Praktische Tipps: Nun ist Zeit zum Vitamine Auftanken!

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© Kirchheim/Bernhard Kölsch
Praktische Tipps: Nun ist Zeit zum Vitamine Auftanken!

Vitamine sind die Stars in unseren Lebensmitteln, wenn es um ein Plus an Gesundheit geht. Je abwechslungsreicher Sie Ihre Lebensmittel auswählen, desto reichhaltiger können Sie Ihren Körper auf natürliche Weise damit auftanken. Wir geben Ihnen praktische Tipps, wie Sie Ihr tägliches Vitaminkonto auftanken können. Und unsere leckeren Rezepte machen Lust aufs Genießen.

Ohne Vitamine geht nichts, weder für Mensch noch Tier. Fehlen Vit­amine, können Mangelerscheinungen aufreten und schwerwiegende Erkrankungen entstehen, die den Körper auf lange Sicht stark schwächen können. Es reicht auch nicht, wenn nur von ein paar Vitaminen ausreichend da ist: Damit kann der Körper den Mangel an anderen Vitaminen nicht ausgleichen. Deshalb ist es besonders wichtig, auf eine regelmäßige, ausreichende Versorgung durch abwechslungsreiche Lebensmittel­auswahl zu achten.

Vielleicht haben Sie schon einmal überlegt, ein Vitaminpräparat einzunehmen? Viel hilft hier nicht immer viel: Werden z. B. verschiedene Präparate kombiniert, kann es insbesondere bei fettlöslichen Vitaminen zur Überdosierung kommen. Sicher kann es sinnvoll sein, in bestimmten Lebenssituationen auch einmal Vitamine zu ergänzen. Denken Sie hier z. B. an Vitamin D im Zeitraum, wenn die Sonne wenig scheint oder Sie sich kaum im Freien aufhalten.

Bevor Sie zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen, besprechen Sie dies mit Ihrem Hausarzt oder Diabetologen. Ein Blutbild gibt Auskunft, ob und welche Vitamine als Präparat infrage kommen.

Von EDKA- und B-Vitaminen

Vitamine teilen sich in zwei Gruppen: wasser- und fettlösliche. Fettlösliche Vit­amine lassen sich prima als EDKA (gesprochen „EDeKA“) oder ADEK merken. Fettlösliche Vitamine wirken im Körper nur in Verbindung mit Fett, also Pflanzenöl oder anderen fetthaltigen Bestandteilen. Essen Sie zu einer Mahlzeit lediglich eine Portion Gemüse, Salat oder Rohkost, gehört deshalb ein Teelöffel Pflanzenöl pro Portion dazu. So können sich die Vitamine im Körper voll entfalten.

Zur Familie der wasserlöslichen Vitamine gehören sämtliche der B-Gruppe: B1, B2, B6, B12, Niacin (B3), Folsäure (B9), Biotin (B7) und Pantothensäure (B5). Ein weiteres wasserlösliches ist Vitamin C. Sie alle sind im Körper an bestimmten Stoffwechselvorgängen beteiligt: z. B. beim Haar- und Nagelwachstum, für die Hautgesundheit, zur Zellteilung, Stärkung der Abwehrkräfte, Energiegewinnung und zu noch vielem mehr.

Vitamine auffüllen

Essen Sie täglich Frisches wie Gemüse, Salat, Obst, Milch- und Vollkornprodukte? Damit tun Sie sich und Ihrem Körper etwas Gutes. Sie versorgen ihn auf ganz natürliche Art mit einem bunten Strauß an Vitaminen. Auch ein bis zwei Portionen Fisch pro Woche und etwas Fleisch oder vegetarische Alternativen wie Soja oder Lupine tragen auf natürlichem Weg zum Füllen Ihrer Vitaminkonten bei.

Die meisten Vitamine können vom Körper kaum oder nur in begrenzter Menge produziert werden. Für die fettlöslichen und das Vitamin B12 besitzt der Organismus einen größeren Speicher, sodass sie bei Bedarf über eine längere Zeit abgegeben werden. Ein Vitamin-B12-Mangel macht sich bei Menschen z. B. nach einer operativen teilweisen oder kompletten Magenentfernung sowie bei strengen Vegetariern und Veganern bemerkbar.

Menschen mit Diabetes, die für ihre Therapie Metformin einnehmen, können ebenfalls einen Vit­amin-B12-Mangel entwickeln. Dies wurde insbesondere bei älteren Menschen beobachtet. Ein Mangel an Vitamin B12 ist schädlich für die Nerven und kann zur Blutarmut beitragen. Bei neurologischen Symptomen oder einer Veränderung des Blutbildes empfiehlt es sich, den Vitamin-B12-Spiegel im Blut überprüfen zu lassen.

Tipps für eine natürliche Vitaminversorgung

  • Garen, dämpfen oder dünsten Sie schonend in wenig Wasser und braten Sie im Wok – das schont Vitamine.
  • Essen Sie täglich fünfmal Frisches: Gemüse, Salat, Rohkost, ein bis zwei Portionen frisches Obst.
  • Verwenden Sie hochwertige Pflanzenöle wie Raps-, Oliven oder Nussöle.
  • Wählen Sie täglich ein bis zwei Milchprodukte oder vegane Alternativen mit Kalziumzusatz.
  • Essen Sie ein bis zwei Portionen Fisch pro Woche.
  • Planen Sie zwei bis drei Eier pro Woche mit ein.
  • Wenn es mal ein Saft sein soll, wählen Sie Fruchtsaft mit 100 % Frucht, ohne Zucker­zusatz.
  • Geben Sie Vollkornbrot und -produkten aus Vollkorngetreide gegenüber Weißmehlprodukten den Vorzug.
  • Wählen Sie Knackfrisches saisonal aus.
  • Es müssen nicht unbedingt Bio-Produkte sein, der Vitamingehalt ist hier nicht automatisch höher als bei konventionellen Lebensmitteln.
  • Kaufen Sie frische Lebensmittel in kleineren Mengen, damit sie nicht zu lange lagern müssen.
  • Bewahren Sie Frisches kühl und luftdicht verschlossen auf.
  • Je kürzer die Lagerdauer ist, desto besser ist es für den Gehalt an Vitaminen.

Die empfindlichen wasserlöslichen Vitamine

Der körpereigene Speicher an wasserlöslichen Vitaminen reicht lediglich ein paar Tage. Deshalb ist es gerade hier wichtig, täglich für Nachschub zu sorgen. Je frischer die Lebensmittel sind, desto höher ist ihr Gehalt an wasserlöslichen Vit­aminen. Sobald die Lebensmittel gelagert werden, sei es im Kühlschrank oder bei Zimmertemperatur, tickt die Vitaminverlust-Uhr. Sie können es auf Anhieb nicht direkt erkennen, ob das jeweilige Lebensmittel bereits Vitalstoffe eingebüßt hat.

So sinkt der Vit­amin-C-Gehalt von frischen grünen Bohnen nach viertägiger Lagerung deutlich, sodass lediglich noch 20 % des empfindlichen Vitamins vorhanden sind. Beerenobst büßt bereits kurz nach dem Pflücken neben Vitamin C auch Duft, Aroma und Geschmack ein. Deshalb sind neben der bevorzugt saisonalen Auswahl auch die richtige Lagerung und Zubereitung wichtig.

Lebensmittel mit hohem Gehalt an fettlöslichen Vitaminen

VitaminLebensmittel
AKäse, Ei, Butter, fetter Fisch, gelbes und grünes Gemüse z. B. Paprikaschoten, Karotten
DEigelb, fetter Fisch wie Räucherlachs, Margarine, Milchprodukte, Champignons
EPflanzenöle, Margarine, Nüsse, Hülsenfrüchte, Getreide, Lupine, Avocado
KFleisch, Geflügel, Kicher­erbsen, Pistazien, grünes Gemüse wie Spinat, Grünkohl, Broccoli

 

Lebensmittel mit hohem Gehalt an wasserlöslichen Vitaminen

VitaminVitamin
B1Schweinefleisch, Fisch, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Nüsse, Samen
B2Ei, Geflügel, Hefe, Sprossen, Milch und Milchprodukte
B6Fisch, Geflügel, Kicher­erbsen, Kartoffeln, Bananen, Avocados, Kohl
B12Fleisch, Eier, Käse, Sauerkraut, Bierhefe, Sauermilchprodukte
NiacinFleisch, Geflügel, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Pilze
FolsäureGeflügel, Hefe, Gemüse, z. B. Blumen-, Grün- und Rotkohl und Erbsen
BiotinSoja, Nüsse, Hefe, Sprossen, Haferflocken, Reis, Gerste, Gemüse
Pantothen­säureSoja, Nüsse, Hefe, Sprossen, Haferflocken, Reis, Gerste, Gemüse
CZitrusfrüchte, Beerenobst, Kiwis, Sanddorn, Acerolakirschen, Kartoffeln, Paprika, Kohl

So kochen und lagern Sie vitaminfreundlich

Wie hoch Vitaminverluste sind, ist abhängig von Lagerdauer und -temperatur. Äußere Einflüsse wie Licht, Luft oder Hitze sind Vitaminfeinde. Die größten Verluste zeigen sich hier bei wasserlöslichen Vitaminen. Obst und Gemüse freuen sich über kurze Lagerzeiten im Gemüsefach des Kühlschranks. Verpackt in Plastikbehältern, luftdurchlässigen oder gelochten Folienbeuteln. Alternativ eignet sich Einfrieren, um den Vitaminabbau zu stoppen. Besonders viele wertvolle Inhaltsstoffe sitzen oft in den Randschichten. Schälen Sie deshalb Knackfrisches sehr dünn.

Auch die Auswahl von Kochverfahren, Garzeit und -temperatur hat Einfluss auf den Gehalt an Vitaminen. Um Verluste so gering wie möglich zu halten, sollten frische Le­bens­mittel nur kurz und bei niedriger Temperatur lagern. Obst und Gemüse sollten möglichst wenig zerkleinert und nur kurz in kaltem Wasser gründlich gewaschen werden. Längeres Wässern führt zu hohen Verlusten an Vitamin C und B1. Verwenden Sie zum Garen wenig Wasser – das Kochwasser eignet sich im Anschluss perfekt als Grundlage für Suppen und Soßen.

Noch zwei Tipps: Je stärker ein Lebensmittel verarbeitet ist, desto weniger natürliche Vitalstoffe sind enthalten. Und: Geben Sie einen Schuss Essig, Zitronen- oder Limettensaft an Ihr Gemüse und Obst. Es hilft dabei, dass empfindliches Vitamin C nicht so schnell verloren geht.


von Kirsten Metternich von Wolff

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Erschienen in: Diabetes-Journal, 2021; 70 (3) Seite 78-80

 

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  • uho1 postete ein Update vor 3 Stunden, 13 Minuten

    @calvin240
    Ich hätte eine Frage zum
    Bestellablauf und deinen Erfahrungen mit Medtrum. Könnte ich dich auch „privat“ anschreiben? Wenn du vielleicht meine Freundschaftsanfrage annimmst? Gruß Ute

  • 123novesia postete ein Update vor 2 Tagen

    Bin neu hier. Typ2. Meine Werte verschlechtern sich obwohl ich nicht anders esse und mehr Bewegung eingebaut habe. Denke Stress ist hier das Hauptthema. Pflegebedürftige Mutter und Sohn steht im Stastsexsmen. Habe seit Jahren auch Depressionen und Panikattacken. Bin verzweifelt.

    • Liebe @123novesia, willkommen in unserer Community. Es tut mir sehr leid zu lesen, wie viel gerade auf deinen Schultern liegt. Die Sorge um deine Mutter, der Stress rund um das Staats­examen deines Sohnes und dazu Depressionen und Panikattacken. Dass dich das erschöpft und verzweifelt macht, ist sehr verständlich.
      Bitte mach dir keine Vorwürfe: Verschlechterte Werte bedeuten nicht automatisch, dass du etwas falsch machst. Stress und psychische Belastungen können den Blutzucker beeinflussen. Trotzdem wäre es wichtig, die Veränderungen zeitnah mit deiner Diabetespraxis oder deiner Hausärztin/deinem Hausarzt zu besprechen, damit auch andere Ursachen ausgeschlossen und die Behandlung gegebenenfalls angepasst werden kann.
      Du musst das alles nicht allein tragen. Vielleicht gibt es für deine Mutter Unterstützung durch Angehörige, einen Pflegestützpunkt oder einen ambulanten Dienst. Und auch für dich wäre jetzt Unterstützung wichtig – durch deine behandelnde Praxis oder eine psychotherapeutische/psychiatrische Anlaufstelle. Auch hier findest du vielleicht noch Halt und Unterstützung aus unserer Community. Alles Gute und pass auf dich auf. Liebe Grüße Lena

  • jseiffert postete ein Update vor 1 Woche, 2 Tagen

    Hallo zusammen,
    heute findet unser nächstes Community-MeetUp via Teams statt.
    Alle Infos gibt es hier: https://diabetes-anker.de/veranstaltung/virtuelles-diabetes-anker-community-meetup-im-september-26
    Wir freuen uns auf Euch! 🙂