Fr1da, Fr1dolin, Freder1k: Studien zur Früherkennung von Typ-1-Diabetes

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Fr1da, Fr1dolin, Freder1k: Studien zur Früherkennung von Typ-1-Diabetes

Fr1da, Fr1dolin, Freder1k – diese neuen Reihenuntersuchungen zur Früherkennung von Typ-1-Diabetes in Bayern, Niedersachsen und Sachsen haben eines gemeinsam: Sie sollen Kinder erkennen, bei denen ein hohes Erkrankungsrisiko oder bereits ein asymptomatisches Frühstadium der Autoimmunerkrankung vorliegt. Was gibt es Neues bei Fr1da? Ein Interview mit Professor Anette-Gabriele Ziegler.

Diabetes-Anker (DA): Wie viele Familien haben sich bisher an der bayrischen Fr1da-Studie beteiligt?

Prof. Dr. Anette-Gabriele Ziegler: Es haben bisher über 70 000 Kinder an Fr1da teilgenommen. Bei weniger als einem Prozent der Kinder wurde ein frühes Stadium des Typ-1-Diabetes festgestellt.

DA: Wie haben Eltern und Kinder auf die Nachricht reagiert? Wie geht es ihnen heute?

Prof. Ziegler: Natürlich rechnet niemand mit einer solchen Diagnose, das ist also sicher im ersten Moment ein Schock. Wir konnten allerdings klar nachweisen, dass die psychische Belastung wesentlich geringer ist als bei der bisher vorherrschenden Diagnosesituation nach teilweise schwerwiegenden Symptomen. Hier hat sich unser Konzept ganz klar bewährt: Die frühe Diagnose mindert Ängste und Unsicherheiten. Und: Man kann sicher sagen, dass sich unsere Hoffnung, Ketoazidosen bei der Manifestation durch die frühe Diagnose zu vermeiden, erfüllt hat.

DA: Wie werden die Eltern und Kinder unterstützt?

Prof. Ziegler: Wir beraten und schulen die Familien ausführlich mit eigens dafür entwickelten Schulungsmaterialien. Für jedes Kind wird ein individueller Vorsorgeplan erstellt. Mit regelmäßigen Stoffwechselkontrollen stellen wir sicher, dass das Kind optimal versorgt ist und bei Manifestation der Krankheit sofort gut behandelt wird. Dazu arbeiten wir sehr eng mit vielen pädiatrischen Diabeteszentren und Diabetespraxen für Kinder und Jugendliche in ganz Bayern zusammen.

DA: Seit einiger Zeit gibt es auch die Fr1da-Interventionsstudie, an der Kinder teilnehmen können, bei denen bereits mehrere Diabetes-Autoantikörper nachweisbar sind. Sie erhalten zwölf Monate lang täglich eine kleine Dosis Insulinpulver oder ein Plazebo. So soll das Immunsystem zu einer schützenden, regulatorischen Antwort angeregt werden. Welche Grundlagen hat diese Behandlung?

Prof. Ziegler: Es gab bereits andere Studien mit oral verabreichtem Insulin, wo sich zumindest bei einem Teil der Behandelten die Manifestation von Typ-1-Diabetes deutlich verzögert hat. Wir nutzen aber eine deutlich höhere Dosis. Von dieser Dosis konnten wir zeigen, dass sie tatsächlich zu einer regulatorischen Immunantwort führt, die diesen schützenden Charakter hat. Es gibt außerdem sehr positive Ergebnisse aus der Allergieforschung, die diesen Ansatz stützen.

DA: Inzwischen gibt es neben Fr1da weitere Studien dieser Art – und die europäische POInT-Studie. Wie unterscheiden sich die Studien und welche Idee steht hinter der POInT-Studie, die “eine Welt ohne Typ-1-Diabetes” zum Ziel hat?

Prof. Ziegler: Bei Fr1dolin wird in Niedersachsen genau die gleiche Untersuchung durchgeführt wie bei Fr1da, zusätzlich aber noch ein Test auf Familiäre Hypercholesterinämie (deutlich erhöhte Blutfettwerte).

Mit Freder1k bieten wir allen Eltern in Bayern, Niedersachsen und Sachsen an, ihre Neugeborenen auf ein erhöhtes Risiko für Typ-1-Diabetes zu testen. Für Babys, deren Eltern oder Geschwister bereits an Typ-1-Diabetes erkrankt sind, ist diese Untersuchung unabhängig vom Wohnort in ganz Deutschland möglich.

Der Hintergrund ist, dass die fehlgeleitete Immunreaktion bei Typ-1-Diabetes sehr häufig schon im ersten Lebensjahr beginnt, und dass dies gleichzeitig eine Phase ist, wo das Immunsystem anhand ganz vieler Reize lernt, “gut” von “schlecht” zu unterscheiden. Wir bieten deshalb Kindern mit stark erhöhtem Risiko für Typ-1-Diabetes die Teilnahme an der POInT-Studie an: Sie erhalten bis zum dritten Geburtstag Insulinpulver oder Plazebo. Das Ziel ist, die fehlgesteuerte Immunreaktion und damit Typ-1-Diabetes zu verhindern – und damit letztlich eine Welt ohne Typ-1-Diabetes.

Links zu den Studien


von Prof. Dr. Karin Lange

Erschienen in: Diabetes-Eltern-Journal, 2018; 11 (2) Seite 28

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      Ansonsten heißt es: Augenmaß! Gut ist, immer wieder mal eine bestimmte Menge Reis abzuwiegen und zu kochen (mache ich so). Dann sieht man die Menge und bekommt ein besseres Gefühl für die Menge beim Schätzen. Natürlich verteilt sich gerade Reis sehr gut zwischen den anderen Zutaten, aber ob es “viel” oder “wenig” ist, kann man meist erkennen.

      Sinnvoll finde ich außerdem (und nicht nur ich), gerade bei eher schwierig einzuschätzenden Kohlenhydratmengen die Insulindosis eher zu gering anzusetzen und lieber später höhere Werte zu korrigieren oder – falls ein AID-System im Einsatz ist – dieses seinen Job machen zu lassen. Denn eine Hypo direkt nach dem Essen finde ich deutlich weniger angenehm.

      Eine Patentlösung gibt es also nicht. Vielleicht helfen Dir die Tipps trotzdem etwas?