Aromen, Zucker und süße Alternativen: Adventszeit ist Backzeit

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Aromen, Zucker und süße Alternativen: Adventszeit ist Backzeit

Erhellen Sie die dunkle Jahreszeit mit der Vorfreude auf Weihnachten und die Plätzchen-Bäckerei. Auch in diesem Jahr haben wir wieder drei süße und leckere Rezepte für Sie: Himmlische Kekse mit Schokolade, Zimt und Haferflocken. Außerdem finden Sie hier ein aktuelles Update zu Aspartam. Und wir geben Ihnen praktische Tipps, wie Sie Ihre Teige mit Aromen geschmacklich veredeln können. Lassen Sie sich inspirieren.

Backen Sie mit Zucker oder lieber mit Süßstoffen und Erythrit? Alles ist bei Diabetes möglich. Es kommt immer auf die verwendeten Mengen an und, dass Sie Kohlenhydrate, die den Blutzucker erhöhen können, entsprechend berücksichtigen. Beim Anwenden künstlicher Süßstoffe sowie des Zuckeraustauschstoffs Erythrit müssen Sie nicht mit unangenehmen Blähungen rechnen, wie es zum Beispiel bei Sorbit oder Maltit der Fall ist.

Augen auf bei Zucker

Weißer Zucker, Raffinade, Puder- oder Hagelzucker (Saccharose) liefern in einer Menge von 10 g (ein gestrichener Esslöffel) 10 g anrechnungspflichtige Kohlenhydrate.

Brauner Rohzucker, auch als Roh-Rohrzucker oder Rohr-Rohzucker bezeichnet, wird aus Zuckerrohr hergestellt. Im Unterschied zum weißen Zucker entfallen die abschließenden Reinigungsschritte. Das hat zur Folge, dass kleine Reste von Melasse und Begleit-Stoffen, welche für die braune Färbung und den Karamell-ähnlichen Geschmack sorgen, enthalten bleiben.

Vollrohrzucker, auch Ursüße oder Vollzucker genannt oder unter dem Markennamen Sucanat erhältlich ist, besteht aus dem getrockneten Saft des Zuckerrohrs, der anschließend gemahlen wird. Auch er hat einen Karamell-artigen Geschmack.

Zucker beim Backen: viele Möglichkeiten

  • Backen mit Zucker ist auch bei Diabetes möglich. Wichtig dabei ist, die Menge moderat zu halten und die Kohlenhydrate aus dem Zucker zu berücksichtigen.
  • Kokosblütenzucker, Honig, Ahornsirup und brauner Zucker sind von der Wirkung auf den Blutzucker vergleichbar mit herkömmlichem Zucker.
  • Einen harmonischen Geschmack ergeben Kombinationen von Erythrit mit Zucker, Stevia oder anderen Süßstoffen.

Farin oder Kandisfarin wird gern zum Backen verwendet. Er wird aus braunem Sirup, welcher bei der Herstellung von Kandiszucker entsteht, gewonnen. Auch diese Zuckersorten haben, wie weißer Zucker, anrechnungspflichtige Kohlenhydrate: In einer Menge von 10 g sind auch hier 10 g Kohlenhydrate.

Brauner Zucker ist nicht automatisch gesünder oder wertvoller als weißer Zucker. Denn er kann aus weißem Kristallzucker bestehen, dem dunkler Sirup aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben zugesetzt wurde.

Weitere Süßungsmittel, die einen direkten Einfluss auf den Blutzucker haben und als Kohlenhydrate und Kalorien angerechnet werden müssen, sind zum Beispiel Honig, Rübenkraut, sämtliche Sorten an Sirup wie Ahorn-, Dattel-, Apfel- oder Birnensirup oder Dicksaft, ebenso Agavendicksaft.

Sie sind zwar alle bei Diabetes möglich, sollten aber in kleinen Mengen verwendet werden, gegebenenfalls in Kombination mit kalorienfreien Süßungsmitteln. Aus diesem Bereich bieten sich zum Beispiel Erythrit, Stevia sowie flüssiger Süßstoff, Streusüße oder Tabletten auf Basis von Saccharin und Cyclamat an.

Vanillezucker selbst gemacht

Füllen Sie Erythrit zum Streuen oder Stevia als Granulat in ein kleines, sauberes Marmeladenglas. Sie können auch beide Süßungsmittel mischen. Halbieren Sie nun eine Vanilleschote längs und kratzen das Mark mit der Spitze des Messers aus. Drücken Sie die Schote flach und schneiden sie in mittelgroße Stücke. Geben Sie das Mark und die Vanilleschoten-Stücke ins Marmeladenglas zum süßen Granulat, verschließen es fest, schütteln es durch und lagern es dunkel.

Aromen zum Backen

Haben Sie schon einmal die Erfahrung gemacht, dass Plätzchen frisch aus dem Ofen anders schmecken als ein paar Tage später? Einige Kekse schmecken gleich doppelt gut, wenn sie die Chance bekommen, etwas durchzuziehen. Das gilt insbesondere für Kekse mit Gewürzen wie Zimt, Lebkuchen- oder Spekulatiusgewürz, aber auch für Buttergebäck, wie Heidesand, Shortbread oder Spritzgebäck. Durch das vollständige Auskühlen und Ruhen können sich die Zutaten in ihrem Eigengeschmack besonders gut entfalten. Deshalb wird zum Backen auch gern Butter verwendet, da sie dem Teig ein einzigartiges Aroma verleiht.

Einen wunderbaren Geschmack verleiht die Kombination von Pflanzenmargarine und einem Fläschchen Back-Aroma der Sorte Butter-Vanille. Bei Teigen, in die gehackte oder gemahlene Nüsse kommen, können 30 Prozent des Fetts, wie Butter, Margarine und Öl, durch ungesüßte, cremige oder stückige Erdnussbutter ersetzt werden. Wer es etwas fruchtig mag, wählt für seinen Teig geriebene Orangen- oder Zitronenschale oder ein paar Spritzer Zitronen- oder Limettensaft.

Überblick: Neues zu Aspartam


Was ist Aspartam?

Dieser Süßstoff (E 951) gehört zu den nahezu kalorien- und damit kohlenhydratfreien Süßstoffen. Bekannt ist er seit 1966 und wurde 1994 in Europa zugelassen. Seine Süßkraft ist etwa 200-mal höher als die herkömmlichen Zuckers.


Enthält Aspartam Kalorien?

Der Süßstoff besteht aus Aminosäuren, also den Bausteinen von Eiweißen, und ist deshalb nicht völlig kalorienfrei. Allerdings wird dank seiner hohen Süßkraft so wenig zum Süßen benötigt, dass die minimale Energiemenge nicht ins Gewicht fällt.


Wo ist Aspartam enthalten?

Aspartam gibt es für Endverbraucher im Einzelhandel und Internet als Streusüße und Tabletten. Industriell wird es z. B. in Zero-Getränken und anderen Erfrischungsgetränken, Milchprodukten, Soßen, Eis, Süßigkeiten, Fertiggerichten oder Marmelade eingesetzt.


Back- und Kocheigenschaften von Aspartam

Bei hohen Temperaturen oder längerer Lagerung verliert dieser Süßstoff an Süßkraft. Beim Backen eignet er sich für Gebäck, welches kurz und nicht zu heiß gebacken wird, z. B. Kekse oder Biskuitteig.


Was hat es mit Phenylalanin bei Aspartam auf sich?

In Aspartam ist die Aminosäure Phenylalanin enthalten. Für Menschen mit der seltenen Erbkrankheit “Phenylketonurie” ist er deshalb nicht geeignet. Auf Produkten mit Aspartam sowie auf Süßstoff-Packungen wird darauf hingewiesen, dass hier eine Phenylalanin-Quelle enthalten ist.


Wie viel Aspartam ist gesundheitlich unbedenklich?

Laut aktuellen Angaben der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) beträgt die tägliche Menge an Aspartam, die lebenslang problemlos konsumiert werden kann (ADI-Wert), 40 mg Aspartam pro Kilogramm Körpergewicht.


Schadet Aspartam der Gesundheit?

In Verruf geraten ist Aspartam, da ihm mögliche Zusammenhänge mit Wirkungen wie Kopfschmerzen, Epilepsie, Allergien oder Krebs nachgesagt werden. Aktuelle Angaben der EFSA bestätigen, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Aspartam und Hirnschäden gibt.


Ist Aspartam krebserregend?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stufte Aspartam kürzlich als “möglicherweise krebserregend” ein. Dies bedeutet nicht automatisch, dass durch den Konsum normaler Mengen von Aspartam (ADI-Wert) Krebs entsteht. Aspartam fällt nun in die Kategorie “möglicherweise krebserregend”. Dieser sind bereits über 300 weitere Substanzen zugeordnet. Dazu zählen z. B. Aloe-Vera-Extrakt, sauer eingelegtes Gemüse asiatischer Art oder auch hochfrequente elektromagnetische Felder aus dem Mobilfunk. Experten empfehlen deshalb, sich weiterhin nach dem ADI-Wert von Aspartam zu richten.

Eine Bereicherung zum Backen, für heiße und kalte Getränke sowie Desserts sind Flavour-Drops. Diese gibt es in Drogeriemärkten, im Internet, in gut sortierten Supermärkten oder Shops für Fitness-Nahrung. Die kleinen Fläschchen haben es in sich: Wenige Tropfen genügen, um etwas angenehm süß und mit einem besonderen Geschmack (Flavour) zu veredeln.

Im Schnitt reichen drei Topfen der jeweiligen Flavour-Drops-Sorte zum Würzen und Süßen von 100 ml Flüssigkeit oder Teig. Sorten wie Nougat, Marzipan, Zimt, Karamell, Vanille oder Buttercookies bieten sich ideal an, um Plätzchenteige ohne zusätzliche Kalorien geschmacklich aufzuwerten. Denn die Flavour-Drops werden auf Basis von Sucralose und/oder Stevia hergestellt. Und diese gehören zu den kalorienfreien Süßstoffen.

Haben Sie Lust, solche Drops einmal auszuprobieren? In unserem aktuellen Gewinnspiel auf Seite 40 verlosen wir Sets für Ihre Plätzchen-Bäckerei, inklusive Flavour-Drops in den Sorten Zimt und Karamell. Viel Glück beim Mitmachen und viel Freude beim Backen!


von Kirsten Metternich von Wolff

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Erschienen in: Diabetes-Journal, 2023; 72 (11) Seite 74-77

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  • tako111 postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

  • moira postete ein Update vor 1 Monat

    Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
    War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

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