- Ernährung
Schokolade und Kakao: Leckeres für Naschkatzen
3 Minuten

Jung und Alt lieben sie: Bei Schokolade kann so gut wie niemand widerstehen. Ob sie tatsächlich glücklich macht, ist Ansichtssache. Für Menschen mit Diabetes sind Schokolade und Kakao, ob mit oder ohne Zucker, möglich. Worauf kommt es dabei an?
Jedes Jahr essen die Menschen hierzulande 9,5 Kilogramm Schokolade. Das wären 1,8 Tafeln pro Woche. Wer Schokolade isst, weiß in der Regel, dass sie einiges an Kalorien durch Zucker und Fett enthält. Allerdings variiert das von Sorte zu Sorte.
Schokolade und Diabetes – darauf kommt es an
Weiß, Vollmilch, Zartbitter oder gefüllt – es ist und bleibt eine Geschmacksfrage. Wer ein Fan der Vollmilch ist und lediglich aus Gründen gesünderer Inhaltsstoffe auf Zartbitter umsteigt, sollte besser bei Vollmilch bleiben. Denn jede Sorte, ganz gleich, ob dunkel oder hell, ist eine Süßigkeit und damit ein Genussmittel. Und der Schoko-Genuss sollte Spaß machen. Sinnvoller ist es, für ein Plus an Vitalstoffen regelmäßig frisches Gemüse und Salat zu essen.
Wer innerhalb seiner Diabetes-Therapie primär auf die Menge an Energie achten möchte, kann trotzdem Schokolade genießen. Hier empfiehlt es sich, die Mengen im Blick zu behalten. Statt eine Tafel auf einmal zu essen, sollte man besser öfter ein oder zwei Stückchen langsam im Mund schmelzen lassen.
Ranking: Die 10 beliebtesten Schoko-Sorten Deutschlands
1. Vollmilch
2. Zartbitter
3. Nougat
4. Weiße Schokolade
5. Haselnuss
6. Salz-Karamell
7. Traube-Nuss
8. Marzipan
9. Schokolade mit Keksen
10. Toffee- oder Karamell-Schokolade
Quelle: Bundesverband Dt. Süßwarenindustrie
So viel Kilokalorien und Zucker stecken in Vollmilch-, Zartbitter- und weißer Schokolade
Eine 100-Gramm-Tafel Vollmilch-Schokolade hat im Schnitt 550 Kilokalorien und mindestens 50 Gramm Zucker. Die Zartbitter-Variante (75 Prozent Kakao) ist dank ihres höheren Fett- und Eiweiß-Gehalts kalorienreicher, enthält dafür weniger Zucker. Hier lohnt der Blick auf die jeweilige Zutatenliste. Weiße Schokolade ist besonders zuckerreich und liefert in einer 100-Gramm-Tafel rund 540 Kilokalorien und 62 Gramm Zucker.
Wer im Rahmen der Therapie die Kohlenhydrate berechnet, sollte den Zucker-Anteil in Schokolade berücksichtigen. Fett und kleine Mengen Eiweiß aus Schokolade können dazu beitragen, dass enthaltener Zucker daraus langsamer ans Blut abgegeben wird. Auch enthaltene Nüsse erfüllen diesen Zweck.
Kakao-Nibs – Alternative zu Schoko-Stückchen
Für Plätzchen und Kuchen kommt oft gehackte Schokolade in den Teig. Eine zuckerfreie Alternative sind Kakao-Nibs. Dies sind geschälte, zerkleinerte Kakaobohnen, die getrocknet und fermentiert sind. Ihr Geschmack ist herber als Schokolade. Sie haben keine Auswirkung auf den Blutzucker. In 100 Gramm liefern sie rund 630 Kilokalorien durch Fett, Eiweiß und wenige natürlich enthaltene Kohlenhydrate.
Stark oder schwach entöltes Kakaopulver – das sind die Unterschiede
Zur Kakao-Produktion wird Kakaobutter aus der Kakaomasse gepresst. Übrig bleibt ein Kakao-Presskuchen. Der schwach oder stark entölte Anteil richtet sich danach, wie lange und intensiv die Kakaobutter aus der Masse gepresst wurde.
Stark entölter Kakao enthält rund die Hälfte an Fett im Vergleich zu schwach entöltem. Dieser hat jedoch einen höheren Eiweiß-Gehalt und etwas mehr Kohlenhydrate. Der Energie-Gehalt ist bei schwach entöltem Kakaopulver nur marginal höher. Auch der Kohlenhydrat-Gehalt hat keine Auswirkung auf den Blutzucker. Im Handel gibt es überwiegend schwach entöltes Kakaopulver, da es sich leicht verarbeiten lässt.
Checkliste: Braunes und schwarzes Kakaopulver
- ist nahezu zuckerfrei
- ist frei von blutzuckerwirksamen Kohlenhydraten
- enthält kleine Mengen an Ballaststoffen
- liefert pflanzliches Eiweiß und Fett
- ist preisgünstig
- bietet eine leckere Alternative zu Schokolade in Plätzchen und Kuchen
Kakao – am besten als klassisches Pulver
Statt Schokolade zum Kochen oder Backen bietet sich klassisches Kakaopulver an. Dieses gibt es in jedem Discounter, Supermarkt, in Drogeriemärkten und Reformhäusern. Kakaopulver gibt es in drei unterschiedlichen Versionen: stark und schwach entölt und neuerdings als schwarzen Kakao.
Für das schwarze Pulver werden unbehandelte Kakaokerne mit einer alkalischen Lösung behandelt. Im Vergleich zum herkömmlichen braunen Kakao schmeckt er etwas bitterer und hat eine leicht erdige Note. Er bietet sich als natürlicher Farbstoff zum Beispiel für Kekse, Tortenfüllungen, Muffins oder Cupcakes an.
Seelenwärmer – Kakao als Getränk
Kakao verleiht ein Gefühl von Wärme und weckt häufig Erinnerungen an die Kindheit. Bei Diabetes empfiehlt es sich, keine fertigen Kakao-Getränke zu wählen, sondern lieber selbst zu kochen. Schnell und einfach funktioniert es mit klassischem Kakaopulver und Kuhmilch oder zuckerfreien Milch-Alternativen wie Soja- oder Mandeldrink.
Die Flüssigkeit erhitzt man im Kochtopf oder in einer großen Tasse in der Mikrowelle und rührt dann etwas Kakaopulver mit einem Schneebesen in die heiße Flüssigkeit ein. Wer es etwas süß mag, kann einen Spritzer flüssigen Süßstoff oder etwas Erythrit dazugeben. Wird der Kakao aus einer veganen, zuckerfreien Milch-Alternative mit etwas Süßstoff zubereitet, ist er frei von blutzuckerwirksamen Kohlenhydraten.
Video: Mit selbst gemachten gebrannten Mandeln Zucker sparen – so geht’s!
Bio, vegan, mit 90 Prozent Kakao oder zuckerfrei: Diabetes-Anker-Redakteurin Kirsten Metternich von Wolff erklärt im Video die Unterschiede bei Schokoladen, gibt Tipps und Informationen zu Zucker und Co.:
von Kirsten Metternich von Wolff
Erschienen in: Diabetes-Anker, 2024; 72 (11) Seite 26-28
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lena-schmidt postete ein Update vor 5 Tagen, 7 Stunden
Am Mittwoch um 19 Uhr findet das nächste Community-MeetUp via Teams statt. Alle sind herzlich eingeladen! Alle Infos findet ihr hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-august-2026/
Virtuelles Diabetes-Anker Community-MeetUp im August – Diabetes-Anker
Wir freuen uns auf das nächste Community-MeetUp am 12. August! 1x im Monat treffen wir uns und tauschen uns rund um das Thema Diabetes aus. Die ganze Community ist herzlich eingeladen. […]
thomas55 postete ein Update vor 1 Monat
Hallo Philipa,
beim Umstieg auf eine Pumpe musst du als Mensch fast genauso viele Entscheidungen treffen wie bei der ICT. Schätzfehler bleiben also. Du kannst aber die Basalrate individuell einstellen, z.B. In den frühen Morgenstunden mehr Insulin zuführen. Auch bei körperlichen Anstrengungen kannst du die Basalrate für eine Zeit stoppen, das morgens oder abends gespritzte Basalinsulin wirkt dagegen weiter. Auch bei Schätzfehlern und ansteigendem Zuckerwert kannst du einfach mit dem Drücken von Knöpfen o.ä. Insulin geben. Je nach Situation würdest du keine Spritze rausholen. Bei mir haben sich damals vor 12 Jahren beim Umstieg auf die Pumpe vor allem die Spitzen oben und unten verringert, die mein Doc damals immer als zu viel und zu groß angesehen hat. Der HbA1c, der damals entscheidende Wert, hat sich bei mir nur minimal verbessert. GMI und TIR gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht für Patienten. Beim Umstieg auf AID haben sich bei mir GMI und TIR verbessert. Aber “automatisch” funktioniert das auch nur begrenzt. Wenn du z.B. Sport machst, kann ein AID-System die Insulinzufuhr maximal auf Null setzen, aber Zucker kann dir Pumpe auch nicht zuführen.
Aber meine Meinung: Der Umstieg von ICT auf Pumpe war für mich eine sehr gute Entscheidung würde ich immer wieder so machen.
Viel Erfolg
Thomasphilipa postete ein Update vor 1 Monat
Hallo zusammen,
Ich bin neu hier und wollte fragen ob sich euer GMI Wert gebessert hat nachdem ihr eine Pumpe bekommen habt?- ole-t1 antwortete vor 1 Monat
Hallo philipa,
Nein, mein GMI nicht, aber meine “Time in happyness” 🙂
Aber das hängt von der individuellen Situation ab.
Bei mir war die Umstellung z.B. damit verbunden, dass ich mehr Flexibilität im Alltag zulassen konnte.
Bei vielen anderen fällt die “Sorge” um nächtliche Blutzuckerverläufe weg.
Aber es gibt auch viele Menschen da draußen, die ihr Leben super mit ICT “rocken”. 🙂
Beste Grüße





