Neuer „Smart Transmitter“: „Eversense XL“-CGM-System jetzt noch genauer

2 Minuten

© Roche Diabetes Care Deutschland
Neuer „Smart Transmitter“: „Eversense XL“-CGM-System jetzt noch genauer

Der neue Smart Transmitter für das Eversense XL-CGM-System ist ab sofort noch genauer. Die MARD (Maß, mit dem die Messgenauigkeit ermittelt wird) konnte um zwei Prozentpunkte über einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten verbessert werden.

Systeme zum kontinuierlichen Glukosemonitoring (CGM-Systeme) ermöglichen Menschen mit Diabetes einen deutlich umfassenderen Einblick in ihre aktuellen Glukosewerte als die konventionelle punktuelle Blutzuckermessungen. Wichtig für Anwender wie Behandler ist dabei die Genauigkeit der gemessenen Werte.

Neuer Algorithmus des „Smart Transmitters“ verringert Abweichung

Diese Messgenauigkeit von CGM-Systemen wird mit dem Maß MARD („Mean Absolute Relative Difference“; dt.: „mittlere absolute relative Abweichung“) ermittelt. Dieser Wert gibt an, wie weit der Messwert des geprüften Systems für alle durchgeführten Messungen über den gesamten Messbereich von der Referenzmethode abweicht. Je kleiner dieser Wert ist, desto näher liegen die Messwerte des geprüften Systems an der Referenzmethode.

Für den neuen Eversense XL Smart Transmitter wurde nun ein neuer Algorithmus entwickelt, der diese Abweichung verringert. Der Algorithmus hat die MARD um zwei Prozentpunkte verbessert, meldet das Herstellerunternehmen Roche Diabetes Care. Sie liegt nun bei 9,4 Prozent über einen Zeitraum von bis zu sechs Monaten [1].

Besonders wichtig: Auch während der ersten 30 Tage der Anwendung und im kritischen Hypoglykämie-Bereich erzielt der neue Smart Transmitter eine höhere Genauigkeit [2, 3].

Glukoseverlauf besser erkennen, Therapie gezielter anpassen

Je genauer die ermittelten Werte, desto sicherer können sich Nutzer von CGM-Systemen im Alltag fühlen. Dank der verbesserten MARD können sich die Patienten nun noch mehr auf die gemessenen Glukosewerte des Eversense XL verlassen und ihre Therapieentscheidungen vornehmen.

Auch für die Behandler bedeutet hat die eine noch genauere kontinuierliche Messung der Glukosewerte Vorteile. Durch die Vielzahl an auslesbaren Daten können Trends im Glukoseverlauf besser erkannt und Optimierungsbedarf leichter aufgedeckt werden. So lassen sich notwendige Therapieanpassungen schneller und gezielter vornehmen.

Eversense XL: Erstattungsfähigkeit und weiterführende Informationen

Eversense XL ist ein CGM-System, dessen Langzeitsensor mit einem kleinen Eingriff unter die Haut (i.d.R. am Oberarm) gesetzt wird und dort bis zu sechs Monate lang die Glukosewerte kontinuierlich misst.

Ab sofort erstattet auch die Techniker Krankenkasse (TK) das Eversense XL-CGM-System. Damit erstatten nun die drei größten gesetzlichen Krankenkassen (TK, Barmer, DAK) das Langzeit-CGM System.

Neben diesen gibt es weitere Krankenkassen, die bei Vorliegen einer medizinischen Indikation die Erstattung übernehmen. Erst Anfang des Jahres hatte der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) bestätigt, dass das Eversense XL alle Anforderungen an ein Real-Time-CGM-System (rtCGMS) erfüllt und somit auch bei Vorliegen der jeweiligen Indikation erstattungsfähig ist.

Roche Diabetes Care vertreibt das Eversense XL-CGM-System in Kooperation mit dem amerikanischen Hersteller Senseonics exklusiv in Deutschland. Patienten erhalten weitere Informationen zu Eversense unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 7244119 (Mo. bis Fr., 8 bis 18 Uhr) und auf www.eversense.de.

Literaturliste ausklappen
  1. Aronson et al, Diabetes 2018 Jul; 67(Supplement 1): | DOI: 10.2337/db18-13-OR
  2. Kropff et al, Diabetes Care 2017;40:1–6 | DOI: 10.2337/dc16-1525
  3. Daten verfügbar

von Redaktion Diabetes-Anker

Avatar von diabetes-anker

mit Materialien Roche Diabetes Care

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Ähnliche Beiträge

Community-Rezept: Gemüse- Curry von Annika
Herzhaft, ballaststoffreich und vegan: Das Gemüse-Curry-Rezept von Annika aus der Community vereint Blumenkohl, Kichererbsen und Kokosmilch zu einem sättigenden Hauptgericht. Pro Portion liefert es 18 g Ballaststoffe – ideal auch als Meal-Prep für Menschen mit Diabetes.
Community-Rezept: Gemüse-Curry von Annika | Foto: MedTriX / Bernhard und Gabi Kölsch

3 Minuten

Community-Beitrag
Informationstag für Menschen mit Adipositas und/oder Diabetes: Gelebtes Empowerment bei der ADIBETIKA 2026
Beim Informationstag ADIBETIKA 2026 tauschten sich Menschen mit Adipositas, Diabetes oder beidem über Therapien, Digitalisierung und den Alltag mit den Erkrankungen aus. Susanne Thiemann vom DDH-M NRW e.V. berichtet über die Veranstaltung und die starke Allianz zweier Patientenverbände. Zusätzliche Impressionen und Stimmen gibt's im Video.
Informationstag für Menschen mit Adipositas und/oder Diabetes: Gelebtes Empowerment bei der ADIBETIKA 2026 | Foto: DDH-M NRW

2 Minuten

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Diabetes-Anker-Newsletter

Alle wichtigen Infos und Events für Menschen mit Diabetes – kostenlos und direkt in deinem Postfach. Mit unserem Newsletter verpasst du nichts mehr.

Hinweise zum Datenschutz

Über uns

Geschichten, Gemeinschaft, Gesundheit: Der Diabetes-Anker ist ein umfassendes Angebot für alle Menschen mit Diabetes – live, gedruckt und digital. Der Diabetes-Anker und die Community sind immer da, wo du sie brauchst. Für alle Höhen und Tiefen.

Community-Frage
Mit wem redest du
über deinen Diabetes?

Die Antworten werden anonymisiert gesammelt und sind nicht mit dir oder deinem Profil verbunden. Achte darauf, dass deine Antwort auch keine Personenbezogenen Daten enthält.

Werde Teil unserer Community
Folge uns auf unseren Social-Media-Kanälen
Community-Feed
Zur Community
  • Hallo Philipa,
    beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
    Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
    Viel Erfolg
    Thomas

  • philipa postete ein Update vor 4 Tagen, 13 Stunden

    Hallo zusammen,
    Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?

    • Hallo philipa,
      Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
      Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
      Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
      Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
      Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
      Beste Grüße

  • lena-schmidt hat eine Umfrage erstellt vor 2 Wochen, 4 Tagen

    Reminder: Das nächste Community-Meetup findet am 15. Juli statt!
    Den Link und weitere Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juli/

    Wer ist am Start?

    ( 4 von 6 )
    66.67%
    ( 1 von 6 )
    16.67%
    ( 1 von 6 )
    16.67%