- Soziales und Recht
Kolumne | Zum guten Schluss: Ausgeliefert
2 Minuten

Am letzten Wochenende hatte ich Rufbereitschaft in der Diabetes-Klinik und musste deswegen zu Hause bleiben, um für einen etwaigen Anruf aus der Klinik erreichbar zu sein. Es war ein typischer Sonntag und es herrschte die bekannte Winter-Tristesse bei leichtem Nieselregen.
In dieser Gemengelage versuchte ich, es mir gemeinsam mit meiner Frau Gaby so schön wie möglich zu machen. So saßen wir bei einem Tee und Keksen am Nachmittag auf dem Sofa und harrten der Dinge. “Manchmal fühle ich mich so ausgeliefert”, meinte Gaby und schaute mich mit ihren großen braunen Augen seelenverloren an. Innerlich dachte ich, dass sie damit hoffentlich nicht meine Gesellschaft meinte, weil sie jetzt mit mir hier auf dem Sofa sitzen musste.
“Alles ist irgendwie schrecklich”, fuhr Gaby fort. “Der Krieg in Europa, der Arbeitskräfte-Mangel, das Wetter, der trübe Sonntag und die Aussicht, morgen schon wieder in die Tretmühle an meiner Arbeitsstätte gehen zu müssen.” Irgendwie verstand ich sie, aber auch an solch trüben Tagen gibt es Dinge, die man einfach nicht beeinflussen kann. Dazu zählt natürlich das Wetter oder die aktuelle weltpolitische Lage.
Was man aber sehr wohl beeinflussen kann, ist, wie man damit umgeht. Muss ich wirklich alle Nachrichten anschauen und mich immer wieder mit dem Schrecken dieser Tage konfrontieren lassen? Nein, muss ich nicht. Muss ich über das Wetter jammern oder kann ich auch bei leichtem Nieselregen eine kleine Runde draußen drehen? Und muss ich mir jetzt schon ausmalen, was nächste Woche bei der Arbeit alles schieflaufen könnte, oder freue ich mich vielleicht darauf, sympathische Arbeits-Kollegen oder ein paar nette Kunden zu treffen?
Es gibt so viele Dinge, die man selbst in die Hand nehmen kann. Das Ganze hat etwas mit Resilienz zu tun, der eigenen Widerstandsfähigkeit, die man trainieren kann. Das vergessen wir aber zu oft und fühlen uns ausgeliefert, obwohl es besser wäre, etwas dagegen zu tun.
“Du hast recht”, meinte Gaby, “lass uns draußen eine Runde drehen und danach bei unserem Italiener unser Lieblingsessen bestellen.” “Gute Idee”, meinte ich, “und wenn dann das leckere Essen auf dem Tisch steht, hat das Wort AUSGELIEFERT doch eine viel bessere Bedeutung.”

von Dr. Hans Langer
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2023; 72 (3) Seite 82
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Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!stephanie-haack postete ein Update vor 1 Monat, 1 Woche
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/





Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße