- Aus der Community
Menschen mit Diabetes, Forschende und Behandelnde an einem Tisch: die Diabetes UK Research Steering Groups
3 Minuten

In diesem Beitrag stellt euch Mirjam die Diabetes UK Research Steering Groups vor.
Um mich herum das Summen von Unterhaltungen, von Stühlen, die zurechtgerückt, Gläsern und Tellern, die hingestellt werden. Am Raumende ein Buffet, vorne eine provisorische Bühne und eine große Leinwand, auf der „Willkommen bei Diabetes UK“ prangt. Um mich herum ungefähr 100 weitere Menschen – Wissenschaftler:innen, Diabetolog:innen, Diabetesberater:innen, Ernährungsberater:innen, Menschen mit Diabetes und Mitarbeitende von Diabetes UK.
Es ist 2018 und Diabetes UK hat so genannte „Clinical Studies Groups“ ins Leben gerufen, in denen Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven sich austauschen dürfen, um gemeinsam zu entscheiden, welche Art von Forschung in den nächsten Jahren gefördert werden soll. Heute heißen sie „Diabetes Research Steering Groups“ und sind online hier zu finden: https://www.diabetes.org.uk/research/our-approach-to-research/diabetes-research-steering-groups.
Doppelrolle als Betroffene und Forscherin
Ich darf dabei sein, als ein Mensch mit Diabetes, der zu diesem Zeitpunkt gerade in Schottland lebt. Gleichzeitig habe ich auch den Hut einer Forscherin auf, denn ich habe gerade die Daten für meine Promotion gesammelt: Gespräche zwischen 16 Menschen mit Typ-1-Diabetes in Schottland. Das ist natürlich spannend, denn ich kann nicht nur meine eigene Perspektive einbringen als jemand, der zwei medizinische Systeme kennt, sondern auch aus meiner Datenanalyse und aus meinen informellen Gesprächen mit anderen Menschen mit Diabetes.
Pilotprojekt mit Austausch auf Augenhöhe
Die Research Steering Groups sind ein Pilotprojekt, das es im Kontext anderer Krankheitsbilder schon mal gab. Das Wesentliche: Hier sollen nicht nur Forschende und Behandelnde entscheiden, woran sie denn so weiter forschen und wie sie denn so behandeln wollen, sondern es wird ein Dialog auf Augenhöhe mit den Betroffenen gesucht. Menschen mit Diabetes, und zwar aller Typen, sitzen hier als Expert:innen mit am Tisch. Wir werden explizit danach gefragt, was für uns wichtige Veränderungen wären, welche Forschung uns in unserem Alltag wirklich helfen würde und was wir uns in der Behandlung wünschen. Das ist toll, denn durch einen super strukturierten Prozess, in dem erst Themen gesammelt und dann von der Gruppe gemeinsam nach Prioritäten in eine Reihenfolge gebracht werden, sind wirklich alle Meinungen gleichberechtigt repräsentiert.

Mental health, Hormone, Glukose-Sensoren, Closed Loop
Insgesamt gibt es sieben verschiedene Gruppen, ich bin in der zweiten, die „Type 1 treatments and prevention“ heißt. Wichtige Themen, die bei unserem Prozess und in den darauffolgenden Diskussionen herauskommen: vermutlich wenig überraschend für uns als Online-Community – Mental Health. Außerdem sind Hormone total zentral – insbesondere im Bezug auf den weiblichen Zyklus und die (Peri-)Menopause. Zu diesen zwei Bereichen gibt es noch viel zu wenig Forschung. Aber auch im Hinblick auf die Pubertät oder das Älterwerden oder bei Erkrankungen oder anderen Medikamenten, die irgendwie mit Hormonen zusammenhängen. Und natürlich der Themenblock Glukose-Sensoren und Closed-Loop-Optionen.

Es wird nicht nur geredet, sondern auch gemacht
Das Beste daran: Unsere Diskussionen und Priorisierungen verlaufen nicht im Sande, sondern es passiert etwas. Diabetes UK unterstützt uns in der Einrichtung einer „Cross-CSG“-Gruppe, die sich mit Hormonen beschäftigt, und schreibt einen „Call for Proposals“ aus, in dem sie Gelder für Forschung im Hormon-Bereich vergibt. Mental Health wird zu einem Prioritätsthema gemacht und es finden Workshops und Austausch-Veranstaltungen statt, sodass dieser Themenbereich mehr Aufmerksamkeit bekommt und sich weiterentwickeln kann.
Die Themen Closed Loop und Sensoren sind im Grunde Selbstläufer, aber auch hier gibt es Anschlussprojekte und Ausschreibungen. Dieses Gefühl, gemeinsam die Diabetesforschung nach vorne zu bringen und Prioritäten zu setzen, die die Perspektiven vieler Beteiligter und Betroffener zusammenbringen, war für mich eine großartige Erfahrung. Mittlerweile bin ich zurück in Deutschland und deswegen nicht mehr in der Gruppe dabei, doch die Updates verfolge ich noch immer aufmerksam. Wer Lust hat, kann ja mal schauen, was Diabetes UK so alles treibt – und wohin die Reise der Research Steering Groups als Nächstes geht.
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von Mirjam Eiswirth
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lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 4 Tagen, 5 Stunden
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im Juli – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 15. Juli! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 2 Wochen, 1 Tag
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!- calvin240 antwortete vor 2 Wochen, 1 Tag
Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
- uho1 antwortete vor 2 Wochen, 1 Tag
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
- calvin240 antwortete vor 1 Woche, 6 Tagen
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße
stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/






