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„Hypo“-Helfer: Traubenzucker und Alternativen bei Unterzuckerungen
3 Minuten
Die kleinen, weißen Traubenzucker-Täfelchen gegen Unterzuckerungen haben die meisten Menschen mit Diabetes stets dabei, doch was bietet sich an, wenn man diese „Hypo“-Helfer nicht mag, nicht mehr sehen, nicht mehr schlucken kann? Wir haben uns für Sie nach praktischen Alternativen umgeschaut.
Traubenzucker und Diabetes gehören zusammen wie Regen und Regenschirm: Sowohl der Traubenzucker als auch der Schirm schützen und sind im besten Fall im richtigen Moment einsatzbereit. Kaum ein Mensch mit Diabetes kommt im Lauf seiner Diabeteskarriere komplett ohne Traubenzucker aus.
Ein Klassiker sind die einzeln verpackten Traubenzuckertäfelchen, die in jede noch so kleine Hosentasche passen. Die meisten Diabetiker betrachten sie als Mittel zum Zweck – völlig losgelöst davon, ob sie nun schmecken oder nicht. Sie sollen einfach nur aus der Hypoglykämie heraushelfen. Doch irgendwann mögen viele die Plättchen nicht mehr. Bei manchen ist Traubenzucker (Glukose) auch mit negativen Erfahrungen verknüpft, denn Traubenzucker zu essen bedeutet, dass der Blutzucker zu niedrig ist, und das ist ein schlechtes Gefühl. Was dann?
Alternativen zu den Täfelchen
Wer einmal etwas anderes ausprobieren möchte, findet im Handel sowie im Internet viele Alternativen. Traubenzucker gibt es z. B. in Apotheken und Drogeriemärkten auch als Bonbon in verschiedenen Geschmacksrichtungen, entweder einzeln verpackt oder als Rolle.
Wer es mal mit einem flüssigen Zucker versuchen möchte, kann zum Beispiel Jubin, Liqui-Fit oder Dextrose Drink von Dextro Energy testen. Die Gele sind teils neutral süß oder haben Geschmacksnuancen wie Apfel oder Orange.
Säfte, Bärchen, Smoothies, Riegel …
Auch Fruchtsaft (enthält lediglich den in der Frucht enthaltenen Zucker) oder ein Fruchtsaftgetränk (hier wurde Zucker zugesetzt, was bei einer Hypoglykämie hilfreicher sein kann) bietet Abwechslung. Einfach und schnell zu konsumieren sind Fruchtsmoothies in Quetschbeuteln. Sie stehen meist bei den Baby- und Kinderlebensmitteln und sind auch bei Discountern erhältlich. Weitere flüssige Alternativen sind ein Glas Limonade oder – wenn nichts anderes griffbereit ist – ein Glas normal gezuckerte Cola oder ein gesüßtes Kaffeegetränk.
Ebenfalls können Gummibärchen statt Traubenzucker zum Einsatz kommen. Damit nicht überall angebrochene Tüten herumliegen, können Sie die Bärchen einfach in leere Teststreifendosen umfüllen. Sie lassen sich luftdicht verschließen, was die Haltbarkeit des Fruchtgummis verlängert, schützen außerdem vor Hitze und Feuchtigkeit, lassen sich problemlos überallhin mitnehmen und im Akutfall leicht und schnell öffnen.
Traubenzucker und Co. – eine Auswahl gängiger Produkte
| Produkt | Hersteller | Gramm Kohlenhydrate pro 100 g Produkt (ca.) | Gramm Kohlenhydrate pro … |
| Mamba | August Storck | 84,9 | Stück (4,5 g): 3,8 |
| Mivolis Traubenzucker (versch. Geschmacksrichtungen; Rolle oder Beutel) | dm-drogerie markt | 89 (Mix Heimische Früchte und Joghurt-Mix) | Stück: 2,3 (Mix Heimische Früchte, Joghurt-Mix und Rolle) |
| Traubenzucker-Lutscher | dm-drogerie markt | 88 | Lutscher (7,5 g): 6,6 |
| Primavera Erdbeeren | Haribo | 91 | Stück: 2,7 |
| Goldbären (Gummibärchen) (Portionsbeutel, kleine Bärchen) | Haribo | 77 | Beutel (10 g): 7,7 |
| Maoam Bloxx | Haribo | 84 | Portion (25 g): 21 |
| intact Traubenzucker (versch. Geschmacksrichtungen; Rolle oder Beutel) | sanotact | 89 bzw. 90, Brause-Mix: 83 | Bonbon (Rolle): 2,1 Bonbon (Beutel): 2,3 Brause-Mix: 1,95>/td> |
| Jubin (Flüssigtraubenzucker) | Jubin | 77,5 | Tube (40 g): 31 |
| Dextrose Drink Apfel | Dextro Energy | 47 pro 100 ml | Beutel (50 ml): 24 |
| Liqui-fit (Flüssigtraubenzucker) | Arcim-Hypo-Fit | 100 ml: 103,2 | Beutel (13 ml): 13,4 |
| Dextro Energy classic („klassisches Täfelchen“) | Dextro Energy | 90 | Täfelchen (ca. 6 g): 5,4 |
| Mentos Frucht | Perfetti Van Melle | 92 | Bonbon (3 g): 2,8 |
| Dextropur plus (Pulver) | Dextro Energy | 91 | Portion (15 g): 14 |
Tabelle: Dr. Astrid Tombek, Bad Mergentheim
Neben speziellen Produkten für Menschen mit Diabetes bieten sich Kohlenhydratkonzentrate aus dem Sportsegment an, wie sie z. B. Marathonläufer, Triathleten oder Radsportler verwenden. Auch hier sind flüssige, leicht zu schluckende Flüssigzucker wie Liquid-Gele in verschiedenen Geschmacksrichtungen im Angebot. Oft sind ihnen zum Beispiel B-Vitamine und Mineralien wie Magnesium oder Natrium zugesetzt.
Auch hochkalorische Energy-Riegel mit niedrigem Fettanteil wären einen Versuch wert. Diese werden heute auch in Drogeriemärkten und großen Sportgeschäften angeboten. Es ist sinnvoll, solche Produkte erst einmal einzeln im Geschäft zu kaufen und auszuprobieren, auch wenn es im Internet günstige Angebote für größere Mengen gibt. Denn was nutzt es, wenn das günstige Internetprodukt nicht schmeckt und dann nicht verwendet wird?
Doch für was Sie sich auch entscheiden: Sie sehen, es gibt viele gute „Hypo“-Helfer jenseits der klassischen Traubenzuckertäfelchen.
Schwerpunkt „Was tun bei Unterzuckerung?“
- Hypoglykämien verhindern: Tipps gegen Unterzuckerungen bei Typ-1- und Typ-2-Diabetes
- Verhalten bei Unterzuckerungen: Was können Angehörige bei Hypoglykämien tun?
- Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörungen: Wege aus der Gefahr
- „Hypo“-Helfer: Traubenzucker und Alternativen bei Unterzuckerungen
- Meine Erfahrungen mit „Hypos“
von Kirsten Metternich von Wolff
Erschienen in: Diabetes-Journal, 2020; 69 (11) Seite 32-34
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stephanie-haack postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen
Jetzt schon vormerken: Das nächste virtuelle Community-MeetUp findet am 10. Juni statt. Wir freuen uns drauf! 🙂
Alle Infos hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-juni2026/
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tako111 postete ein Update vor 2 Wochen, 4 Tagen
Ich habe Ihr Heft 1-2/2026 leider erst jetzt in die Hände bekommen und war über den Bericht auf Seite 14 „Spritzen, aber kein Insulin“ schon verwundert. Zwar nennen Sie einige mögliche Nebenwirkungen der einzelnen Substanzen, jedoch fehlt ein Hinweis auf eine besonders schwerwiegende Komplikation: die Gefahr einer Schädigung des Sehnervs beziehungsweise anderer Augenstrukturen. Nach meinem Kenntnisstand kann diese Nebenwirkung unter Umständen nicht mehr reversibel sein.
Ich würde mir wünschen, dass Sie bei künftigen Berichten auch auf solche Risiken eingehen und diese entsprechend berücksichtigen. Auffällig ist zudem, dass in Ihrem Heft häufig über Menschen mit Diabetes Typ 1 berichtet wird, während der Diabetes Typ 2 deutlich weniger Beachtung findet. Darüber hinaus entsteht der Eindruck, dass die entsprechenden Spritzenmedikamente bei Typ-2-Diabetes oftmals in einem überwiegend positiven Licht dargestellt werden, ja geradezu für den Typ 2 gegenüber beispielsweise Metformin, präferiert werden.
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katrin-kraatz antwortete vor 2 Wochen, 4 Tagen
Für die Augenproblematik konnte bisher keine Kausalität gezeigt werden. Hier sind weitere Studien zu erwarten, deren Ergebnisse abzuwarten sind. Außerdem ist es ein sehr seltenes Ereignis. Details sind zum Beispiel zu finden im Deutschen Ärzteblatt unter https://www.aerzteblatt.de/themen/augenheilkunde/therapie-mit-glp-1-rezeptor-agonisten-okulaere-komplikationen-sind-selten-aber-visusbedrohend-e345aa92-a4f7-4f40-8146-b2967b577504.
Wir bemühen uns, mit unseren Beiträgen ausgewogen über die Ausgaben des Diabetes-Ankers hinweg alle Menschen mit Diabetes zu informieren – mal mehr über den einen, mal mehr über den anderen Typ und auch weitere Diabetestypen. Medikamente finden ebenfalls über die Ausgaben hinweg ausgewogen ihren Raum im Heft.
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moira postete ein Update vor 4 Wochen
Hallo! Ich fahre in den Ferien nach Paris und möchte gerne auf den Eiffelturm steigen. Mein Mann macht sich deshalb große Sorgen, weil die Treppe schon sehr lang ist.
War jemand schon mal dort und hat den einen oder anderen Tipp?
