- Soziales und Recht
Prof. Petzold erhält SilverStar-Ehrenpreis
4 Minuten
Für sein herausragendes Lebenswerk als Mediziner, aber auch für sein hohes Maß an Zwischenmenschlichkeit, Teamgeist und sozialem Engagement wurde Prof. Dr. Rüdiger Petzoldt mit dem SilverStar-Ehrenpreis geehrt.
„Ich wollte beruflich immer etwas mit Menschen zu tun haben“, erklärt Prof. Dr. Rüdiger Petzoldt seine Entscheidung, Arzt zu werden. Über mehrere Jahrzehnte engagierte sich der Diabetologe in bemerkenswerter Weise für Patienten – innerhalb und außerhalb der Klinik. Die Arzttätigkeit war für ihn mehr Berufung als Beruf: Für seine Patienten, aber auch die Pflegekräfte und Kollegen hatte Professor Petzoldt stets ein offenes Ohr.
Stets die nötige Zeit und ein offenes Ohr für die Patienten
In persönlichen Gesprächen nahm sich der ehemalige Direktor des Herz- und Diabeteszentrums Nordrhein-Westfalen für jeden die nötige Zeit, klärte Patienten umfassend über ihre Erkrankung und den Umgang mit ihr im Alltag auf und beantwortete alle auftretenden Fragen. Während seiner Tätigkeit in der Klinik baute er ein Schulungsteam auf, zu dem erstmals eine Pädagogin und eine Psychologin gehörten.
Diabetes-Journal: Über 35 Jahre lang beantwortete Petzoldt Leserfragen
Auch Diabetespatienten außerhalb der Klinik stand Professor Petzoldt mit Rat und Tat zur Seite: Über 35 Jahre lang beantwortete der Experte Leserfragen im Diabetes-Journal. Außerdem war Petzoldt in verschiedenen Gremien der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) sowie im Vorstand der Deutschen Diabetes Stiftung (DDS) aktiv.
Engagement über den Ruhestand hinaus
Auch seit seiner Emeritierung 2003 setzt sich der begeisterte Familienmensch für seine Mitmenschen ein. So unterstützt er beispielsweise Hauptschüler bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz und ist in der örtlichen Flüchtlingshilfe aktiv – z. B. liest er ehrenamtlich den Kindern einer Flüchtlingsklasse vor.
„Vorbild für die junge Ärztegeneration“ erhält SilverStar-Ehrenpreis
Für sein herausragendes Lebenswerk als Mediziner wurde Prof. Dr. Rüdiger Petzoldt aus Bad Oeynhausen vergangene Woche auf dem Diabetes Kongress 2017 in Hamburg mit dem mit 5.000 Euro dotierten SilverStar-Ehrenpreis geehrt.

„Prof. Petzoldt hatte eine beeindruckende Art, seinen Patienten und Mitarbeitern zu begegnen“, hob Jurymitglied PD Dr. Andrej Zeyfang (Stuttgart), hervor. Gerade auch für die junge Ärztegeneration sei sein von Zwischenmenschlichkeit und Teamgeist geprägtes Handeln ein Vorbild.
SilverStar-Förderpreis zeichnet Projekte für ältere Diabetespatienten aus
Der SilverStar ist ein Förderpreis, mit dem die Berlin-Chemie AG Projekte oder Initiativen fördert, die zu einer besseren Versorgung älterer Menschen mit Diabetes beitragen. Neben dem Ehrenpreis für Prof. Petzoldt wurden Dr. Bernhard Brunner und sein Team vom Fraunhofer-Institut für Silicatforschung (Würzburg) für die Entwicklung eines innovativen Druckmessstrumpfs sowie Prof. Dr. Stephan Martin, Chefarzt für Diabetologie und Direktor des Westdeutschen Diabetes- und Gesundheitszentrums (Düsseldorf) für sein Versorgungskonzept für Diabetespatienten ausgezeichnet.
Interview mit Prof. Dr. Rüdiger Petzoldt
Warum haben Sie sich damals dazu entschieden, Arzt zu werden?
Prof. Dr. Rüdiger Petzoldt: Schon zu meiner Schulzeit war mir klar, dass ich beruflich etwas mit Menschen zu tun haben wollte. Da ich gerade die Schule verlassen hatte, wollte ich nicht Lehrer werden. So bin ich dann eher zufällig zur Medizin gekommen, obwohl ich damals gar nicht wusste, was mich als Arzt erwarten würde. Ich kannte auch keinen Arzt persönlich, den ich hätte fragen können. Als ich für zwei Jahre Medizinalassistent war – heute ist das das Praktische Jahr – habe ich ganz verschiedene Fachbereiche kennengelernt.
Wie kamen Sie dann zur Diabetologie?
Prof. Petzoldt: Schon als Student war ich in der Diabetiker-Ambulanz tätig – denn an der Universität Frankfurt habe ich meine Doktorarbeit in der Diabetologie geschrieben. Meinem Doktorvater Prof. Dr. Schöffling habe ich es letztlich zu verdanken, dass ich dann auch in der Diabetologie geblieben bin. Nach der Promotion und Habilitation in Frankfurt wurde ich 1980 nach Bad Oeynhausen an die Diabetesklinik berufen. Neben der praktischen Tätigkeit in Bad Oeynhausen war ich für meine Lehrtätigkeit zunächst an der Universität Frankfurt und später an der Ruhr-Universität Bochum tätig.
Was haben Sie an Ihrer täglichen Arbeit besonders geschätzt?
Prof. Petzoldt: Mir lag das persönliche Gespräch mit dem Patienten sehr am Herzen, es ging mir nicht alleine um seine Erkrankung. Der gesamte Mensch stand für mich immer im Fokus. Ich habe die Erfahrung machen können, dass man das, was man seinen Patienten gibt, auch von ihnen zurückbekommt. Das hat mir in meiner Arbeit immer sehr viel gegeben. Auch außerhalb der Klinik hatte ich Kontakt zu Patienten: Ab 1975 habe ich für das Diabetes Journal geschrieben. Dort habe ich längere Zeit in der Rubrik „Sprechstunde“ Fragen von Diabetespatienten rund um ihre Erkrankung und ihren Alltag beantwortet. Jährlich kamen rund vier- bis fünfhundert Fragen zusammen. Mehrere ausgewählte Fragen wurden dann monatlich im Diabetes Journal veröffentlicht. Von der Zeitschrift aus gab es auch sogenannte Diabetes-Touren, bei denen ich mitgereist bin. Auch dort konnten Besucher ihre Fragen stellen, auch zu ganz persönlichen Themen.
Engagieren Sie sich heute noch – 14 Jahre nach Ihrem Ruhestand – für Menschen?
Prof. Petzoldt: Ich bin ab und zu noch gerne im Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen, wo ich die Mitarbeiter zum Teil noch kenne. Dort bin ich als Patientenvertreter in der Ethik-Kommission der Medizinischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum tätig. Wir treffen uns regelmäßig und beurteilen Forschungsvorhaben. Manchmal besuche ich noch Diabetes-Kongresse, aktiv eingebunden bin ich aber nicht mehr. Privat engagiere ich mich im regionalen Rotary Club. Dort haben wir vor einiger Zeit Jugendlichen einer Hauptschule dabei geholfen, Ausbildungsplätze zu finden.
Was würden Sie Ärztinnen und Ärzten mit auf den Weg geben?
Prof. Petzoldt: Jungen Ärzten möchte ich raten, sich nicht als Einzelkämpfer zu behaupten. Was zählt, ist die Arbeit im Team. Da kommt mehr bei herum: mehr Kenntnis, mehr Können und mehr Aktivität. Für mich waren die Prioritäten immer klar: der Mensch steht vor der Krankheit.
Weitere Informationen zum SilverStar-Förderpreis finden Sie unter www.silverstar-preis.de.
mit Materialien des SilverStar-Förderpreises
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hexle postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 6 Tagen, 11 Stunden
Hallo,
das neueste update für iOS ist inzwischen das 26.4.2. ich nutze den Dexcom g7 und die Freigabe von Dexcom ist derzeit bei 26.3.1.
Wer sein Smartohone für online banking nutzt, muss bestätigen, dass updates regelmäßig gemacht werden. Ich finde es eine Zumutung, dass die Technik von Dexcom uns da immer so hinhält. Gibt es eine offizielle Stelle, die da mal intervenieren kann? -
uho1 postete ein Update vor 1 Woche, 5 Tagen
Hat jemand bereits Erfahrungen mit der Medtrum Pumpe und dem dazugehörigen Sensor?
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diahexe postete ein Update vor 2 Wochen, 6 Tagen
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
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gregor-hess antwortete vor 2 Wochen, 1 Tag
Liebe diahexe,
Du könntest dazu mal bei „Insulin zum Leben“ nachfragen. Das ist ein gemeinnütziger Verein, der vornehmlich Insulin, das hierzulande nicht mehr benötigt oder verwendet wird, in Weltregionen schickt, in denen großer Bedarf dafür herrscht. Soweit mir bekannt ist, nehmen die auch viele Diabetes-Hilfsmittel an. Hier findest Du die Website: https://www.insulin-zum-leben.de/
Viele Grüße
Gregor aus der Diabetes-Anker-Redaktion -
diahexe antwortete vor 2 Wochen, 1 Tag
@gregor-hess: Vielen lieben Dank. Ich hatte schon beim Roten Kreuz nachgefragt, die wollten allerdings die BZ Messgeräte nicht, angeblich wären sie zu alt (5 Jahre), obwohl es die Geräte genauso noch gibt und sie einwandfrei funktionieren.
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crismo antwortete vor 1 Woche
@gregor-hess: das ist ein sehr guter Hinweis. Ich war schon persönlich bei der Gründerin des Vereins und habe Insulin abgegeben. Diese Frau macht wirklich einen tollen Job und bringt das Insulin regelmäßig nach Afrika. Sie nimmt Insulin, Pens, Pennadeln, Lanzetten, Blutzuckerteststreifen usw…
Kann es nur empfehlen!!!
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Hallo hexle,
ich finde die Update-Empfehlungen von Dexcom auch etwas unbefriedigend.
Allerdings steht auf der Kompatibilitäts-Seite auch:
Zitat: “Sie können diese App auf jedem Betriebssystem verwenden, das die Mindestanforderungen erfüllt. Dexcom empfiehlt jedoch …”
Eine “offizielle Stelle” bei Dexcom ist mir nicht bekannt, vom generellen Kundenservice mal abgesehen.
Bei ernsthaften, tatsächlichen Funktionsstörungen gäbe es noch die Möglichkeit, eine Meldung beim BfArM zu eröffnen.
Beste Grüße
PS Ich wollte noch ergänzen: Eine aktuelle ernsthafte Funktionsstörung sehe ich hier nicht gegeben.
Sicherheits-Updates der Betriebssysteme haben immer absolute Priorität. Dexcom und Abbott sind definitv sehr langsam mit den Tests und Freigaben. Beim G7 hat Dexcom etwas an Geschwindigkeit gewonnen, aber für G6 ist noch nicht einmal Android 16 getestet, das seit einem Jahr verfügbar ist. An Medizinprodukt-Freigaben liegt das nicht und besonders seriös und professionell ist es auch nicht. Neue Smartphones kann man nur mit aktueller OS-Version kaufen und wenn die nicht freigegeben ist, kann man theoretisch gar kein Smartphone sicher für Sensor oder AID-System verwenden. So war z. B. iOS 26 lange Zeit nicht auf den Listen, aber iPhones nur mit iOS 26 erhältlich. Die Listen verlieren damit zeitweise ihren eigentlichen Nutzen. Intervenieren können Anwender/Kunden mit Beschwerden bei den Hotlines.
@ole-t1: Danke Ole für deine Rückmeldung.
@schorschlinger: Danke für deine Rückmeldung. Beschwerden bringen einen da leider auch nicht weiter….