Karl-Stolte-Seminar: Staffelstab übergeben

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© Fotostudio M4, Mirja John
Karl-Stolte-Seminar: Staffelstab übergeben

Im Januar wurde beim Karl-Stolte-Seminar zum 19. Mal diskutiert, wie die Zukunftsperspektiven von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes nachhaltig verbessert werden können. Neuigkeiten gab es auch bezüglich der wissenschaftlichen Leitung der Seminarreihe: Der Staffelstab wurde an Prof. Dr. Olga Kordonouri und Sarah Biester übergeben.

Seit 2002 veranstaltet das Diabetes-Zentrum am Kinderkrankenhaus auf der Bult in Hannover unter Leitung der Chefredakteure des Diabetes-Eltern-Journals die Karl-Stolte-Seminarreihe für Kinderdiabetesteams. Ziel ist es, sich untereinander wissenschaftlich auszutauschen. Die 300 Seminarplätze waren innerhalb einer Woche ausgebucht.

Wer war Karl Stolte?

Das Seminar wurde nach dem Pädiater Prof. Karl Stolte (1881-1951) benannt. Er entwickelte ab 1929 in der Breslauer Universitäts-Kinderklinik sein Konzept einer flexiblen Behandlung des Diabetes mellitus, das er “freie Diät” nannte. Es fand jedoch erst nach seinem Tod breite Anwendung. Stolte gilt als Vorreiter der modernen Insulinbehandlung von Kindern.

Trends in der Kinderdiabetologie

Wir erleben gerade einen Paradigmenwechsel: Systeme, die Glukosesensor und Insulinpumpe zur automatischen Insulindosierung kombinieren, lösen die Insulingabe mit Injektionen ab. Immer mehr Familien entscheiden sich für die Hybrid-Closed-Loop-Systeme. Nach neusten Daten des DPV-Registers der Universität Ulm variiert die Nutzung von 15 % in Brandenburg bis 41 % in Niedersachsen. Kontrovers diskutiert wurde die Früherkennung von Typ-1-Diabetes durch die Bestimmung von Antikörpern bei Kindern.

Die Experten waren sich einig, dass dadurch die gefährliche Ketoazidose zum Zeitpunkt der klinischen Diagnose deutlich reduziert werden kann. Allerdings ist aktuell noch kein Medikament zum Erhalt der Restfunktion der insulinproduzierenden Zellen in Deutschland zugelassen. Man war sich aber auch einig, dass dies nur eine Frage der Zeit sein kann. Beim Typ-1-Diabetes stehen wir somit vor der Zeitenwende vom Ersatz eines nicht ausreichend produzierten Hormons zur Behandlung der zugrundeliegenden Autoimmunerkrankung.

Neue wissenschaftliche Leitung

Das Seminar markierte auch einen Wechsel der wissenschaftlichen Leitung. Zum letzten Mal waren Karin Lange und Thomas Danne für das breite Themenspektrum aus innovativer Grundlagenforschung, neuen Technologien und Substanzen, kindgerechten Therapiekonzepten, Schulung und Fragen der psychosozialen Versorgung federführend verantwortlich. Olga Kordonouri und Sarah Biester übernahmen am Ende des Seminars den symbolischen Staffelstab. Sie führen die multidisziplinäre Organisation fort.

Das 20. Karl-Stolte-Seminar wird den Titel “Diabetes-Therapie – gemeinsam erfolgreich” tragen und findet am 17. und 18. Januar 2025 im Hotel Courtyard Hannover Maschsee und im Sprengel Museum Hannover statt. Interessierte Teams können sich per E-Mail an


von Prof. Dr. med. Thomas Danne

Prof. Dr. med. Thomas Danne ist Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin und Diabetologe. Er war Chefarzt der Klinik für Pädiatrische Diabetologie am Kinderkrankenhaus Auf der Bult (Hannover) und ist seit April 2024 Chief Medical Officer International bei Breakthrough T1D. Er hat über 300 wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht.

Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2024; 12 (1) Seite 5

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  • Hallo zusammen,
    ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!

    • Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.

    • @calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!

    • @uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
      Liebe Grüße

  • Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂

    Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/

  • tako111 postete ein Update vor 3 Wochen, 3 Tagen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

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