In den Wechseljahren: Abnehmen mit Krafttraining und weniger Kalorien

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In den Wechseljahren: Abnehmen mit Krafttraining und weniger Kalorien | Foto: Robert Kneschke – stock.adobe.com
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In den Wechseljahren: Abnehmen mit Krafttraining und weniger Kalorien

Bei rund 90 Prozent aller Frauen, auch mit Diabetes, steigt ab einem Alter von 45 Jahren der Anteil an Körperfett. Grund hierfür sind die bevorstehenden Wechseljahre – mit der Folge, dass sich der Körper nicht nur im Hinblick auf seine Körperform verändert. Auch das Gewicht steigt oft. Wie das Abnehmen in den Wechseljahren mit Krafttraining und einer reduzierten Kalorien-Zufuhr gelingen kann, erklärt Kirsten Metternich von Wolff.

Hitzewallungen, Schwierigkeiten beim Ein- und Durchschlafen, verstärkter Nachtschweiß sowie Stimmungsschwankungen sind typische Begleiterscheinungen der Wechseljahre. Was nicht auf den ersten Blick wahrgenommen wird, sind zudem Veränderungen der Muskelmasse sowie der Knochendichte. Auch die Blutfettwerte können sich durch die stetige hormonelle Veränderung in diesem Lebensabschnitt verändern. Ebenso wird die Glukose-Empfindlichkeit beeinflusst, was zu stärkeren Schwankungen der Blutzuckerwerte führen kann.

Im Schnitt sinkt ab einem Alter von 50 Jahren aufwärts die Muskelmasse um ein bis zwei Prozent pro Jahr. Durch den Verlust der Muskelmasse sinkt proportional der Energieverbrauch im Ruhezustand, denn Muskeln verbrennen Kalorien. So steigt das Risiko für eine Gewichtszunahme einerseits durch die Abnahme der Muskelmasse. Andererseits erhöht eine täglich aufgenommene Kalorienmenge wie vor den Wechseljahren ebenfalls dieses Risiko.

Denn in diesem neuen Lebensabschnitt braucht der weibliche Organismus auf Dauer täglich zwar ausreichend Vital- und Ballaststoffe, jedoch weniger Kalorien. Demnach ist es wenig sinnvoll, mit Crash-Diäten zu versuchen, das Gewicht in Balance zu halten oder erfolgreich und dauerhaft abzunehmen.

Faktoren, die Übergewicht auch in den Wechseljahren fördern

  • abnehmende Muskelmasse, Zunahme von Fettmasse
  • geringerer Energiebedarf des Körpers im Ruhezustand
  • Bewegungsmangel
  • regelmäßiger Konsum von hoch verarbeiteten und Fertig-Produkten
  • Konsum süßer Getränke wie Saft, Frucht-Smoothies, gezuckerte Kaffee-Spezialitäten, Limonade und Co
  • Alkohol-Konsum
  • andauernd hohes Stress-Level
  • Schlafstörungen und Schlafmangel
  • unbehandelte Schilddrüsen-Unterfunktion
  • Einnahme von Medikamenten wie Antidepressiva, Kortison

Östrogene werden im Fettgewebe produziert

Jetzt produzieren die Eierstöcke immer weniger Östrogen. Eine Restproduktion von Östrogen übernimmt nun auch das Fettgewebe. Die geringere Menge an Östrogen im Körper führt dazu, dass Körperfett sich vor allem im Bauchraum ansammelt und weniger an den Hüften. So kann der Bauchumfang stetig wachsen und mit ihm die Gefahr für Begleiterkrankungen.

Gewicht in den Wechseljahren

  1. Durch den zunehmenden Mangel an Östrogen steigt die Fettmenge im Körper.
  2. Da auch die Muskelmasse Alters-abhängig abnimmt, hilft Krafttraining, die Muskeln als Energie-Verbrenner zu erhalten.
  3. Der Energiebedarf sinkt in den Wechseljahren.

Abnehmen erfordert Geduld und Disziplin

Fakt ist, dass Abnehmen im Zuge der Wechseljahre weitaus herausfordernder ist als davor. Die Anstrengungen, ein Kilogramm wieder loszuwerden, müssen im Vergleich zu jungen Jahren deutlich erhöht werden. Hinzu kommt, dass der Verlust lästiger Pfunde meistens länger dauert. Schnelles Zu- und langsames Abnehmen hängt mit dem erwähnten veränderten Energie-Umsatz und abnehmender Muskelmasse zusammen.

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