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Vorteile und Probleme: Wochen-Insulin bei älteren Menschen
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Es gibt jetzt neue Insuline, die eine ganze Woche lang wirken. Das könnte gerade bei älteren Menschen mit Diabetes von Vorteil sein, da es die Therapie vereinfacht. Es gibt aber auch mögliche Probleme, die durch den Einsatz von Wochen-Insulin bei dieser Patientengruppe entstehen können, wie PD Dr. Anke Bahrmann berichtet.
Es klingt für manchen älteren Menschen mit Diabetes verlockend, nur einmal in der Woche eine Insulinspritze zu benötigen. Behandlungen mit wöchentlichem Insulin sind ein neues Konzept in der Behandlung von Diabetes, insbesondere bei älteren Menschen. Bereits in Deutschland verfügbar ist Insulin icodec des Unternehmens Novo Nordisk. In der Pipeline des Unternehmens Lilly befindet sich Insulin efsitora alfa.
Die ONWARDS-6-Studie mit 65-jährigen und älteren Menschen mit Diabetes konnte zeigen, dass wöchentliches Insulin icodec vergleichbar die HbA1c-Werte senkte wie täglich gespritztes lang wirksames Insulin – und dies bei ähnlicher Sicherheit. Für Insulin efsitora alfa liegen noch keine Studien speziell für alte Menschen vor.
Auf einen Blick: Wochen-Insulin bei Älteren
- Alte Menschen mit Einschränkungen der Beweglichkeit, vor allem in den Fingern, können von einem Wocheninsulin profitieren.
- Treten Unterzuckerungen auf, können diese wegen der längeren Wirkdauer des Insulins ebenfalls länger dauern. Schnelle Dosisanpassungen sind nicht möglich.
- Bei Vergesslichkeit sind Wocheninsuline nicht geeignet, da häufig Mahlzeiten ausgelassen werden.
Vorteile bei eingeschränkter Beweglichkeit
Die Therapie mit einem wöchentlich zu spritzenden Insulin kann Vorteile bieten. Dies kann unter anderem bei feinmotorischen Schwierigkeiten älterer Menschen, z.B. durch Arthrose der Fingergelenke, oder bei Pflegebedürftigkeit hilfreich sein.
Möglicherweise kann bei Vergesslichkeit eine höhere Therapietreue erreicht werden, da das Insulin nur einmal in der Woche gespritzt werden muss. Das Vereinfachen der Behandlung ist in Pflege-Einrichtungen oder bei häuslicher Betreuung durch einen ambulanten Pflegedienst attraktiv. Weniger Injektionen können eine höhere Lebensqualität bedeuten.
Pflegedienst kommt seltener
Allerdings ist für manche sehr alte Menschen der tägliche Kontakt mit dem ambulanten Pflegedienst der einzige menschliche Kontakt, besonders, wenn keine An- oder Zugehörigen existieren. Soziale Isolation bzw. Vereinsamung ist ein großes Problem der alternden Gesellschaft, sodass hier auch individuell bedacht werden sollte, was das persönliche Behandlungsziel der Betroffenen ist.
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Unterzuckerungen sind seltener, dauern aber länger an
Das Risiko für Unterzuckerungen (Hypoglykämien) ist mit Insulin icodec bei Menschen mit Typ-2-Diabetes in Studien vergleichbar mit täglich gespritztem lang wirksamem Insulin. Im Fall einer Überdosierung kann aber aufgrund der längeren Wirkdauer die Hypoglykämie länger anhalten.
Dies ist besonders bei alten Menschen mit unregelmäßiger Nahrungsaufnahme gefährlich. Der Appetit im Alter lässt nach und Mahlzeiten werden oft nicht aufgegessen. Tritt zunehmend Vergesslichkeit auf, wird eine Mahlzeit ganz ausgelassen und, wenn überhaupt, zu unterschiedlichen Zeiten gegessen.
Im Alltag sehen Fachärztinnen und -ärzte für Altersmedizin (Geriatrie) lang dauernde Hypoglykämien auch als schwerwiegenden Aufnahmegrund im Krankenhaus und warnen vor einem Einsatz eines Wocheninsulins bei älteren Menschen mit mehreren chronischen Erkrankungen (Multimorbidität). Der Vorteil, dass das Insulin weniger vergessen wird, ergibt sich also nur bei Patienten, die regelmäßige Mahlzeiten einhalten und nicht vergessen zu essen.
Aufgrund der Wirkweise ist das Wocheninsulin bei Menschen mit Demenz deshalb keine Option. Besonders bei multimorbiden Patienten über 80 Jahren sind die Studiendaten allerdings bisher sehr begrenzt.
Schnelles Anpassen der Dosis schwieriger und tendenziell höhere Kosten
Ein Anpassen der Insulindosis ist bei wöchentlicher Gabe schwieriger und erlaubt keine schnellen Reaktionen auf Veränderungen des Blutzuckers. Ein schnelles Anpassen der Insulindosis kann z.B. notwendig sein, wenn fieberhafte Infekte mit dadurch höherem Insulinbedarf oder Durchfall-Erkrankungen mit niedrigerem oder keinem Insulinbedarf (Letzteres ausschließlich bei Typ-2-Diabetes) auftreten.
Auch bei Gabe von Kortison-Präparaten, die bei der Therapie von Rheuma, Asthma, chronisch-obstruktiver Lungen-Erkrankung (COPD, „Raucherhusten“) oder einem Schub einer multiplen Sklerose eingesetzt werden, ist oft ein kurzfristiges Anpassen der Insulintherapie notwendig. Gleiches gilt für geplante Operationen, vor denen nichts gegessen werden darf. Eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung sollte erfolgen, ob bei diesen Menschen der Einsatz von wöchentlichem Insulin sinnvoll ist.
Neue Präparate sind tendenziell teurer als etablierte lang wirksame Insuline. Dies hat Bedeutung für die Erstattung durch die gesetzlichen Krankenkassen und den Praxisalltag.
Fazit
Wocheninsuline können bei älteren Menschen mit Typ-2-Diabetes Vorteile in Bezug auf Benutzerfreundlichkeit und Therapietreue bieten, wenn eine regelmäßige Nahrungsaufnahme erfolgt. Sicherheit und Wirksamkeit erscheinen vergleichbar mit der Gabe von täglich gespritztem lang wirksamem Insulin.
Bei sehr alten Patienten mit vielen Begleiterkrankungen und mit unregelmäßiger Nahrungsaufnahme, Demenz oder instabilen Blutzucker-Verläufen ist der Einsatz von Wocheninsulinen nicht zu empfehlen, da lang dauernde Hypoglykämien auftreten könnten und ein kurzfristiges Anpassen der Insulindosis nicht möglich ist.
Schwerpunkt: „Die neuen Wocheninsuline – je länger, desto besser?“
- Thomas Rosenberg – vergessener Entdecker des NPH-Insulins
- Vorteile und Probleme: Wochen-Insulin bei älteren Menschen
- „Ultralangzeit“-Insuline: Wie sinnvoll ist Insulin mit sehr langer Wirkdauer?
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2025; 74 (11) Seite 14-15
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diahexe postete ein Update vor 3 Tagen, 13 Stunden
Hallo, ich habe mal eine Frage. Was macht ihr mit euren “Altgeräten”? Bei mir haben sich diverse Pumpen, BZ Messgerät, Transmitter usw angesammelt. Die Krankenkasse möchte sie nicht zurück, wegwerfen wäre zu schade. Kennt jemand eine Organisation, die diese Geräte annimmt?
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ckmmueller postete ein Update vor 1 Woche
Ich habe ein Riesenproblem mit den Sensoren Guardian 4 von Medtronic. Es klappt nicht. Transmitter neu, aber auch das hilft nicht. Fast jeder Sensor braucht 2 Stunden, normale Wartezeit, dann beginnt er zu aktualisieren …. Nix passiert, außer das mein BZ unkontrolliert ansteigt. Vorletzte Woche über 400, letzte Woche hatte ich BZ 510 – ein Wert, den ich über 25 Jahre nicht mehr hatte. Ich bin sehr verzweifelt, weil es mit CGM von Medtronic nicht funktioniert. Gerade warte ich mal wieder darauf, dass der neue Sensor arbeitet. Heute habe ich mich über ChatGPT über andere Pumpen und Sensoren informiert. Tandem und Dexcom 7 soll gut sein und die Wartezeit des Sensors braucht nur 30 minuten. Kennt sich jemand damit aus? Hat ähnliche Probleme mit Medtronic wie ich? Dank für Antworten / Infos
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diahexe antwortete vor 3 Tagen, 12 Stunden
Hallo, ich habe ein ähnliches Problem gehabt. Samstags neuen Sensor gesetzt, hat nach 2 Stunden aktualisiert, lief dann ein paar Stunden, wieder aktualisiert und dann aufgefordert den Sensor zu wechseln. Bis Montag hatte ich dann 4!Sensoren verbraucht. Habe dann einen neuen Transmitter geben lassen und eine völlig neue Einstichstelle gewählt. Danach ging es. Mein neustes Problem ist, dass sich meine Pumpe und mein Smartphone dauernd entkoppelt und sich dann stundenlang nicht mehr koppeln lassen. Manchmal muss ich dann die App neu laden bis es wieder funktioniert.
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anseaticids postete ein Update vor 2 Wochen, 1 Tag
Wenn eine Diabetesdiagnose in eine Familie kommt, steht oft erst einmal alles Kopf.
Besonders für Kinder bedeutet sie eine enorme Veränderung und für Eltern die tägliche Sorge: „Wird mein Kind in der Kita oder Schule gut begleitet? Ist es sicher? Kann es trotz Diabetes unbeschwert Kind sein?“
Genau aus diesen Fragen heraus ist Hanseatic Kids entstanden: ein Herzensprojekt, das Kindern mit Diabetes im Alltag Sicherheit gibt und Familien entlastet.
Wir möchten dafür sorgen, dass kein Kind aufgrund seines Diabetes auf Ausflüge, Spielzeiten oder Schulaktivitäten verzichten muss. Unsere Begleiterinnen und Begleiter sind speziell geschult und unterstützen
individuell: beim Blutzuckermanagement, in Notfallsituationen, im Unterricht oder auf dem Pausenhof.So können Kinder lernen, wachsen und
selbstständig werden und Eltern wissen, dass ihr Kind gut aufgehoben ist.
Unsere Mission ist einfach:✔ Kindern Sicherheit geben
✔ Familien den Alltag erleichtern
✔ Kita- und Schulteams entlasten
✔ und vor allem: jedes Kind dabei unterstützen, frei und unbeschwert aufzuwachsen, trotz Diabetes.Gerade in den ersten Wochen nach der Diagnose oder wenn Unsicherheiten bestehen, sind wir an der Seite der Familien. Gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften und Fachpersonal schaffen wir ein Umfeld, in dem Kinder sich wohlfühlen und ohne Angst lernen können.
Dieses Projekt ist für uns mehr als Arbeit, es ist eine Herzensangelegenheit. Jedes Kind hat das Recht auf Teilhabe, Freude und Freiheit. Wir möchten dazu beitragen, dass dies Wirklichkeit wird.
Wer mehr über unsere Arbeit erfahren oder Unterstützung anfragen möchte, kann sich jederzeit melden:
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