höhe. Mit dem schlichten Rat einer Diabetologin, dass es „solche Phasen gäbe“, konnte sie sich in ihrer Situation nicht zufriedengeben.
In einem anderen Beitrag ging Olli genauer auf dieses Thema ein. Sie vermisst von vielen Menschen, die im Gesundheitsbereich tätig sind, Fachkenntnis und Einfühlungsvermögen beim Thema Diabetes.
Mit dieser Problematik beschäftigt sich auch Michelle in ihrem Beitrag. Michelle verbrachte ihr gesamtes Leben im Glauben, einen Typ-1-Diabetes zu haben, bis man ihr schließlich mitteilte, dass sie eigentlich einen Typ-3-Diabetes hat. Wie konnte es sein, dass sie 20 Jahre lang niemand darüber aufgeklärt hatte?
Eure Top 10
Hier findet ihr die meistgelesenen Artikel des Jahres 2022 auf einen Blick und in voller Länge zum Nachlesen. Welche Themen haben euch 2022 besonders bewegt und was waren eure Lieblingsartikel aus der Community? Gehört der Rückblick aufs vergangene Jahr für euch auch zum Ritual?
Platz 10

DIY-Loop – Fluch oder Segen?
Caro stellt die Frage, ob selbstgebaute Closed-Loop-Systeme (DIY-Loop) nur Segen für die Anwendenden ist oder auch zum Fluch werden kann.
Platz 9

MeetUp zum 780G-System – wie war’s?
Eines der Themen beim virtuellen MeetUp Ende Januar das: MiniMed-780G-System. Mit dabei: viele von Euch mit Fragen zum System, aber auch zum Diabetes allgemein.
Platz 8

Platz 7

Typ 1, Typ 2, Typ 3 … wie viele Typen kann man mit Diabetes eigentlich haben?
Michelle war 20 Jahre in dem Glauben, dass sie Typ-1-Diabetes hat, bis sie ein Arzt plötzlich über eine neue Diagnose informiert hat: Typ 3. Die Geschichte dazu erzählt Michelle in diesem Beitrag.
Platz 6

Leben mit Diabetes: Ich bin behindert!
Nathalie geht nicht nur mit ihrem Diabetes offen um, sondern auch mit der einhergehenden körperlichen Behinderung. Sie findet, man muss sich nicht schämen, offiziell als behindert zu gelten.
Platz 5

Arbeiten im Gesundheitsbereich und keine Ahnung von Typ-1-Diabetes haben?
Olli geriet in ihrer Diabetes-Laufbahn bisher an einiges Personal im Gesundheitsbereich, welches zum Teil wirklich mangelnde Erfahrung oder gar Ahnung mit der Krankheit Typ-1-Diabetes hatte.
Platz 4

Langsamer Fahrerwechsel: Zwischenbilanz beim Ausprobieren des AID-Systems mylife Loop
Mirjam probiert gerade den mylife Loop aus. Hier zieht sie eine Zwischenbilanz nach den ersten zwei Wochen Diabetes-Management mit Loop.
Platz 3

Insulinresistenz bei Typ-1-Diabetes – Irrglaube oder doch Wahrheit?
Olli war aufgrund einer bisher nicht endgültig geklärten Thematik im Krankenhaus. Ihr Verdacht war stets eine vorhandene Insulinresistenz, nach insgesamt 14 Jahren mit durchgehend derselben Insulinsorte.
Platz 2

Ausprobiert: der mylife Loop im Diabetes-Alltag
Ab Anfang September trägt Mirjam mit ihren über 25 Jahren Typ-1-Diabetes-Erfahrung das neue „mylife CamAPS FX“-System für euch Probe – was können die Ypsopump und der Loop?
Platz 1

Erfahrungsbericht: MiniMed 780G und dem Guardian 4 Sensor nach vier Monaten
Sara zieht heute in einem Erfahrungsbericht Resüme zum Einsatz ihres AID-Systems bestehend aus der MiniMed 780G und dem Guardian 4 Sensor nach vier Monaten.
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florahdo postete ein Update vor 4 Tagen, 14 Stunden
Hallo zusammen, ich arbeite gerade an einer Seminararbeit zum Thema „Die Behandlung von Typ-1-Diabetes mit CRISPR/Cas“ (eine Methode der Gentechnik). Dazu habe ich eine Umfrage erstellt und suche dafür Menschen mit Typ-1-Diabetes, die einige Fragen beantworten könnten zu ihrer Einstellung gegenüber dem Einsatz dieser Technologie zur Behandlung von Typ-1-Diabetes. Die Umfrage ist vollständig anonym und dauert etwa 5 Minuten, sie richtet sich ausschließlich an Menschen mit Typ-1-Diabetes. Es würde mir enorm weiterhelfen, wenn sich Teilnehmer finden würden!
Der Link zur Umfrage lautet: https://forms.cloud.microsoft/r/PN2hqhkuLB
Vielen Dank für eure Unterstützung! 🙂
mr postete ein Update vor 1 Woche
Hallo kann mir jemand einen Tipp geben wie ich On Pot Gerichte mit Reis besser schätzen kann.
- katrin-kraatz antwortete vor 1 Tag, 21 Stunden
Hallo mr,
Dein Problem, die Kohlenhydrate wie Reis in einem One-Pot-Gericht richtig einzuschätzen, vor allem wenn es für mehrere Personen gekocht ist oder Du es im Restaurant bestellst, kennen sicher viele – ich auch. Einfacher ist es, wenn Du nur für Dich kochst. Ich wiege tatsächlich, trotz mehr als 50 Jahren Diabetes, in diesem Fall vorher Reis, Nudeln oder was auch immer vorher ab. Dann weiß ich genau, wie viel es ist.
Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.
Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.
Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?
moira postete ein Update vor 1 Woche
Hallo!
Hat schon jemand die liberal Funktion bei der ypsopump app ausprobiert?
Ich wüsste gerne wie gut das klappt.- moira antwortete vor 6 Tagen, 5 Stunden
Ich meinte Liberty



