- Technik
Neue Wege gehen: Wenn künstliche Intelligenz beim Gewichts-Management unterstützt
2 Minuten
Die moderne Welt steht kopf: Während Kühlschrank und Herd inzwischen mit WLAN ausgestattet sind, die Uhr am Handgelenk scheinbar mehr weiß als der Hausarzt und der digitale Einkaufszettel in der Cloud wohnt, tritt ein neuer Akteur auf die Bühne: Gewichts-Management per künstliche Intelligenz, kurz KI. Noch steht kein Algorithmus im Supermarkt und zwickt in den Arm, wenn ein Donut im Einkaufswagen landet …
Künstliche Intelligenz (KI) hat das Thema Ernährung, Übergewicht und Diabetes längst für sich entdeckt. Da werden Kalorien getrackt, Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate gezählt und Glukosewerte in Echtzeit analysiert. Das alles funktioniert selbstverständlich in Sekundenschnelle und auf Knopfdruck. Was früher die Gewissensbisse nach dem zweiten Stück Streuselkuchen waren, übernimmt nun ein smarter Assistent, der ganz diskret darauf hinweist, dass „ein Glas Wasser jetzt ganz großartig“ wäre.
Jede Medaille hat zwei Seiten
Wie alles hat auch das Thema künstliche Intelligenz zwei Seiten: Wer sich früher im Dickicht der Diät-Mythen verlief – mal war die Kartoffel, mal der Apfel schuld –, findet heute Rat(losigkeit?) im Datenmeer der Apps oder Empfehlungen in den sozialen Medien wie TikTok, Instagram und Co. Und dann wäre da noch die Sache mit dem Übergewicht.
Früher war es ein Thema zwischen Waage und Spiegel, heute zwischen Browser-Fenster und Schrittzähler. Künstliche Intelligenz weiß, wann das abendliche Knuspern beginnt, kennt das Lieblingsgericht und erkennt Muster, die jeder menschlichen Aufmerksamkeit entgehen.
Aber natürlich gibt es auch Vorteile: Wer seine Anweisung gut und klar formuliert mit einem guten Prompt, also einer Aufforderung, einem Befehl oder einer Frage an eine KI, etwas Ahnung hat und echte Information von Halluzination unterscheiden kann, wird mit künstlicher Intelligenz sicher und schnell an hilfreiche Informationen kommen.
Entspannter mit Essen umgehen
Ob die künstliche Intelligenz also wirklich dabei hilft, gesünder und schlanker zu werden? Die Antwort bleibt offen. Wahrscheinlich ist aber, dass ein Zusammenspiel aus Wissen, Technik und ein wenig Selbstironie zumindest den Weg zu einem entspannteren Umgang mit Kalorien, Kohlenhydraten und Co ebnet. Und bis dahin bleibt nur zu hoffen, dass der Kühlschrank weiterhin schweigt – zumindest so lange, bis er vermeintlich oder tatsächlich Ungesundes zwischen dem Gemüse entdeckt.
Rubrik ÜBER Gewicht
Hier dreht sich alles ums Thema Gewicht. Die Expertinnen Kirsten Metternich von Wolff und Dr. Astrid Tombek geben Tipps und Anregungen. Sie erklären, was rund ums Thema wichtig, hilfreich und interessant ist. Wer Fragen oder Anregungen hat, kann gern eine E-Mail schreiben an: info@metternich24.de.
von Dr. oec. troph. Astrid Tombek
Dr. Astrid Tombek ist Diplom-Oecotrophologin (Ernährungswissenschaftlerin), Diabetesberaterin DDG und Bereichsleiterin der Abteilung Diabetes- und Ernährungsberatung an der Diabetes-Klinik Mergentheim. Sie ist in diversen Organisationen und Fachgesellschaften engagiert und seit vielen Jahren Redakteurin der Zeitschrift Diabetes-Anker (vormals Diabetes-Journal).
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2026; 75 (54) Seite 43
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schubidu postete ein Update in der Gruppe In der Gruppe:Diabetes-Technik vor 6 Tagen, 16 Stunden
Hallo zusammen,
ich möchte im Herbst auf eine Patchpump umsteigen, daher würde mich interessieren, ob jemand mit der Nano touchcare Erfahrungen machen konnte. Lieben Dank für Rückmeldungen im Voraus!-
calvin240 antwortete vor 6 Tagen, 15 Stunden
Hey, ja ich nutze aktuell das Medtrum Nano System also CGM + Patchpumpe. Zuvor hatte ich das Omnipod Dash (war schon sehr gut) aber das Medtrum System ist eine ganz andere Welt (im positiven) der Automodus läuft und hält die Werte größtenteils stabil. Auch die Auto Bolus Abgabe (nur auswählen Frühstück, mittag, Abendessen oder snack) Damit brauchst du bei bis bis zu 90g Kolenhydrate nicht mehr den Bolusrechner verwenden, kannst du aber bei Bedarf trotzdem jederzeit. Es hat mein Leben verändert, auch dass du wenn du möchtest eine Schnittstelle (smartphone eine App für Cgm+Pumpe) funktioniert einwandfrei. Das einzige wo man aufpassen muss, man sollte den Sensor gelegentlich kalibrieren. Der Dexcom g7 war ohne kalibrieren etwas genauer, aber die Vorteile vom Medtrum überwiegen. Ich kann’s nur empfehlen. Viel Erfolg beim Einstieg! Melde dich gerne falls du noch konkrete Fragen hast. Erfahrung in der Praxis hab icb schon einige Monate hinter mir.
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uho1 antwortete vor 6 Tagen, 13 Stunden
@calvin240: Super, dass du geantwortet hast. Ich hatte vor einiger Zeit die gleiche Frage. Auch ich werde diese Pumpe ab Herbst nutzen. Bin aber absoluter Pumpenneuling. Darf ich dich bei Bedarf anschreiben? Viele Grüße aus der schönen Rhön!
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calvin240 antwortete vor 5 Tagen, 9 Stunden
@uho1: klar kannst du gerne machen. Wenn du Allgemein Pumpenneuling bist (jeder hat andere Anforderungen) aber aus meiner Sicht ist eine Patchpumpe also auch das Medtrum Nano die innovativste Behandlungsmöglichkeit.
Liebe Grüße
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stephanie-haack postete ein Update vor 4 Wochen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 4 Wochen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 4 Wochen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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