Vorschau auf den Dexcom G8: Was über den nächsten CGM-Sensor des Unternehmens bekannt ist

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Vorschau auf den Dexcom G8: Was über den nächsten CGM-Sensor des Unternehmens bekannt ist | Foto: Dexcom / MedTriX
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Vorschau auf den Dexcom G8: Was über den nächsten CGM-Sensor des Unternehmens bekannt ist

Das Diabetes-Technologie-Unternehmen Dexcom hat gegenüber Investoren seinen nächsten Sensor für die kontinuierliche Glukosemessung (CGM) vorgestellt: Der G8 soll kleiner, genauer und technologisch grundlegend neu sein. Ein Marktstart ist frühestens Ende 2027 geplant. Wir geben hier eine kleine Vorschau auf das Produkt.

Beim „Dexcom’s Investor Day“ hat das Unternehmen erstmals konkretere Details zum Nachfolger des aktuellen G7-CGM-Sensors präsentiert. CEO Jake Leach bezeichnete den G8 als „völlig neue Produktplattform”. Dies gibt einen Hinweis darauf, dass es sich nicht um eine schrittweise Weiterentwicklung handelt, sondern um einen grundlegenden technologischen Neuansatz.

Dexcom G8 mit neuem Chip und neuem Algorithmus

Kern des G8 ist ein neu entwickelter Siliziumchip, der in Kombination mit einem adaptiven Algorithmus arbeitet. Das System erfasst neben dem Glukosesignal weitere physiologische Signale und kann sich damit an individuelle Körperbedingungen anpassen. Dies funktioniert in Echtzeit und über die gesamte Tragezeit hinweg. Ziel ist es, Ausreißer bei den Messwerten zu reduzieren und die Konsistenz der Glukosedaten zu verbessern.

„Das G8-System verfügt über zusätzliche integrierte Technologie, die auf einem völlig neuen Siliziumchip, einem neuen Design und einem neuen Algorithmus basiert”, erklärte Leach beim Event. „Das ist eine Entwicklung, an der Dexcom seit Jahrzehnten arbeitet.”

Deutlich kleiner als der G7 und mit einer voraussichtlichen Tragedauer von 15 Tagen

Der G8 soll rund 50 Prozent kleiner und flacher ausfallen als der aktuelle G7. Zudem ändert sich die Form: Statt des ovalen Profils ist ein eher quadratisches Design mit abgerundeten Ecken geplant, das nach Einschätzung von Beobachtern besser unter Kleidung getragen werden kann. Ein Größenvergleich zum Vorgängermodell ist im obigen Bild zu sehen.

Dexcom plant für den G8 eine Tragezeit von voraussichtlich 15 Tage; analog zum „G7 15 Day“, der Anfang Dezember letzten Jahres in den USA auf den Markt gebracht wurde und bislang nur dort erhältlich ist. Ob eine 12-stündige Kulanzzeit wie beim G7 übernommen wird, ist noch nicht offiziell bestätigt.

Markteinführung in den USA für Ende 2027 oder Anfang 2028 erwartet

Die -Einreichung bei der FDA, der zuständigen US-Behörde, soll im Laufe des Jahres 2026 erfolgen. Ein Marktstart wird – abhängig vom regulatorischen Verfahren – für Ende 2027 oder Anfang 2028 erwartet. Leach formulierte es so: „Unsere Teams arbeiten zielstrebig auf die Einreichung bei der FDA hin, die einen Launch entweder Ende 2027 oder Anfang 2028 ermöglichen soll.”

Wann für den neuen Sensor in der EU eine Zulassung beantragt wird, um auch eine CE-Kennzeichnung zu erhalten, ist aktuell noch nicht bekannt.

Vergleich zwischen Dexcom G7 und G8 auf einen Blick

Merkmal Dexcom G7 Dexcom G8 (erwartet)
Tragezeit 10 Tage bzw. 15-Tage-Variante (USA) 15 Tage
Größe 24mm x 27,3mm x 4,6mm (ungefähr so groß wie eine Zwei-Euro-Münze) ca. 50 % kleiner als der G7
Design oval / abgerundet quadratischeres Profil mit abgerundeten Ecken
Algorithmus statisch adaptiv
Multianalytik nein in Planung
Keton-Messung nein potentiell möglich
Kalium-Messung nein in Entwicklung

Mögliche Erweiterungen: Der G8 soll auch Ketone und Kalium messen können

Über die Glukosemessung hinaus skizzierte Dexcom eine längerfristige Perspektive: Die G8-Plattform soll künftig auch andere Biomarker erfassen können. Konkret genannt wurden Ketone und Kalium.

Die Ketonmessung wäre für Menschen mit Diabetes besonders relevant, etwa zur Früherkennung einer diabetischen Ketoazidose (DKA), einer potentiell lebensbedrohlichen Stoffwechselentgleisung. Kalium spielt eine Rolle bei Erkrankungen der Nieren und des Herzens. Beide Funktionen befinden sich laut Angaben von Dexcom noch in der Entwicklung und sind nicht Teil der geplanten Markteinführung des G8.

Dexcoms Konkurrent Abbott hat für seine zukünftigen FreeStyle-Libre-Generationen ebenfalls eine Ketonmessung angekündigt. Die Frage, welches Unternehmen diese Funktion zuerst klinisch nutzbar macht, könnte somit eines der zentralen Wettbewerbsvorteile der kommenden Jahre sein.

Zusätzliche Funktionen für US-App und weitere Ankündigungen

Neben dem G8 kündigte Dexcom Erweiterungen für seine Stelo-App an, die sich an Menschen mit Typ-2-Diabetes ohne Insulintherapie richtet, bislang aber nur in den USA verfügbar ist. Geplant sind unter anderem eine Trenddarstellung über längere Zeiträume, eine KI-gestützte Analyse individueller Muster sowie ein virtueller Assistent.

Für den US-amerikanischen Krankenversicherungsmarkt erwartet das Unternehmen noch in diesem Jahr eine Entscheidung über die Kostenerstattung. International nennt Dexcom unter anderem Indien, Brasilien und Mexiko als erste geplante Expansionsmärkte.

Der G8 steht noch ganz am Anfang des Zulassungswegs. Technische Spezifikationen und Leistungsdaten aus klinischen Tests liegen bislang nur in Auszügen vor. Aussagen zur Genauigkeit und zu den geplanten Funktionen basieren auf Unternehmensangaben im Rahmen einer Investorenveranstaltung und sind nicht unabhängig geprüft.

Stand: Mai 2026. Die Angaben basieren auf Informationen vom „Dexcom’s Investor Day“. Technische Details können sich bis zur Markteinführung ändern.


von Gregor Hess

Gregor Hess ist Medizin-Redakteur und Chef vom Dienst der Website des Diabetes-Ankers. Er ist darüber hinaus verantwortlicher Redakteur für das Portal diabetologie-online.de und arbeite zudem mit an der diabetes zeitung, dem Diabetes-Anker-Magazin sowie weiteren digitalen MedTriX-Projekten.

mit Materialien von Dexcom

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  • tako111 postete ein Update vor 1 Stunde, 13 Minuten

    Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.

    Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.

  • moira postete ein Update vor 1 Woche, 3 Tagen

    Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
    War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?

  • irenesutter postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen

    hallo zusammen
    ich bin neu und habe eine Frage an euch:
    Wie muss ich vorgehen um defekte Sensoren (freestyle libre 2) bei der Firma Abbot zu reklamieren? Und werden diese zurückerstattet?

    • Auf der Seite von freestyle libre gibt es eine Telefonnummer über die man Sendoren reklamieren kann – dauert ein wenig klappt aber gut.
      Meistens bekommt man neuen neuen Sensor.

    • Dann bewegen wir uns vermutlich außerhalb von Deutschland? In D ist der Freestyle Libre 2 ja gar nicht mehr erhältlich.

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