- Eltern und Kind
Sicher unterwegs: mit Diabetes auf Klassenfahrt
3 Minuten

Der Tod einer 13-Jährigen aus Mönchengladbach auf einer London-Klassenfahrt wirft Fragen auf: Die Ermittlungen laufen, viele Details sind unklar. Das sorgt bei Eltern von Kindern mit Diabetes für Unruhe. Daher haben wir hier einige wichtige Infos zum Thema mit Diabetes auf Klassenfahrt zusammengestellt.
Auf einer Klassenreise nach London ist in diesem Sommer ein 13-jähriges Mädchen aus Mönchengladbach gestorben. Das Mädchen hatte Typ-1-Diabetes; ihr soll es während des Aufenthaltes immer schlechter gegangen sein, ohne dass sich einer der begleitenden Lehrer/eine der begleitenden Lehrerinnen um sie gekümmert hat. Was wirklich passiert ist, ist derzeit noch unklar.
Im Diabetes-Eltern-Journal und im Diabetes-Journal haben wir schon häufig über die Themen „Mit Diabetes auf Klassenfahrt“ und „Mit Diabetes in der Schule“ berichtet und informiert. Die Links zu diesen Artikeln haben wir hier für Sie zusammengestellt.
Über den Tod des Mädchens und wie es dazu gekommen sein soll, kann man derzeit in verschiedenen Zeitungen und auf Online-Portalen (z.B. auf Spiegel-Online)) lesen. Was wirklich passiert ist, ist derzeit noch unklar und wird untersucht. Der Vater des Mädchens hat Anzeige erstattet, die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach ermittelt.
Wie gesagt: Aufgrund der derzeit verfügbaren Informationen kann nur spekuliert werden, was in London geschehen ist, sehr viele Fragen sind noch offen. Trotzdem wird natürlich schon diskutiert – sehr stark zum Beispiel über die Verantwortung, die Lehrer auf Klassenfahrten für ihre Schüler übernehme, aber auch über die Pflichten von Eltern chronisch kranker Kinder. Recht gut nachverfolgen lässt sich das z. B. auf der Facebook-Seite der Lehrerplattform „News4Teachers“.
„Mit Diabetes auf Klassenfahrt“ – hilfreiche Beiträge aus unseren Medien
Im Diabetes-Eltern-Journal und im Diabetes-Journal haben wir schon häufig über das Thema „Mit Diabetes auf Klassenfahrt“ berichtet und informiert – aus rechtlicher Sicht, aus psychologischer Sicht und auch aus der Sicht einer Mutter, deren Sohn schon recht früh allein mit auf Klassenfahrt gegangen ist. Die Links zu diesen Artikeln haben wir hier für Sie zusammengestellt:
Rechtliche Lage: Wann haften Lehrer?
Viele Lehrkräfte haben Angst, dass sie in Haftung genommen werden können, wenn sie einem Kind mit Diabetes helfen und dabei etwas schiefgeht – egal, ob im Schulalltag oder auf einer Klassenfahrt. Ein Haftungsfall tritt aber nur ein, wenn „die Lehrkraft die Schädigung vorsätzlich herbeigeführt hat“! Genau nachlesen kann das jeder in dieser Broschüre der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung
Was tun, wenn das Kind nicht mitdarf?
Viele Kinder sind entweder noch zu jung, um alleine an einer Klassen- oder Kitafahrt teilzunehmen – oder die Erzieher/Lehrerinnen möchten die Verantwortung nicht übernehmen. Hier können Betreuer helfen, die sich im Projekt „Betreuung bei Kita- und Klassenfahrten“ engagieren. Ein Interview mit der Initiatorin Kathrin Bahr.
Betreuung in der Schule und Begleitung auf Klassenreisen
Dazu gab es vor einiger Zeit drei Urteile, die klarstellen, dass der Staat die Kosten für eine Begleitperson übernehmen muss. Was das genau bedeutet, hat Rechtsanwalt Oliver Ebert in diesem Artikel beschrieben.
Und in diesem Artikel von Oliver Ebert geht es noch einmal konkret um die Begleitung eines chronisch kranken Kindes auf eine Klassenreise. Die Schwierigkeit: Es gibt verschiedene Zuständigkeiten, beteiligt sind z. B. die Krankenkasse und das Integrationsamt. Und was ist, wenn ein Elternteil selbst das Kind begleiten möchte?
Der Weg in die Selbständigkeit
Ab wann können Kinder und Jugendliche selbst Aufgaben im Diabetesmanagement übernehmen? Eine Psychologin erklärt, wie Eltern den Weg in die Selbständigkeit begleiten können.
Alleine mitfahren – welche Vorbereitungen sind sinnvoll?
In der vierten Klasse wollte Simon unbedingt alleine, ohne Begleitperson, mit auf Klassenfahrt. Wie sich die Familie zusammen mit Simons Lehrerin vorbereitet hat und was während der Fahrt passiert ist, erzählen Simons Mutter, seine Lehrerin und Simon selbst jeweils aus ihrer eigenen Perspektive.
Schulung für Erzieherinnen und Lehrer
Viele Diabetesteams sind bereit, Erzieher/Erzieherinnen und Lehrer/Lehrerinnen zu schulen und so auch die Angst zu nehmen, etwas falsch zu machen und in Haftung genommen zu werden. Darüber hinaus gibt es in manchen Bundesländern Fortbildungsveranstaltungen – z. B. in Baden-Württemberg (Projekt DIAschulisch der Organisation “Diabetiker Baden-Württemberg”), Rheinland-Pfalz (Termine), in Thüringen über „Diabetiker Thüringen”.
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thomas55 postete ein Update vor 3 Tagen, 5 Stunden
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 3 Tagen, 23 Stunden
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?- ole-t1 antwortete vor 2 Tagen, 1 Stunde
Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße
lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 4 Tagen
Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/Wer ist am Start?
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