Serie – AID-Systeme für Kinder und Jugendliche: Lena und Julian und ihre mylife YpsoPump mit CamAPS-FX-Algorithmus

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Serie – AID-Systeme für Kinder und Jugendliche: mylife YpsoPump mit CamAPS-FX-Algorithmus | Foto: MNStudio - stock.adobe.com
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Serie – AID-Systeme für Kinder und Jugendliche: Lena und Julian und ihre mylife YpsoPump mit CamAPS-FX-Algorithmus

Wir beenden unsere Serie der Vorstellung der vier Insulinpumpen-Systeme mit automatisierter Insulindosierung (AID), die in Deutschland für Kinder und Jugendliche zugelassen sind, mit der mylife YpsoPump in Kombination mit dem Algorithmus CamAPS FX. Dieses intelligente System passt die Insulinabgabe automatisch an – und lernt dabei immer mehr über den individuellen Bedarf der Nutzenden.

Für den Einsatz dieser automatisierten Insulinabgabe (AID) sind drei Bausteine nötig:

  • die mylife YpsoPump – sie gibt das Insulin ab,
  • die mylife CamAPS FX App – der Algorithmus bzw. die Steuerzentrale des Systems, welche auf iOS- und auf Android-Smartphones verfügbar ist,
  • ein Sensor zum kontinuierlichen Glukosemessen (CGM) – kompatibel sind Dexcom G6 und FreeStyle Libre 3 (Plus).

Alle fünf Minuten sendet der Sensor die aktuellen Glukosewerte an die App. Diese berücksichtigt, wie viel Insulin bereits im Körper aktiv und wie die Insulin-Abgabe bisher verlaufen ist, und passt daraufhin die Insulinmenge automatisch an. Die Insulin-Zufuhr kann dabei erhöht, reduziert oder kurz pausiert werden. Ziel ist es, Schwankungen der Glukosewerte zu verhindern und dadurch die Zeit im optimalen Glukosebereich zu verlängern. Die lernende App macht diese automatische Anpassung möglich, indem sie den individuellen Insulin-Bedarf kontinuierlich auswertet und die Therapie immer präziser auf die persönliche Situation des Nutzers oder der Nutzerin abstimmt.

Auch wenn das System vieles automatisch regelt, muss man weiterhin die Menge an Kohlenhydraten vor einer Mahlzeit in die App eingeben. Anhand der festgelegten Therapieparameter berechnet das System die passende Insulin-Dosis und gibt diese direkt über die Insulinpumpe ab. Diese Kombination aus automatischer Zufuhr des Insulins für die Basalrate und manuellen Mahlzeiten-Boli sorgt für eine flexible und sichere Einstellung der Glukosewerte im Alltag.

mylife YpsoPump mit CamAPS-FX-Algorithmus und Dexcom G6 oder FreeStyle Libre 3

  • ab einem Alter von null Jahren ist die YpsoPump (ohne AID-System) zugelassen
  • in Kombination mit dem CGM-System Dexcom G6 oder FreeStyle Libre 3 (Plus) und der CamAPS FX App als Algorithmus als AID-System (mylife Loop) ab dem 2. Lebensjahr nutzbar
  • korrigiert als AID-System automatisiert hohe und nied- rige Glukosewerte
  • für das individuelle Ein- stellen von Zielwerten gibt es 28 verschiedene Zeitblöcke
  • der Ease-off-Modus hilft z. B. beim Sport
Serie – AID-Systeme für Kinder und Jugendliche: FreeStyle Libre YpsoPump mylife CamAPS FX | Foto: Ypsomed

Lena lebt entspannter

Die 17-jährige Lena nutzte lange eine Therapie mit Insulinpens. Doch das Spritzen im Alltag war ihr unangenehm, oft zog sie sich dafür auf die Toilette zurück. Das ständige Erklären gegenüber Mitschülerinnen und Mitschülern belastete sie und ihre Stoffwechselsituation litt darunter.

Ein großer Vorteil des Systems zeigt sich für Lena vor allem am Abend: Früher stiegen ihre Glukosewerte ab 21 Uhr oft an, ohne dass sie aß. Da sie abends häufig mit Hausaufgaben beschäftigt war, bemerkte sie den Anstieg oft erst spät. Mehrfache Korrekturen führten häufig zu Unterzuckerungen oder wirkten nicht. Heute stellt sie zwischen 21 und 24 Uhr ihren Zielwert auf 80 mg/dl (4,4 mmol/l) ein. So bleiben ihre Werte stabil – ganz ohne Gaben von Korrekturinsulin.

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      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?