- Soziales und Recht
Kolumne | Zum guten Schluss: Corona – nur nicht akut krank werden!
2 Minuten

Die Corona-Welle rollt mal wieder über Deutschland. So erwischte es auch eine betagte Bekannte, die nun akut krank wurde. Sie ist normalerweise noch sehr rüstig: Sie versorgt sich nahezu komplett selbst, kauft ein, kocht und managt auch ihren Typ-2-Diabetes völlig eigenständig.
Die Corona-Infektion aber warf sie regelrecht um – trotz der erst kürzlich zurückliegenden fünften Corona-Impfung. Der Hals tat weh, sie hustete, Abgeschlagenheit und Müdigkeit übermannten sie. Schlafen war das Zauberwort der Stunde. Um den Kreislauf nicht komplett in die Knie gehen zu lassen, waren die kurzen Wachphasen zum Essen und vor allem zum Trinken da. Trotzdem sackte der Kreislauf nachts kurzfristig zusammen, war aber mit Unterstützung ihrer Tochter, die sie alarmiert hatte, nach ein paar Gläsern Wasser wieder stabil.
Wie aber sollte sie sich – bis dahin reine Selbstversorgerin – in ihrem Zustand nun um alles Notwendige kümmern? Selbst, einen Tee zu kochen, war in dieser Situation zu anstrengend – wäre aber ein wohltuendes und helfendes Getränk.
Tochter darf sich nicht freinehmen
Zum Glück wohnt eben jene in der Nacht alarmierte Tochter in der Nachbarschaft. Sie ist berufstätig, Vollzeit – aber ihre Mutter war ihr jetzt selbstverständlich wichtiger. Also rief sie bei ihrem Arbeitgeber an, um ihm mitzuteilen, dass sie einen Tag, vielleicht auch zwei, frei brauche, um sich um ihre akut und voraussichtlich nur ein, zwei Tage pflegebedürftige Mutter zu kümmern.
“Geht nicht”, war die Antwort. Um für die Pflege von Mutter oder Vater freizubekommen, müssen diese bereits einen Pflegegrad haben oder es muss ein Pflegegrad zu erwarten sein. Bei kranken Kindern ist die Situation eine andere: Da gibt es selbstverständlich eine gewisse Zahl an Tagen pro Jahr, um sie zu versorgen.
“Geht’s noch?”, frage ich mich da, als ich den Bericht meiner Bekannten höre. Will der Staat lieber, dass betagte Menschen für ein paar Tage ins Krankenhaus müssen, um in einer solchen Notlage versorgt zu sein – und sich dort möglicherweise noch ganz andere Infektionen einzufangen? Leben wir nicht in einem Sozialstaat, wo es selbstverständlich sein sollte, dass Kinder auch dann für ihre Eltern da sein können, wenn diese noch nicht Langzeitpflegebedürftig sind? Traurige Welt … Ob ich darin alt werden möchte?

von Alex Adabei
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2024; 72 (2) Seite 82
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thomas55 postete ein Update vor 2 Wochen, 3 Tagen
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?- ole-t1 antwortete vor 2 Wochen, 2 Tagen
Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße
lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 1 Monat
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