- Bewegung
In den Wechseljahren: Abnehmen mit Krafttraining und weniger Kalorien
4 Minuten
Bei rund 90 Prozent aller Frauen, auch mit Diabetes, steigt ab einem Alter von 45 Jahren der Anteil an Körperfett. Grund hierfür sind die bevorstehenden Wechseljahre – mit der Folge, dass sich der Körper nicht nur im Hinblick auf seine Körperform verändert. Auch das Gewicht steigt oft. Wie das Abnehmen in den Wechseljahren mit Krafttraining und einer reduzierten Kalorien-Zufuhr gelingen kann, erklärt Kirsten Metternich von Wolff.
Hitzewallungen, Schwierigkeiten beim Ein- und Durchschlafen, verstärkter Nachtschweiß sowie Stimmungsschwankungen sind typische Begleiterscheinungen der Wechseljahre. Was nicht auf den ersten Blick wahrgenommen wird, sind zudem Veränderungen der Muskelmasse sowie der Knochendichte. Auch die Blutfettwerte können sich durch die stetige hormonelle Veränderung in diesem Lebensabschnitt verändern. Ebenso wird die Glukose-Empfindlichkeit beeinflusst, was zu stärkeren Schwankungen der Blutzuckerwerte führen kann.
Im Schnitt sinkt ab einem Alter von 50 Jahren aufwärts die Muskelmasse um ein bis zwei Prozent pro Jahr. Durch den Verlust der Muskelmasse sinkt proportional der Energieverbrauch im Ruhezustand, denn Muskeln verbrennen Kalorien. So steigt das Risiko für eine Gewichtszunahme einerseits durch die Abnahme der Muskelmasse. Andererseits erhöht eine täglich aufgenommene Kalorienmenge wie vor den Wechseljahren ebenfalls dieses Risiko.
Denn in diesem neuen Lebensabschnitt braucht der weibliche Organismus auf Dauer täglich zwar ausreichend Vital- und Ballaststoffe, jedoch weniger Kalorien. Demnach ist es wenig sinnvoll, mit Crash-Diäten zu versuchen, das Gewicht in Balance zu halten oder erfolgreich und dauerhaft abzunehmen.
Faktoren, die Übergewicht auch in den Wechseljahren fördern
- abnehmende Muskelmasse, Zunahme von Fettmasse
- geringerer Energiebedarf des Körpers im Ruhezustand
- Bewegungsmangel
- regelmäßiger Konsum von hoch verarbeiteten und Fertig-Produkten
- Konsum süßer Getränke wie Saft, Frucht-Smoothies, gezuckerte Kaffee-Spezialitäten, Limonade und Co
- Alkohol-Konsum
- andauernd hohes Stress-Level
- Schlafstörungen und Schlafmangel
- unbehandelte Schilddrüsen-Unterfunktion
- Einnahme von Medikamenten wie Antidepressiva, Kortison
Östrogene werden im Fettgewebe produziert
Jetzt produzieren die Eierstöcke immer weniger Östrogen. Eine Restproduktion von Östrogen übernimmt nun auch das Fettgewebe. Die geringere Menge an Östrogen im Körper führt dazu, dass Körperfett sich vor allem im Bauchraum ansammelt und weniger an den Hüften. So kann der Bauchumfang stetig wachsen und mit ihm die Gefahr für Begleiterkrankungen.
Gewicht in den Wechseljahren
- Durch den zunehmenden Mangel an Östrogen steigt die Fettmenge im Körper.
- Da auch die Muskelmasse Alters-abhängig abnimmt, hilft Krafttraining, die Muskeln als Energie-Verbrenner zu erhalten.
- Der Energiebedarf sinkt in den Wechseljahren.
Abnehmen erfordert Geduld und Disziplin
Fakt ist, dass Abnehmen im Zuge der Wechseljahre weitaus herausfordernder ist als davor. Die Anstrengungen, ein Kilogramm wieder loszuwerden, müssen im Vergleich zu jungen Jahren deutlich erhöht werden. Hinzu kommt, dass der Verlust lästiger Pfunde meistens länger dauert. Schnelles Zu- und langsames Abnehmen hängt mit dem erwähnten veränderten Energie-Umsatz und abnehmender Muskelmasse zusammen.
Dieser Text steht nur eingeloggten Community-Mitgliedern zur Verfügung.
Melde dich jetzt kostenlos an, um diesen Beitrag lesen zu können.
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Ähnliche Beiträge
- Eltern und Kind
- Ernährung
4 Minuten
Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.
Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.
über deinen Diabetes?
Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.
-
stephanie-haack postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
-
tako111 postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
-
katrin-kraatz antwortete vor 2 Wochen, 4 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
-
-
moira postete ein Update vor 4 Wochen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
