- Eltern und Kind
Kinder mit Diabetes in der Infekt-Zeit: Krankheiten meistern ohne Stoffwechsel-Entgleisungen
3 Minuten
Herbstzeit ist Infekt-Zeit: Wenn Kinder mit Diabetes Krankheiten bekommen, können Stoffwechsel-Entgleisungen drohen. Denn Fieber und Erkältungen erhöhen die Glukosewerte und lassen den Insulin-Bedarf steigen. Worauf Eltern achten sollten, erklärt Diabetesberater André Kluge.
Der Herbst ist da. Wie in dem bekannten Kinderlied besungen, bringt er reifes Obst, bunte Blätter und viel Wind, um einen Drachen steigen zu lassen. Oft hat er aber noch etwas anderes im Gepäck: laufende Nasen, Halsschmerzen, Fieber und damit verbunden manchmal auch Entgleisungen der Glukosewerte bei Kindern mit Diabetes.
Wenn ein Kind mit Typ-1-Diabetes erkältet ist oder Fieber bekommt, stellt das die Familie oft vor Probleme. Der Körper des Kindes reagiert anders auf Insulin und die Glukosewerte können unvorhersehbar schwanken. Vor allem bei kleinen Kindern nimmt der Insulinbedarf teilweise so stark zu, dass es zu Stoffwechsel-Entgleisungen und Ketoazidose, also einer gefährlichen Übersäuerung des Blutes, kommen kann.
Woher kommen die hohen Werte?
Während einer Infektion schüttet der Körper Stresshormone aus, die die Insulinwirkung beeinträchtigen und die Glukosewerte steigen lassen. Durch die erhöhten Glukosewerte wird die Insulinwirkung noch schlechter, was wiederum noch höhere Glukosewerte hervorruft. Dieser Teufelskreis – die Insulinresistenz – muss durchbrochen werden, damit der (relative) Insulinmangel nicht zu einer Ketoazidose führt.
Impfungen schützen vor schweren Verläufen
Infektionen wirken sich unterschiedlich auf die Glukosewerte aus. Manch leichter Infekt hat nur einen geringen Anstieg zur Folge. Schwerwiegendere Erkrankungen wie eine Grippe- oder Corona-Infektion können jedoch den Insulinbedarf sprunghaft ansteigen lassen. Deswegen wird für solche Erkrankungen eine jährliche Impfung bei Kindern mit chronischen Erkrankungen (also auch Typ-1-Diabetes) empfohlen.
Hohe Werte bei Krankheit – was tun?
Die Anpassung der Insulindosis ist von der Art der Therapie abhängig. Grundsätzlich können hier keine exakten Empfehlungen zur Dosis-Anpassung gegeben werden, da dies höchst unterschiedlich ist. Die Erfahrung zeigt aber, dass bei jungen Kindern mit niedrigem Insulinbedarf die Dosis prozentual oft deutlich stärker angehoben werden muss als bei Jugendlichen, die sowieso schon relativ viel Insulin bekommen. Frei nach dem Motto: „30 Prozent mehr von fast nichts sind immer noch fast nichts.“ Eine Verdopplung des Insulinbedarfs ist keine Seltenheit.
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stephanie-haack postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 1 Woche, 4 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 1 Woche, 4 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 3 Wochen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
